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Forza Horizon 5

Zwei Stunden in Forza Horizon 5

Einen Monat vor der Veröffentlichung vom neuen Forza Horizon konnten wir eine Vorschauversion auf der Xbox Series X testen.

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Microsoft hat uns letzte Woche die Gelegenheit gegeben, Forza Horizon 5 ein paar Stunden lang anzuspielen. Obwohl das fertige Spiel bereits am 9. November für Xbox Series, Xbox One und PC erscheinen wird, basiert unser Ersteindruck auf einer unfertigen Version, die nicht in allen Bereichen die Qualität des Endprodukts widerspiegeln wird. In dieser Vorschau konnte ich die Einführung erleben und verschiedene Renntypen ausprobieren, mit denen wir auf dem neuesten Horizon-Festival begrüßt werden. Ich konnte also bereits durch die offene Welt von Mexiko fahren und die frühen Rennveranstaltungen absolvieren.

Forza Horizon 5 könnte möglicherweise das technisch spektakulärste Current-Gen-Spiel sein, das wir bislang gesehen haben. Schon ab dem Titelbildschirm zaubert das Spiel einige wunderschöne Landschaften auf den Bildschirm und wenn ihr euch hinter den Fahrersitz klemmt und das Spiel in Bewegung seht, bleibt dieser Eindruck weitestgehend erhalten. Die Szenerie und die Fahrzeuge werden abwechslungsreich miteinander kombiniert, was einen beeindruckenden Ersteindruck hinterlässt. Auch wenn sich die ältere Engine von Forza Horizon 4 und dessen Vorgänger an einigen Stellen bemerkbar macht, werdet ihr den Unterschied auf den allerstärksten Systemen sofort bemerken.

Das Game wirkt texturierter, besser ausgeleuchtet, es ist mit tollen Reflexionen ausgestattet (die Sonne auf den Wagen oder auf nassen Oberflächen sehen fantastisch aus) und es gibt verbesserte Partikeleffekte für Staub, Sand, Rauch oder Wasser. Auch die Gebäude sind jetzt viel detaillierter und erinnern nicht mehr an Pappaufsteller. Die neue Motion-Blur-Technik sorgt für ein höheres Geschwindigkeitsgefühl und die Sichtweite ist ebenfalls fantastisch. Wenn ihr über Hürden springt oder einen Berggipfel kreuzt, dann werdet ihr mit atemberaubenden Aussichten belohnt. Das Spiel ist wirklich so schön, dass wir gar nicht mehr aufhören wollten, dass 4K-Gameplay mit HDR-Einstellungen und Surround Sound zu genießen.

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Hinter der tollen Grafik steckt noch immer das typische Forza-Horizon-Gameplay. Das Fahrverhalten, die Aktivitäten und das allgemeine Gefühl sind altbekannt und ihr treibt den Spielfortschritt voran, indem ihr „Auszeichnungen" erhaltet. Ihr müsst Herausforderungen abschließen, um neue Aktivitäten freizuschalten - das kennen wir bereits. Wenn ihr Forza Horizon 4 mochtet, dann ändert sich für euch quasi nichts. Das trifft leider auch auf das Fahrverhalten der KI zu, die in den Rennen selten eine aufregende Überholaktion unternimmt. Obwohl die Strecken abwechslungsreich sind, können die Rennen selbst also etwas an Fahrt verlieren.

Die relativ unsinnigen Anpassungsoptionen für euren Avatar sind ebenfalls wieder zurück, was es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte. Das Spiel wirkt von Anfang an sehr aktiv und dynamisch und führt neue Wagen deshalb auch wesentlich früher ein als in der Vergangenheit. Ihr konnte bereits kurz nach dem Start den Toyota GR Supra aus dem Jahr 2021 freischalten (der auch in Grau eine japanische Schönheit bleibt, mir in Gelb aber besser gefallen würde). Diese Farbwahl hatte ich bislang aber nicht.

Neben der beeindruckenden ersten Fahrt, die uns Turn 10 bereits in einem Gameplay-Video präsentierte, möchte das Team sicherstellen, dass Forza Horizon 5 noch verrücktere Festival-Events beinhaltet, als es in den vergangenen vier Titeln der Fall war. Im ersten „On a Wing and Prayer"-Event in Teotihuacán kommt es zu einem Rennen zwischen uns und einem Frachtflugzeug. Nach einer Weile springen aus der Maschine drei Motorräder ab, die sich im letzten Abschnitt von ihren Motorrädern verabschieden und mit ihren Wingsuits über die Ziellinie gleiten - diese Art von Action erwartet euch in Forza Horizon 5.

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Das Spiel will insgesamt verrückt sein und das fällt vor allem bei den Events auf.

Um die technische Leistung dieses Titels weiter hervorzuheben, sind Foto-Shootings neuerdings ein eigener Missionstyp. Euch erwartet kein Rennen, sondern eine abenteuerliche Fahrt mit bestimmter Zielsetzung. Wir mussten zum Beispiel mit einem Jeep in das Auge eines Sandsturms fahren und dort eine Statue fotografieren. Das war mal etwas anderes, aber leider sind die Ladezeiten ein wenig zu lang, besonders wenn wir den Foto-Modus wieder verlassen wollen. Es dauerte zwischen 50 und 80 Sekunden, um zum Spiel zurückzukehren, was nun wirklich kein Next-Gen-Gefühl versprüht. Man kennt die Zauberei der neuen SSDs ja mittlerweile, deshalb wirkt so ein kleiner Bruch nun umso auffälliger und störender. Im restlichen Teil des Spiels sind die Ladezeiten trotz der üppigen Grafik aber human.

In den letzten zwanzig Minuten wollten wir von einer Seite der Karte zur anderen fahren, um „die bisher größte offene Spielwelt in einem Forza-Horizon-Titel" auf Herz und Nieren zu prüfen. Die unterschiedlichen Landschaften, die vielen Orte und das von den Jahreszeiten abhängige Wetter sorgen in diesem spielerischen Rahmen für eine authentische Spielerfahrung. Die Abwechslung und die Natur abseits der Straße sind wirklich spürbar. Die Straßen sind belebter und der erhöhte Verkehr lässt die Rennen etwas herausfordernder werden. Ach und zum Glück fahren wir nach unseren Abstechern in Australien und Großbritannien jetzt wieder auf der „richtigen" Seite der Straße.

Mexiko scheint also der geeignete Hintergrund für ein noch größeres und besseres Forza Horizon zu sein und obwohl das Spiel sich nur wenig verändert hat, freuen wir uns schon auf viele weitere Stunden auf den Pisten Mexikos. Forza Horizon 5 erscheint in vier Wochen, am 9. November 2021.

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