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Twin Mirror

Twin Mirror - Ersteindruck aus Presse-Stream

Wir konnten uns das Mystery-Adventure der Life-is-Strange-Macher vorab ansehen.

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Noch in diesem Jahr planen Dontnod das cineastisch inszenierte Mystery-Drama Twin Mirror herauszubringen. Im Gegensatz zum ursprünglichen Plan soll das neue Abenteuer der Life-is-Strange-Macher nicht länger in Episodenform erscheinen, sondern als ein komplettes Spiel. Kürzlich hatten wir die Gelegenheit, uns den Anfang von Twin Mirror in einem kommentierten Presse-Stream anzusehen. In dieser Vorschau schildern wir unseren Ersteindruck.

Traumatische Erlebnisse bewogen den ehemals renommierten Journalisten Sam Higgs vor Jahren dazu, seine Heimatstadt Brasswood in West Virginia zu verlassen. Eigentlich hatte sich der junge Mann geschworen, niemals zurückzukehren, doch die Beerdigung seines besten Freundes Nick macht dieses Vorhaben zunichte.

Das melancholische Intro weckt umgehend Erinnerungen an eine TV-Serie oder einen Film. Von einem schwermütigen Blues-Rock-Song untermalt, verfolgen wir Sams Ankunft im bewaldeten Brasswood und erhaschen kurz einen Blick auf verschiedene Schauplätze des Städtchens. Der Himmel ist wolkenbehangen, es scheint, als habe sich ein dunkler Schleier über die Stadt gezogen, der ebenso tragische Dinge verbirgt wie unser Protagonist. Dessen Widerwille, überhaupt nach Brasswood zu kommen, ist während des gesamten Streams omnipräsent.

Da Sam noch etwas Zeit bis zur Beerdigung hat, informiert er uns Spieler darüber, dass er die Zeit an einem bestimmten Ort überbrücken möchte. Er steigt an einem Aussichtspunkt aus seinem Wagen aus, woraufhin die Spieler das erste Mal die Kontrolle über den Protagonisten erhalten und eine spektakuläre Aussicht auf Brasswood genießen können, das im Tal eines Gebirges liegt.

Twin Mirror

Im Stream verfolgen wir, wie Sam die Gegend erkundet und immer wieder mal auf hervorgehobene Objekte stößt, die eine Interaktion erlauben. Beispielsweise ist es möglich Informationsschilder über die Gegend zu lesen oder ein Fernglas anzuklicken. Letzteres stellt ein zentrales Spielelement vor, den "Mind Palace". Zur Erklärung: Sam sagt, dieses Fernglas sei mit einem der schmerzhaftesten Momente in seinem Leben verbunden, anschließend verwandelt sich die Umgebung in eine verzerrte Form der Realität, in der die Spieler auf Ereignisse aus Sams Vergangenheit treffen. So lernen wir erstmals Sams Exfreundin Anna kennen und werden Zeuge, wie Sam ihr vor besagtem Fernrohr einen Heiratsantrag macht - den die junge Frau ablehnt.

Wie der Gedankenpalast im Detail funktioniert und wie die Spieler Sams Gedächtnisrekonstruktion beeinflussen können, wollen die Entwickler vor Release noch genauer erklären. Nach dieser kurzen Szene ist es plötzlich dunkel und wir erfahren, dass die Zeit in der Realität deutlich schneller vergeht, als im Mind Palace. In diesem Fall bedeutet das also, dass der Hauptcharakter die Beerdigung seines Freundes Nick verpasst hat.

Bevor das Geschehen an einen weiteren Ort verlagert wird, erhalten wir einen Vorgeschmack auf Sams Tagebuch, in dem wir nicht nur unsere aktuellen Ziele finden, sondern Erinnerungen an verschiedene Personen nachlesen können. Zu Beginn des Spiels sind drei Charaktere eingetragen - Sam, Anna und Nick. Sobald wir in der Spielwelt Hinweise auf Vergangenes erhalten, werden mit den Personen verbundene Erinnerungen schriftlich im Tagebuch festgehalten. Zum Beispiel können wir am Aussichtspunkt mit einem Baum interagieren, in den ein Herz mit den Buchstaben "A+S" eingraviert ist. Anschließend wandert die zurückgekehrte Erinnerung ins Buch, wo wir sie im Detail nachlesen können.

Twin Mirror

Nach unserem kurzen Ausflug zum Aussichtspunkt sehen wir Sam im Dunkeln vor einem Billard-Salon anhalten, wo Nicks Tochter - und gleichzeitig Sams Patentochter - auf ihn wartet. Im Auto entspinnt sich ein Gespräch zwischen den Beiden, während Twin Mirrors Entscheidungsmechanik ins Spiel kommt. Unsere Patentochter macht uns natürlich Vorwürfe und kritisiert, dass wir seit Jahren nicht mehr in der Stadt waren. Nun könnten wir eigentlich aus mehreren Multiple-Choice-Antworten wählen, im Video-Stream wird lediglich die Antwort gezeigt, in der Sam sagt, dass er in einem viel zu schlechten Zustand war (und eigentlich immer noch ist), um zurückzukehren.

Mit dieser ehrlichen Antwort scheinen wir Pluspunkte bei unserem Gegenüber gesammelt zu haben. Unsere Patentochter erzählt uns in der Folge, sie habe Zweifel an einer natürlichen Todesursache ihres Vaters und bittet uns, mehr herauszufinden. In einem Multiple-Choice-Fenster können wir kurze Zeit später auf ihre Bitte eingehen und sagen, ob wir mit ihrer Hilfe versuchen möchten, Ermittlungen anzustellen oder ob wir es auf eigene Faust versuchen und sie heraushalten.

Twin MirrorTwin Mirror

Bevor wir die Antwortmöglichkeiten erhalten, wird jedoch ein weiterer Baustein des Twin-Mirror-Konzepts enthüllt: Ein fiktives Alter-Ego von Sam namens The Double, das immer dann auftaucht, wenn der Protagonist mit sozialen Interaktionen überfordert ist (er wird von keiner anderen Person gesehen). In der Auto-Szene fängt The Double plötzlich von der Rückbank aus an, Sam seine Meinung über eine optimale Entscheidung mitzuteilen. Wir können uns nun an seine Empfehlung halten und unsere Patentochter vor den Kopf stoßen oder eben nicht. Laut Entwickler-Kommentar gibt es in Twin Mirror keine richtigen oder falschen Entscheidungen - stattdessen wird einfach Sams Geschichte etwas anders verlaufen. Schade ist, dass wir immer nur die Konsequenz einer einzigen Antwort präsentiert bekamen und nicht beurteilen können, wie stark die Abweichungen im Spielverlauf ausfallen werden.

Klar ist: Der stimmungsvolle Einstieg macht Lust, mehr über Sam und Brasswood zu erfahren. Vom Gameplay gab es bislang jedoch nur sehr wenig zu sehen. Die Mind-Palace-Mechanik klingt spannend, wie gut sie im Spiel umgesetzt ist, wird sich aber erst noch zeigen müssen. Wer auf narrativgetriebene Spiele mit kinoreifer Inszenierung und dichter Atmosphäre steht, sollte Twin Mirror auf jeden Fall im Auge behalten. Glücklicherweise soll der kommende Titel von Dontnod noch dieses Jahr erscheinen, auch wenn der genaue Release-Termin noch nicht feststeht. Bestätigte Plattformen sind die PS4, Xbox One und der PC (ein Jahr Exklusivität im Epic Games Store).

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