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The Elder Scrolls Online

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Heute startet The Elder Scrolls Online. Wir hätten gerne die Kritik fertig, aber die Zeit war zu knapp bemessen. Darum: Zuerst Impressionen, ein Urteil dann kommende Woche.

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Heute fällt das Embargo für The Elder Scrolls Online. Wir hätten eine Kritik mit einer Wertung veröffentlichen können, aber die Zeit war zu kurz und das Spiel einfach zu groß. Ich hätte gerne meine Meinung komplett ausgewalzt und euch erklärt, warum ihr Zeit und Geld für Bethesda Softworks' teueres und riesiges MMORPG investieren solltet. Aber ich kann es nicht, noch nicht. Einfach weil ich nicht sicher bin, ob man es tun sollte oder eben nicht. Um ehrlich zu sein, weiß ich es einfach noch nicht. Also geht meine Reise noch etwas weiter. Ich will trotzdem einige der frühen Eindrücke zusammen mit schicken Screenshots von meiner bisherigen Reise teilen.

Das hier ist nicht Skyrim mit Freunden
Egal, wie hart die Zenimax Online Studios es auch versucht haben, das hier ist nicht The Elder Scrolls V: Skyrim in einer Onlineversion mit Freunden. Die Egoperspektive ist kein gangbarer Weg, die Umgebungen sind leblos, ich kann nichts aufheben und Chaos in und mit der Spielwelt veranstalten. Die Physik-Engine hat ganz andere Regeln und die Missionen folgen einer gänzlich anderen Struktur. Wer Skyrim mit einem Freund spielen will, für den ist das Erlebnis sicherlich so nah dran wie es eben geht. Aber es ist definitiv noch nicht da, wo man es erwartet.

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Für mich als Grafik-Nerd ist es eine Freude The Elder Scrolls Online zu sehen.

Grafisch beeindruckend und realistisch
Für mich als Grafik-Nerd ist es eine Freude The Elder Scrolls Online zu sehen. Wie das Licht durch die Blätter der Bäume scheint und mein Schatten auf den Felsen in der Abendsonne fällt. Für ein MMO ist das wirklich sehr, sehr ordentlich. Vergleicht man es mit einem modernen Solo-Adventure oder Egoshooter, wäre das natürlich lächerlich. Man muss immer bedenken, dass es Situationen geben kann, in denen sich 200 Spieler gleichzeitig in einem Bereich tummeln. Der Computer und die Zenimax-Server müssen in der Lage sein, genau damit umzugehen und dafür muss man applaudieren. Die grafische Gestaltung ist relativ realistisch. Es ist zum größten Teil etwas ganz anderes als das extreme Ausnutzen des Farbspektrums, das man vom Genre gewohnt ist. Hier dominieren die Farben des wirklichen Lebens. Wie üblich sind menschliche Rassen weniger überzeugend als die Khajit, Argonier, Orks und Elfen.

Es ist ruhig. Zu ruhig.
Das Leben in den Städten scheint still zu stehen. Das ist wohl eine direkte Folge der Notwendigkeit zu wissen, wo jeder NPC sich aufhält. Aber wenn man wie ich The Elder Scrolls mit seltsamem Verschwinden assoziiert und Kaufleuten, die die Tür verriegeln, um schlafen zu gehen oder den schlimmen Folgen, wenn man "versehentlich" einen signifikanten Charakter tötet - dann denkt man zwangsläufig darüber nach. Ich nehme an, dass echte Spieler die Lücken füllen sollen. Aber es ist nicht wirklich so richtig immersiv, wenn 14 Typen verkrampft neben einem Amboss stehen und nichts zu tun, anstatt ihr friedliches Leben zu leben.

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Bekannte Melodien wecken Erinnerungen an Abenteuer in der fernen Vergangenheit, während neue Melodien eine richtig epische Atmosphäre einpeitschen.

Das bringt uns zur Geschichte
Geister aus der Vergangenheit, gefangene Erzmagier in fremden Dimensionen und Götter aus der Hölle: Zenimax scheint von Panik befallen eine Menge der Mission geschrieben zu haben. Wenn sich alles über Leben und Tod und Verräter dreht, um alte Männer und Frauen, die vor 4000 Jahren gelebt hat und Portale zu anderen Dimensionen, dann ist zumindest für mich schnell zu unübersichtlich. Ich komme einfach nicht mit. Sobald ich eine Spielfigur kennengelernt habe, konfrontiert mich das Spiel mit etwas Neuem.

Die Musik ist sehr schön
Vielleicht ist es sogar die beste in der Serie bis dato. Bekannte Melodien wecken Erinnerungen an Abenteuer in der fernen Vergangenheit, während neue Melodien eine richtig epische Atmosphäre einpeitschen. Man sollte sich den Soundtrack kaufen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, egal ob man das Spiel nun spielt oder nicht.

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Die Missionen haben so ihre Tücken: Lausche der ewigen Dankbarkeit und drücke E, um zum nächsten E zu gelangen.

Eine Schleife von Aufgaben
Die Missionsstruktur funktioniert besser als in den meisten MMOs, ist aber bei weitem nicht perfekt. Anders als beispielsweise in World of Warcraft habe ich sehr selten Sachen wie "Töte zehn mal X" und dann "Töte zehn mal Y" erlebt. Allerdings muss man immer wieder von Ort zu Ort laufen und ständig Taste E drücken, die für "Benutzen" steht in The Elder Scrolls Online. Gehe zum Portal und drücke E. Gehe durch einen Korridor und drücke E, um die Tür zu öffnen. Töten ein paar Feinde und finde den Kristall. Drücke E auf dem Kristall. Gehe zu dem Mann in Not und drücke E. Lausche der ewigen Dankbarkeit und drücke E, um zum nächsten E zu gelangen.

Missionsketten sprengen
Irgendwie scheint es so, dass MMOs generell nie wirklich ansprechende, originelle und spannende Missionen etablieren können. Dies ist auch hier der Fall. Schnell stelle ich fest, dass ich den meisten Spaß habe, wenn ich einfach aufhöre, den Missionsketten zu folgen und stattdessen in eine zufällige Richtung loswandere. Bald identifiziere ich ein Problem wie eine brennende Stadt schon bevor ich einen NPC fragen muss, der mich (höflich!) bittet, es zu löschen. Es fühlt sich plötzlich alles real an und dann und dort zeigt sich The Elder Scrolls Online von seiner besten Seite.

Tempo, Tempo
Ein Dunkelelf lief an mir vorbei, während ich auf meinem Pferd saß. Zu Fuß. Die Mounts sind allesamt eher lahm am Anfang. Aber wenn man sich jeden Tag einloggt und ein Tier füttert, erhöht sich dessen Geschwindigkeit, die Ausdauer und die Kraft in Abhängigkeit von der Art der Nahrung, die man wählt. Es können auch verschiedene Arten von Pferden gekauft werden und wer eine erhebliche Menge an Geld gesammelt hat, kann sich ein Tier zulegen, dessen statistische Werte ausgereizt sind. Und das ist dann auch sofort schnell.

Und ja, die Kritik zu The Elder Scrolls Online kommt. So schnell es geht und sinnvoll ist.

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