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Tales of Arise

Tales of Arise - Erstes Kapitel abgeschlossen

Im Einführungskapitel der neuesten Tales-of-Installation erhalten wir einen kleinen Einblick in die magische Welt von Dahna.

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Das erste Kapitel von Tales of Arise führt uns gemächlich in die neueste Installation der langlebigen Tales-of-Spielereihe ein. Unser strahlender Held wird zu Beginn des Spiels noch unter einer eisernen Maske versteckt, die ihm seinen Rufnamen „Eisenmaske" verleiht. Der Gute hat kein Gesicht, so gut wie keine Erinnerungen und Schmerzen spürt er auch nicht. Dafür hat er einen umso ausgeprägteren Gerechtigkeitssinn, was gleichzeitig der Grund dafür ist, dass er dazu neigt, sich in Schwierigkeiten zu bringen.

Eisenmaske wirkt auf dem ersten Blick wie das emotionslose und inhaltsleere Gefäß eines alten, japanischen Rollenspiels, doch unser Protagonist hat eine eigene Persönlichkeit und er spricht sogar. Im Laufe des epischen Pfades, den Bandai Namco für den jungen Mann vorbereitet hat, wird sich sein Charakter weiter formen und entwickeln, doch bevor wir zu diesen epischen Momenten kommen, folgt eine recht trockene Charakterisierung der aussichtslosen Lage, in der wir uns befinden. In Tales of Arise wird das Volk von Dahna von den Renäern wie Sklaven gehalten und ausgebeutet. Vor einigen hundert Jahren kam es zu einem Krieg zwischen diesen beiden Parteien und seitdem werden die Dahnäer unterdrückt. Unser Held spürt die Folgen dieser Auseinandersetzung am eigenen Leib, denn er schürft in einem der Sklavenlager von Orbus Calaglia Erze.

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Seine Reise nimmt erst so wirklich an Fahrt auf, sobald Shionne ins Spiel kommt. Die junge Frau stammt aus Rena, doch sie ist aus zunächst unbekannten Gründen nun selbst eine Gefangene. Unser mutiger Held zögert keinen Augenblick, um der natürlich nicht so hilflosen Maid zur Hilfe zu eilen und so nimmt diese Geschichte ihren Lauf. Das ungleiche Paar wird anschließend vom örtlichen Widerstand, den Karmesinkrähen, eingespannt und soll im Verlauf des ersten Kapitels das Schloss Glanymed stürmen, wo sich der Herrscher dieses Reiches aufhält - die „wilde Bestie" Balseph. Während sich die beiden vom ersten Schreck erholen, sich ausrüsten, die Lage sondieren und mehr über die Hintergründe des renäisch-dahnäischen Krieges erfahren, werden wir seicht in die Spielmechaniken eingeführt.

Ehe wir den fiesen Baron auf seinem feurigen Thron stellen, kämpft man etwa drei Stunden lang gegen Wölfe, Wespen, Gürteltiere, ein paar Golems und renäische Wachen. Die Gegner bewegen sich alle in Echtzeit durch die Welt und sobald der Echtzeitkampf beginnt, reihen wir Angriffe und aktive Fähigkeiten aneinander. Timing spielt in Tales of Arise eine nicht unwesentliche Rolle, denn wir sollten versuchen, feindlichen Angriffen auszuweichen, wann immer es geht. Nach einem perfekten Ausweichmanöver können wir einen Konter anwenden und Gegner dadurch ins Wanken bringen. Unsere aktiven und die passiven Partymitglieder aktivieren auf unseren Befehl hin bestimmte Spezialattacken, die uns ebenfalls unterstützen.

Es wirkt anfangs ein bisschen so, als wäre das Kampfsystem sehr bestrafend, doch die Level-Skalierung hebelt möglichen Schwierigkeitsspitzen zumindest zu Beginn des Spiels noch ganz gut aus. Wer viel grindet - und das ist in Tales-of-Spielen natürlich ebenfalls ein Thema - der kann sich sehr mächtige passive und aktive Fähigkeiten zulegen. Diese sogenannte Spirit Arts verbessern sich übrigens auch durch Benutzung, sprich wenn ihr sie häufig im Kampf einsetzt. Zusätzliche Talentbäume werden verfügbar, sobald bestimmte Bedingungen erreicht („Nutze Attacke X, um fliegende Feinde 25 Mal aus der Luft zu holen") oder Neben-Quests abgeschlossen wurden. Schaltet ihr alle Fertigkeiten eines der vielen kleinen Skilltrees frei, erhaltet ihr sogar einen Abschlussbonus. Da ihr den Computer dazu ermutigen könnt, bestimmte Verhaltensweisen an den Tag zu legen, solltet ihr die aktive Kontrolle eurer Spielfigur regelmäßig ändern, um die verschiedenen Fortschritte eures Kaders aktiv zu verfolgen.

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Obwohl Bandai Namco größere Gebiete mit kleinen Geheimnissen und Abzweigungen erarbeitet hat, die zu Erkundungstouren anspornen, würde ich Tales of Arise als lineare Erfahrung beschreiben. Abseits des Weges findet man Schatztruhen, ab und zu auch ein kosmetisches Sammelobjekt (ihr könnt nämlich das Erscheinungsbild eurer Spielfiguren anpassen) oder einen übertrieben starken End-Game-Gegner, den man sich sicher erst nach vielen, vielen Spielstunden vorknöpfen können wird. Das Königreich von Calaglia ist zu Beginn des Spiels zwar kaum mehr als ein trostloser Ort voller brennender Steine in der Wüste, doch selbst dieser Schauplatz bietet bereits einige sehr schöne Vistas, die einen interessanten Kontrast zur bergigen Landschaft aufzeigen.

Was ich bislang von Tales of Arise gesehen habe, wirkt vielversprechend, wenn auch etwas bekannt. Gefechte gegen herausforderndere Feinde setzen mehr Taktik und Spielgefühl voraus, als es zunächst den Anschein erweckt. Mit Nebenbeschäftigungen konnte ich bisher nicht wirklich interagieren, dafür habe ich umso mehr Zeit darauf verwendet, mir anzuhören, wie die NPCs die Veränderungen um sich herum einfangen. Besonders gespannt bin ich auf die Entwicklung unserer zentralen Helden, denn zwischen der etwas verdatterten Eisenmaske und seiner stichelnden Prinzessin gibt es eine gewisse Dynamik, die Bandai Namco gezielt einzufangen versucht. Im Hintergrund wartet eine fantastische Welt voller Magie auf uns, die wir bändigen und beherrschen müssen, um den Krieg zwischen Dahna und Rena zu beenden. Klingt doch nach einem guten Ausgangspunkt für ein weiteres, episches Tales-of-Abenteuer, oder?

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