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Super Mario Galaxy 2

Super Mario Galaxy 2

Super Mario Galaxy 2 kommt früher als geplant, am 11. Juni. Wir durften auf dem Nintendo Media Summit in London bereits mit Mario acht neue Galaxien erkunden. Und haben dabei einen alten Bekannten getroffen.

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Kurz vor knapp klappt es doch noch. Draußen warten schon die Kollegen auf den Shuttlebus zum Flughafen, aber ich kann mich nicht losreißen. Das verfluchte Level muss doch machbar sein. Und ist es dann auch! Mit einem letzten, nervösen Sprung hüpft Mario in den goldenen Stern hinein, der am Ende der Flip-Swap Galaxy leuchtet. Nach bestimmt 20 Versuchen. Der nette Nintendo-Engländer neben mir jubelt: "Brother, I told you, you need to mix it up. Fast, slow, fast." Recht hat er. Gemeinsam haben wir das Level entschlüsselt. Nur die richtige Mischung aus Tempo und Kontrolle bringt in dieser Mario-Galaxy den Sieg. 3:04 Sekunden. Nicht so schlecht. Rundenzeitenjagd einmal anders, im 3D Jump'n'Run Super Mario Galaxy 2.

In vier Minuten müssen in der Flip-Swap Galaxy 100 braune Münzen gesammelt werden. Die liegen auf roten und blauen Plattformen, die entweder da sind oder nicht. Ein Schütteln der Wiimote ändert ihren Aggregatzustand von existent zu nicht existent, so dass man von einer Plattform wegspringen und dann sofort schütteln muss, damit die andere, rettende Plattform auftaucht. Anfangs ist das noch überschaubar. Aber wenn mit der Zeit umher schwebende Strombarrieren und Bomben dazu kommen, wird es schnell hektisch. Ein simples Prinzip eigentlich, aber passgenau ins Super Mario-Universum eingearbeitet.

Spielbar waren auf dem Nintendo Media Summit acht Galaxien, in denen sich einige Neuheiten versteckten. Am wichtigsten ist sicherlich ein kleines, weiß-grünes Ei. Haut Mario es kaputt, springt ein kleiner grüner Drache raus, von dessen Rücken aus Mario nun die Galaxien erobert. Yoshi hat einige erstaunliche Fähigkeiten. Wenn wir mit der Wiimote auf etwas zielen, reicht ein Druck auf die B-Taste und Yoshi lässt die Zunge schnalzen. Im Level Hightail Falls futtert er sich eine Pfefferschote rein, deren unglaubliche Schärfe Yoshi in den Sprintmodus versetzt. Leichtfüßig rennt er vorher unbezwingbare Anhöhen hoch oder fliegt Quarterpipes in der Vertikalen entlang wie ein Skateboarder ohne Skateboard. Die Pfefferpuste sollte Yoshi dabei allerdings nicht ausgehen. Dann nämlich stürzen er und sein Reiter ins Bodenlose, was auch in Super Mario Galaxy 2 einen Neustart des Levels zur Folge hat.

Super Mario Galaxy 2
Yoshi hat eine Blimp-Frucht gefuttert und ist plötzlich aufgeblasen. So schwebt der nun blau eingefäbrte Drache höheren Ebenen entgegen.

In der Tall Trunk Galaxy holt sich Yoshi hellblaue Blimp-Früchte mit seiner langen Zunge ins Maul. Die blasen den Drachen von innen auf, so dass er wie ein mit Helium gefüllter Ballon los schwebt. Wie viel Luft aus Yoshi entweicht ist dosierbar, indem wir ihn zwingen, die Luft anzuhalten. So schwebt Yoshi von Ast zu Ast und füllt immer wieder mit neuen Früchten nach. Später sollen Gegner bewusst versuchen, den armen Drachen zum Platzen zu bringen, was die ohnehin etwas schwerfällige Angelegenheit noch deutlich verkomplizieren dürfte.

Mit seiner Zunge kann Yoshi auch einfliegende Bomb-omb-Raketen abfangen, einsaugen und an ihren Absender zurückschicken. Auch Glaskuppeln lassen sich sprengen. Oder Yoshi klinkt sich mit einem gezielten Zungenschuss irgendwo ein und schwingt dann von Haken zu Haken durch die Galaxy. Oder er schlabbert sich an Griffen fest, um dann riesige Steine durch die Gegend ziehen. Es ist auf jeden Fall bereits nach wenigen Minuten mit Yoshi deutlich, dass seine Rückkehr eine große Bereicherung für Super Mario Galaxy 2 ist.

Auch Mario selbst kann was Neues. Auf manchen Planeten liegt eine Bohrerspitze herum, auf die Mario ähnlich wie auf Yoshi aufsteigt. Wenn Mario den Bohrer reitet, kann er sich quer durch den Planeten bohren oder sogar in deren Innerstes hinein. Markierungen zeigen auf der Oberfläche an, wo eine Grabung sinnvoll ist, etwa um sonst unerreichbare 1up-Pilze einzukassieren. Es ist wieder eine dieser eigentlich schlichten Ideen, die sich aber so hundertprozentig in das existierende Spielprinzip einfügen, dass man glaubt, sie sei schon immer dabei gewesen. Auch beim Bekämpfen eines lästigen Roboter-Endgegners ist der Bohrer sehr hilfreich.

Super Mario Galaxy 2
Supermassive heißt diese Galaxy, in der alles arg überdimensioniert ist. Mario hat aber keine Angst vor großen Goombas, sein patentierter Wirbelangriff streckt sie locker nieder.

Immer dabei gewesen ist allerdings auch ein Stichwort für Kritik. Trotz der allesamt überzeugenden Innovationen im Detail und der von Nintendo versprochenen zu 100 Prozent komplett neuen Level bleibt Super Mario Galaxy 2 eine Fortsetzung. Substanziell ist das Game nicht neu. Immer noch geht es um Planeten und die Befreiung von Sternen, ganz nach dem gleichen Muster wie im ersten Teil. Die Grafik wirkt zwar etwas besser und schärfer, aber der Riesensprung ist es nicht. Allerdings war bereits der Vorgänger ausgesprochen hübsch.

Super Mario Galaxy 2 wird ein tolles Spiel, das ist bereits jetzt trotzdem klar. Am stärksten ist das Spiel wieder darin, mit unserer Wahrnehmung der Perspektiven und Dimensionen zu spielen. In der Upside Dizzy Galaxy etwa läuft Mario abwechselnd auf dem Kopf und normal herum, je nachdem, wohin die Pfeile der Flächen gerade hinzeigen. Das wirkt auf den ersten Blick einfach, aber die stetig wechselnde Gravitation macht einem echt zu schaffen. Das Gehirn ist einfach nicht daran gewöhnt, ein Jump'n'Run auf dem Kopf stehend zu spielen. Aber auch an dieser Stelle verfolgt Nintendo gekonnt die schlaue Strategie, das alles nicht zu kompliziert zu machen, ohne dabei die Herausforderung zu vernachlässigen.

Dass Super Mario Galaxy 2 ein tolles Spiel wird, ist übrigens keine Einzelmeinung. Auf dem Media Summit musste man Schlange stehen, um es spielen zu können. Schlange stehen für den Klempner, obwohl nur einige Journalisten aus diversen europäischen Ländern in London waren. Auf der Bühne des Clubs, in dem die Veranstaltung stattfand, hatte Nintendo vier Reihen Fernseher und davor schneeweiße Barcelona-Chairs aufgebaut, um den wichtigsten eigenen Titel zu präsentieren. 20 Minuten hatte jeder, dann wurde man höflich aber bestimmt aufgefordert, Platz für die Wartenden zu machen. Nicht wenige haben sich gleich wieder hinten angestellt. Und fast jeder im Verlauf des Tages mindestens noch einmal.

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KRITIK. Von Jonas Elfving

Ein Spiel so albern lustig, als ob man von hinten auf einen Einkaufswagen springt und ein paar Meter durch den Supermarkt rollt.



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