Skip to main content
Hardware

Steelseries Siberia v2 Frost Blue Headset

Was wir beim Zocken auf den Ohren tragen, soll nicht immer nur eine Funktion haben, sondern manchmal auch auffallen.
Martin Eiser Aktualisiert 1 März 2013

Frost Blue ist die wahrscheinlich schönste Farbkombination, die man sich derzeit für ein Gerät wünscht.

Anforderungen an einen Kopfhörer sind individuell. Manche hören viel Musik, andere brauchen ein gutes Headset beim Zocken. Die einen wollen etwas Transportables, während natürlich die Leistung und Qualität nicht leiden soll. Und neben dem praktischen Nutzen gibt es natürlich noch einen ästhetischen Anspruch. Steelseries hat versucht, das alles unter einen Hut zu bekommen. Vor allem beim Design punktet der Hersteller. Obwohl alles nur Plastik ist, schaut das schneeweiße Headset sehr edel aus.

Grundsätzlich gleicht es aber natürlich der bekannten Siberia-Serie. Das Headset ist relativ leicht und durch das angenehme Kopfband und die lederbezogenen Polster an den Hörern sitzt es ziemlich gut und stört auch nach längerer Zeit nicht. Nur für große Köpfe ist es nicht geeignet. Die Ohrmuscheln dämpfen etwas Lärm aus der Umgebung ab, doch leider handelt es sich um die klassische runde Version. Die ist nicht für jedes Ohr geeignet und leisten damit nicht bei allen Köpfen die gewünschte Funktion. Schade, dass dieses moderne Headset nicht dem aktuellen Trend passgenauer Kopfhörer folgt.

In den Kopfhörern versteckt ist ein ausziehbares Mikrofon. Das ist ziemlich praktisch, zumal das Verbindunsstück auch noch biegsam ist. Außerdem unterstützt das Mikro hardwareseitig eine Geräuschreduktion. Umgebungslärm wird isoliert und weitgehend ausgeblendet. Die Stimme klingt dabei vielleicht nicht originalgetreu, aber tatsächlich viel sauberer und klarer. Am Kopfhörerkabel ist außerdem nicht nur ein Lautstärkeregler angebracht, sondern auch eine Taste, um das Mikrofon schnell stumm schalten zu können. Das Kabel ist etwa einen Meter lang, ein stabiles Verlängerungskabel mit der Länge von zwei Metern liegt aber bei.

Praktisch ist, dass die Kopfhörer mit ihrer eigenen Soundkarte auskommen. Weniger praktisch ist aber, dass der Klang ausschließlich über die interne USB-Soundkarte übertragen wird. Wer nur ein billige Onboard-Soundkarte hat, freut sich, aber dafür muss immer ein konfigurierbares Gerät mit USB-Anschluss verfügbar sein, um das Headset zu unterstützen. Es kann dadurch beispielsweise nicht an Playstation 3 und Xbox 360 genutzt werden. Und die Kompatibilität fordert ein weiteres Opfer. Das Steelseries Siberia v2 Frost Blue Headset unterstützt zwar grundsätzlich auch den Mac, aber es fehlt Software, um den Equalizer und die LED-Leuchten anzupassen.

Mit dem Equalizer können wir den Ton an verschiedene Funktionen anpassen und sogar eigene Einstellungen speichern, um die Ausgabe zum Beispiel für unterschiedliche Spiele zu individualisieren. Der Klang ist ansonsten bei Spielen gut, bei Musik aber beispielsweise nur mäßig. Dafür sind diese Kopfhörer eher nicht gebaut. Außerdem steuern wir über die Software die große Besonderheit der Frost Blue-Edition. Im linken und rechten Ohrhörer sind frostig blaue LEDs verbaut, deren Intensität und Leuchtfrequenz sich einstellen lässt. Außerdem können wir das Leuchten mit dem Klang synchronisieren. Das aber eben alles nur via Windows PC.

Das Steelseries Siberia v2 Frost Blue Headset sieht wunderschön aus. Frost Blue ist die wahrscheinlich schönste Farbkombination, die man sich derzeit für ein Gerät wünscht. Das wunderbare LED-Licht werden wir aber wohl selbst nie bewundern können. Dennoch hat das Headset auch seine Schwachpunkte. Nur über USB betrieben werden zu können, schränkt die Anwendungsgebiete ein. Und zwar ist das Material der Ohrhörer angenehm und das Mikrofon ist sicher eine Stärke, aber bei der Ergonomie hat man sich zu wenig Gedanken gemacht. Für 120 Euro gibt es mittlerweile sogar schon brauchbare, kabellose Lösungen.

Zusätzliche Wertungen

Aussehen
9 / 10
Preis
6 / 10
Qualität
8 / 10
Funktionalität
8 / 10
Vollständiges Profil 13.607 veröffentlichte Artikel
Warum Gamereactor vertrauen
23 Ausgaben Jede mit eigener Redaktion und eigenen Wertungen.
1998 Erscheint seit Durchgehend unabhängig geführt.
100% Selbst gespielt Geschrieben aus Zeit mit dem Spiel, nie aus Pressematerial.
1–10 Netzwerk-Wertung Die Wertung jeder Ausgabe, gemittelt und ausgewiesen.