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Splinter Cell: Conviction

Splinter Cell: Conviction

Nach einem kompletten Remake ist Sam Fisher im Herbst diesen Jahres endlich bereit für ein kolossales Comeback. Und es sieht so aus, als würde dies ein Actionabenteuer werden, das deutlich besser als der Durchschnitt ist.

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Splinter Cell: Conviction ist ein Projekt, das mit Problemen kämpfen musste. Auf der unternehmenseigenen Messe Ubidays 2007 wurde ein Sam Fisher mit ungepflegter Gesichtsbehaarung präsentiert, der sich mit Polizisten auf Straßen und Plätzen rumschlug. Aber anscheinend war Ubisoft mit diesem Spielentwurf nicht zufrieden. Anstatt den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen, wurde die Originalidee ganz und gar verworfen. Jetzt gibt es endlich wieder Informationen über die neue Ausrichtung von Splinter Cell: Conviction.

Sam hat sich verändert. Äußerlich hat er keinen ungepflegten Haarschopf und Pennerbart mehr, sondern ist viel besser in Form. Wie bereits länger klar war, ist Sam nicht mehr mit Third Echelon im Bunde. Er hat die Institution verlassen, die ihn zu dem Superagenten gemacht hat, der er früher einmal war. Nun kämpft er in einer persönlichen Mission. Dafür braucht er freie Zügel und härtere Methoden. In dieser neuen Situation muss er alle seine Fähigkeiten perfektionieren, wenn er den Mörder seiner Tochter fassen will.

Sam ist sehr, sehr wütend, sinnt gewalttätig auf Rache. Gewalttätiger als je zuvor. Das merken wir schon während der ersten Sequenzen, die wir von dem Spiel sehen dürfen. Wenn selbst echte Guantanamo-Verhörmethoden im Vergleich zu Sams Taktiken unschuldig und kindisch wirken...

In bestimmten Verhörsituationen kann Sam alle möglichen Objekte aus seiner Umgebungen benutzen, um das Ziel zu erreichen. Als Ubisoft Splinter Cell: Conviction auf der E3 präsentierte, gab es eine Sequenz zu sehen. Der Kopf des Verhör-Opfers wird in ein Klo gedrückt und dann zusammen mit dem restlichen Badezimmerinterieur zertrümmert, Spiegel inklusive. Derweil zischt Sam rum, um ein paar hilfreiche Informationen zu bekommen. Hier geht es um gute alte Prügel hoch Zwei. Keine Frage.

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Als Spieler sollen wir uns in Splinter Cell: Conviction wie das ultimative Raubtier fühlen können. Das wurde von Ubisoft während der E3-Präsentation betont. Wie früher kann Sam mit Bravour klettern, klimmen und kloppen, nur geht alles schneller und brutaler als früher. Die neue Ausgabe von Splinter Cell hat bedeutend mehr Geschwindigkeit und ist stärker auf Action ausgerichtet, als früher. Trotzdem ist es ein Splinter Cell, bei dem man ganz und gar nicht vergessen hat, was die Serie im Laufe der Jahre definiert hat. Sam fühlt sich in der Dunkelheit am wohlsten und es ist immer noch dieser Ausgangspunkt, von dem aus wir die Gegner wirklich dominieren können.

Sam besitzt eine neue Fähigkeit: Von einer geschützten Position aus können wir eine größere Anzahl Feinde und Objekte markieren, auf die wir schießen wollen. So lässt sich ein einzelner Raum prima stürmen und kurzer Prozess machen. Diese Funktion könnte das Spiel ein bisschen zu einfach und automatisiert machen. Dennoch sieht das Ganze verdammt cool und sauber umgesetzt aus. Zumal es natürlich jedem selbst überlassen ist, ob er diese Funktion ausnutzen will oder nicht. Auch was die Herangehensweise an die Levelarchitektur angeht, besteht Wahlfreiheit. Jedes Level ist ein kleiner Sandkasten, es gibt immer mehrere Wege zum Erfolg.

Was an Splinter Cell: Conviction bereits jetzt gut gefällt, ist, dass es taktisch und intelligent wirkt und gleichzeitig nur so vor heißer Action trieft. Während der Feuergefechte können wir entweder direkt aufs Ziel losgehen oder erst mal in die Dunkelheit abtaucht, um dann zu beobachten, wie der Gegner die Position untersucht, an der wir das letzte Mal sichtbar waren. Das eröffnet natürlich die Möglichkeit, dem Gegner in die Flanke zu fallen und Überraschungsattacken zu starten.

Die Grafik sieht absolut fantastisch aus, viel besser als das, was 2007 gezeigt wurde. Die Animationen sind seidig weich. Es gibt superdetaillierte Umgebungen, unglaublich schöne Lichteffekte und eine tolle Präsentation, in der der Auftrag und die Story über direkt in die Umgebungen projizierte Bilder vermittelt werden. All dies sorgte dafür, dass uns in der Redaktion kollektiv das Wasser im Munde zusammenlief.

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Splinter Cell: Conviction soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden, wahrscheinlich schon im im Herbst. Mit den umfassenden Veränderungen scheint Ubisoft das Spiel definitiv aufs richtige Gleis geführt zu haben.

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KRITIK. Von Christian Gaca

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