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      Sly Cooper: Jagd durch die Zeit

      Sly Cooper: Thieves in Time

      Neben so einigen lieblosen Fortsetzungen, die es auf der Gamescom zu sehen gab, war da auch Sly Cooper: Thieves in Time. In dieser Fortsetzung will der blaue Waschbär zusammen mit seiner Diebescrew einen neuen Coup landen. Und trotz der sechs Jahre, die seit dem direkten Vorgänger vergangen sind, überzeugt die tierische Bande einmal mehr mit spaßigen Jump'n'Run-Einlagen.

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      Die lange Wartezeit kommt nicht von ungefähr. Die ersten drei Sly-Teile stammen vom Entwickler Sucker Punch Productions - und der werkelt gerne an der Infamous-Reihe - zuletzt an Infamous 2. Sly Cooper: Thieves in Time entsteht daher im Hause Sanzaru Games, einem noch recht jungen Studio, das aber bereits mit der in HD-Grafik neu aufgelegten Sly Trilogy sein Können unter Beweis stellte. Und eben jene Erfahrung kommt der Spielschmiede zugute: Sly Coopers Abenteuer machte noch nie so einen runden Eindruck wie jetzt.

      In seinem jüngsten Auftritt ist Sly abermals auf der Suche nach dem Buch Thievus Raccoonus, der kostbaren Familienchronik, die keinesfalls in fremde Hände fallen darf. Der Wälzer ist jedoch aus unerklärlichen Gründen verschwunden. Grund genug für Sly, seine beiden Partner Murray, das Nilpferd, und Bentley, die Schildkröte, um sich zu scharen. Alle Charaktere sind übrigens spielbar.

      Unsere Präsentation startet recht früh im Spiel. Als Kulisse dient ein Level in Japan, das mit seinen zahlreichen Girlanden, Lichterketten und Dachspitzen Slys Kletterkünste strapaziert. Das geht sogar so weit, dass wir - auf einer Tempelfuge hockend - beinahe an den Wolken schnuppern. Zur Orientierung dienen der blaue Zielkompass zu unseren Füßen sowie bläulich schimmernde Pfosten, Kletterstangen und andere Umgebungsobjekte zum Interagieren - ganz so wie schon seit dem ersten Teil. Die offene Levelarchitektur ist beeindruckend und zum Ziel führen stets mehrere Routen. Welche wir wählen, liegt bei uns.

      Sly Cooper: Jagd durch die Zeit
      Man hüpft über die Dächer der Stadt, genießt dabei den Ausblick und bricht schließlich irgendwo ein - das ist so gut wie immer.
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      Was wir von den Missionen gesehen haben, unterscheidet sich kaum von den Aufträgen, wir mit den drei Kauzen bereits in den Vorgängern absolviert haben. Man hüpft über die Dächer der Stadt, genießt dabei den Ausblick und bricht schließlich irgendwo ein - am Spielprinzip hat sich nichts verändert. Selbst die auf und ab hüpfenden Sammelflaschen, die herrlich auflockernden Minispiele sowie die großen und kleinen Klunker, die wir Gegnern nebenbei aus den Taschen mopsen und anschließend im Basislager verscherbeln, sind wieder mit dabei. Neu ist hingegen die Schatzkammer, in der wir besonders wertvolle Schmuckstücke begutachten. So sieht man wenigstens, was man schon geschafft hat.

      Die Entwickler besinnen sich aber nicht nur auf Bekanntes, sondern spendieren dem Jump'n'Run mit diversen Kostümen ein frisches Spielelement. Deren Teile muss sich Sly erst mühsam zusammenklauen, trägt letztlich aber ein mächtiges Artefakt über dem Pelz. Etwa die Samurairüstung, dank der uns die Unholde fortan Respekt zollen und nicht länger piesacken. Nützlich, wenn man mal schnell von A nach B kommen möchte, ohne den Umweg über die Gemäuer zu nehmen.

      Ungeachtet dessen gibt es weitere Spielereien: Mit einer anderen Kluft sind wir imstande, die Zeit zu verlangsamen, was für einige Rätsel unumgänglich ist und vorher verschlossene Pfade öffnet. Von denen dürfen wir im fertigen Spiel eine ganze Menge erwarten. Ja, es lohnt sich sogar, mit den neuen Fähigkeiten längst abgeschlossene Welten zu durchforsten.

      Sly Cooper: Jagd durch die Zeit
      Leider wird auch dieser Teil der Serie wieder auf Koop-Schleicheinsätze verzichten.
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      Wie hilfreich die Kostüme wirklich sind, erleben wir im folgenden Bosskampf gegen einen flinken Tiger. Die Auseinandersetzung gliedert sich in mehrere Phasen und ist dramatisch inszeniert. Der Gegner schleudert Feuerbälle um sich und entzündet die angrenzenden Holzhütten, die uns schmerzvoll entgegenfliegen. Behutsam balancieren wir auf einem Stromkabel, nach einigen Hüpfeinlagen stehen wir vor der Bestie. Nun kommt unsere Samurairüstung zum Einsatz, denn das metallene Schild rettet einem im Feuersturm Kopf und Kragen. Danach widmen wir uns wieder dem Tiger, der übrigens wie jeder andere Boss eine Schwachstelle besitzt. Der folgende Kampf offenbart nichts Neues, sieht dank der hübschen Cel-Shading-Grafik aber fabelhaft aus.

      Zudem haben die Entwickler an den Animationen gearbeitet. Murray etwa reibt sich hungrig den Kugelbauch und knabbert an einem Stück Pizza, sollten wir den Controller einmal beiseite legen. Der unverkennbare Charme und die Liebe zum Detail lassen sich auch in den witzigen Dialogen erkennen. Zwar wirkt vor allem das Interface angestaubt und nostalgisch - ein Schmunzeln kann man sich dennoch nicht verkneifen. Zumal die Protagonisten erneut hervorragend vertont wurden.

      Leider wird auch Sly Cooper: Thieves in Time auf Koop-Schleicheinsätze verzichten. Wer seiner Schadenfreude freien Lauf lassen möchte, darf sich allerdings auf den regulären Multiplayer freuen. Allerdings darf man nicht zu viel erwarten - ob man nur die aus der Story bekannten Minispiele einbindet oder gänzlich neue Hüpfpassagen strickt, bleibt abzuwarten.

      Sly Cooper: Jagd durch die Zeit
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