Russische Angriffe treffen die Ukraine, während Selenskyj am Sonntag zu Gesprächen mit Trump in die Vereinigten Staaten reist
Russland startete über Nacht einen seiner größten Angriffe auf die Ukraine seit Monaten und feuerte Hunderte von Drohnen und Dutzende Raketen ab.
Russland startete über Nacht einen seiner größten Angriffe auf die Ukraine seit Monaten und feuerte Hunderte von Drohnen und Dutzende Raketen ab, gerade als Präsident Wolodymyr Selenskyj sich darauf vorbereitete, in die Vereinigten Staaten zu reisen, um mit Donald Trump über das Ende des Krieges zu sprechen.
Ukrainische Behörden gaben an, dass bei dem Angriff, der sich gegen Kiew und andere Regionen im Land richtete, etwa 500 Drohnen und 40 Raketen eingesetzt wurden. Mindestens zwei Menschen wurden getötet und 46 verletzt, darunter zwei Kinder. Explosionen waren stundenlang in der Hauptstadt zu hören, und Luftalarme dauerten fast zehn Stunden.
Die Streiks legten Strom und Heizung lahmzulegen
Die Streiks legten bei eisigen Temperaturen Strom und Heizung in großen Teilen Kiews lahm. Die Behörden gaben an, dass etwa 600.000 Haushalte den Strom verloren hatten, während etwa ein Drittel der Stadt ohne Heizung blieb. Energieanlagen im ganzen Land wurden ebenfalls beschädigt.
Selenskyj sagte, der Angriff zeige, wie Russland auf die von Washington geführten Friedensbemühungen reagiere. Er reist am Sonntag zu einem Treffen mit Trump nach Florida, das er als entscheidend bezeichnete. Die Gespräche sollen sich auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine konzentrieren und darauf, wie Gebiet im Falle eines Kampfstopps gehandhabt wird.
Der Angriff hatte auch Folgewirkungen über die Ukraine hinaus
Das Ausmaß des Angriffs hatte auch Folgewirkungen über die Ukraine hinaus. Polen schloss vorsichtshalber vorübergehend zwei Flughäfen in der Nähe seiner östlichen Grenze, doch die Flüge wurden später wieder aufgenommen.
Die Verhandlungen bleiben schwierig. Die Kontrolle über Gebiete im Osten der Ukraine, insbesondere in der Region Donezk, und die Zukunft des von Russland besetzten Kernkraftwerks Saporischschja sind große Streitpunkte. Selenskyj sagte, ein von den USA unterstützter 20-Punkte-Friedensplan stehe kurz vor der Fertigstellung, betonte jedoch, dass starke, langfristige Sicherheitsgarantien unerlässlich seien.