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Resident Evil 2

Resident Evil 2

Mit cleveren Rätseln, einer hochwertigen Technik und neuen Inhalten bereitet sich Capcom darauf vor, Resident Evil 2 von den Toten zurückzuholen.

Das erste Resident Evil hat damals das Horror-Genre definiert, indem es sehr wirkungsvolle Richtlinien aufstellte, die bis zum heutigen Tage greifen: Der Protagonist ist verwundbar, die Hilfsmittel begrenzt und die Gefahr allgegenwärtig. Resident Evil 2 setzte dieses Konzept 1998 gnadenlos und überaus erfolgreich fort. Anfang 2019 nun veröffentlicht Capcom exakt dieses Spiel als aufwendiges Remake erneut.

Das zweite Resident Evil spielt einige Wochen nach dem ersten Teil und gibt uns mehrere Spielfiguren an die Hand. Alle Spielfiguren erzählen ihre Perspektive der schrecklichen Tragödie, die in Raccoon City ausbrach. Gewisse Dinge erleben wir deshalb zeitgleich oder parallel zueinander. Der junge Polizist Leon will zum Beispiel seine Stadt beschützen und herausfinden, was der Grund für dieses Massaker ist, das die Bewohner infiziert und in groteske Monster verwandelt. Die Geheimagentin Ada weiß über die Hintergründe des Vorfalls Bescheid und versucht im entstandenen Chaos, das Umbrella-Unternehmen zu infiltrieren, um einen Wirkstoff gegen das T-Virus zu besorgen. Claire ist aus persönlicher Motivation nach Raccoon City gekommen und wird auf ihrer Suche in diese Geschehnisse verwickelt.

Gleich vorweg: Die abschreckende "Panzer"-Steuerung aus dem Original ist einer modernen Third-Person-Perspektive gewichen, die sich butterweich spielt und uns noch immer in Angst und Schrecken versetzt. Wie umfangreich die sonstigen Neuerungen im Vergleich zum Original ausfallen, das hat uns der Publisher diese Woche in Berlin demonstriert und uns vier Stunden lang bekannte und gänzlich neue Abschnitte mit verschiedenen Spielfiguren anspielen lassen. Zuerst haben wir Leon gesteuert, der in Begleitung der mysteriösen Agentin Ada eine Wissenschaftlerin verfolgt.

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Leons Abschnitt war aufregend und brutal, es geht aber sicher auch ruhiger zu.

Die beiden Abschnitte finden verhältnismäßig früh im Spiel statt und halten einige sehr unangenehme Überraschungen für uns bereit. Leon musste die verheerenden Konsequenzen des T-Virus auf biologische Organismen zum Beispiel aus nächster Nähe miterleben. Ada, die wir ebenfalls selbst spielen dürfen, ist im Umgang mit Zombies viel raffinierter und vertraut darauf, potentielle Gefahren von vornherein zu umgehen. Sie verfügt zudem über ein Gerät, das Stromquellen umleitet, was uns Zugang zu einer Untergrundfabrik gewährt. Diese Umgebungspuzzle eskalieren allerdings sehr schnell, da wir es schon bald mit dem mächtigen Tyrant zu tun bekommen - einem ikonischen, nahezu unverwundbaren Feind.

Diesem Widersacher ist Claire im zweiten spielbaren, erheblich umfangreicheren Gebiet ebenfalls ausgeliefert. Wir folgen ihrem Handlungsstrang, seitdem sie das Polizeibüro von Raccoon City betreten hat. Im Keller der Tiefgarage treffen wir auf gräßlich entstellte Monster und die gefürchteten Licker aus dem ersten Spiel. Auf der Suche nach einer Schlüsselkarte begeben wir uns in einen großflächigen, mehrstöckigen Gebäudekomplex, in dem wir verschiedenste Rätsel lösen müssen.

Unser Überlebensinstinkt wird in diesem Abschnitt auf eine harte Probe gestellt, denn das gesamte Areal ist von Untoten bevölkert. Da wir sehr genau auf die Umgebung achten müssen und trotz begrenztem Inventarplatz keines der wichtigen Items vergessen dürfen, ist die Navigation umso schwieriger. Komplett irre wird dieses Schema, sobald der oben erwähnte Tyrant ins Spiel kommt und uns unaufhörlich verfolgt.

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Adas Level war direkt viel ruhiger, was Spielraum für seichte Rätseleinlagen ließ.

Eine spannende Funktion (die mit Kopfhörern noch deutlich besser wird) übernimmt hierbei die Soundkulisse, die in Panik gerät und sich in immer schrilleren Tönen verliert, je näher uns der gigantische Zombie kommt. Zudem hören wir ständig sein schweres Stampfen in der Nähe, während das Geschöpf unsere Fährte aufnimmt. Der Tyrant folgt keinem vorherbestimmten Pfad und das Spiel sorgt dafür, dass er uns nie lange in Ruhe lässt. Darum muss Claire ständig auf der Flucht durch das teilweise zerfallene Gebäude sein.

Sollte uns das Ungetüm doch erreichen, bedeutet das (zumindest auf dem normalen Schwierigkeitsgrad) nicht das sofortige Spielende. Mehr als zwei seiner Schläge hält die gute Claire zwar nicht aus, aber wir können ihn uns mit Waffengewalt vom Leib halten. Es ist sogar möglich, diesen Feind temporär auszuschalten, allerdings ist das mit erheblichem (Munitions-)Aufwand verbunden. Und komplett einstellen wird der Tyrant seine Suche nicht.

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Resident Evil 2Resident Evil 2
Mit Claire durch die Polizeistation zu wandern war intensiv, vor allem wenn dieser Grobian in der Nähe war.

Wie unglaublich stressig die akribische Suche nach Gegenständen und Ressourcen in etlichen, verschachtelten Räumen wird, die zudem noch eigene Gefahren und Fallen für uns bereithalten, ist kaum zu beschreiben. Ärgerlich wird es immer dann, wenn man stirbt, neu laden muss und Fortschritte verliert. Denn da wir ständig herumgescheucht werden (und Gebiete dadurch teilweise mehrfach durchlaufen) sowie ständig unter Zeitdruck stehen, bleiben bedeutende Dinge, die wir vielleicht in einem früheren Versuch entdeckt haben, beim nächsten Mal eventuell unentdeckt.

Zum Abschluss des Tages haben wir dann noch einen einzigen, sehr spannenden Ausblick auf etwas komplett Neues bekommen: Wir werden in die Rolle des jungen Mädchens Sherry schlüpfen, die in einem komplett neuen Level "Orphanage" eine bisher nicht dagewesene Facette von Resident Evil 2 preisgibt. Dieser Abschnitt ist in Claires Geschichte nahtlos eingebunden, und verdeutlicht, in welchem Maße Capcom das alte Survival-Spiel umfassend modernisiert. Resident Evil 2 Remake ist kein banaler Textur-Port für leistungsstärkere Hardware. Die Entwickler versuchen, den Titel von damals in modernem Gewand auferstehen zu lassen und gleichzeitig neue Inhalte sinnvoll einzubinden.

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