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Ratchet & Clank: Nexus

Ratchet & Clank: Into the Nexus

Ratchet & Clank geht in eine neue Runde und liefert ein Abenteuer, das den Charme vergangener Tage neu entdeckt. Wir haben die erste halbe Stunde gespielt.

Man muss kein Genie sein, um zu wissen, warum sie bei Insomniac Games das Bedürfnis hatten, dem dynamischen Duo Ratchet & Clank eine neue Richtung zu geben. Mit der Future-Trilogie stellten die Entwickler sicher, dass drei Jahre hintereinander der Serie ein neues Kapitel hinzugefügt wurde. Sie überschätzen dabei aber bei weitem ihren eigenen Einfallsreichtum und das Interesse der Spieler.

Je weniger Worte man außerdem über die Nebentitel Ratchet & Clank: All 4 One und Ratchet & Clank: Q Force verliert, desto besser - aber immerhin lieferten sich auch ein paar gute Elemente. Mit ihrem völligen Mangel an Verständnis dafür, was die Serie so unterhaltsam gemacht hatte, fand man einen völlig neuen Ansatz und ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, mit einem traditionellen Ratchet- Abenteuer mehr Spaß gehabt zu haben.

Unsere Vorschau-Version von Ratchet & Clank: Into the Nexus ist dennoch ganz anders als erwartet. Wir werden an eine Geschichte herangeführt, die im Vergleich zu den vorherigen Spielen ungewöhnlich düster und schwermütig daher kommt. Es dauert nicht lange, da muss man sich schon von bekannten Charakteren verabschieden. Ratchet zeigt sich dabei von einer Seite, die eher an den intergalaktischen Soldaten Master Chief erinnert als an den stets bereiten und abenteuerlustigen Lombax.

Ratchet & Clank: NexusRatchet & Clank: Nexus
Wie vom Entwickler versprochen präsentiert sich das Gameplay als Mix aus Jump'n'Run und Shooter, aufgefüllt mit jeder Menge neuen Rätselelementen.

Für einen Moment fürchte ich schon, dass sie bei Insomniac beschlossen haben, ihr Comic-artiges Universum langweilig obskur und erwachsen zu gestalten, wie es im Moment viele Regisseure mit jeder Art von Superheld in den Kinos veranstalten. Die erfahrenen Entwickler scheinen aber ziemlich glücklich darüber zu sein, dass sie die Kontrolle über die weitere Entwicklung haben und der Humor ist deshalb in vertrauter Weise noch immer ein großer Bestandteil des Abenteuers.

Die nicht ganz so furchterregenden Feinde von Thugs 4 Hire, die aus einer Gruppe Alligator-ähnlicher Tech-Soldaten mit britischem Akzent und Walnüssen zwischen den Ohren bestehen, sind eine Bande missverstandener Persönlichkeiten, die ihre Pläne für das Leben gern jedem aufbinden, der bereit ist, zuzuhören. Daneben gibt es reichlich lustige Gespräche zwischen Ratchet, Clank und Quark.

Wie vom Entwickler versprochen präsentiert sich das Gameplay als Mix aus Jump'n'Run und Shooter, aufgefüllt mit jeder Menge neuen Rätselelementen. Über die möchte ich aber eigentlich nicht zu viel verraten, nur so viel: Es geht um Paralleluniversen, die Zugang zu neuen Rätseln verschaffen.

Ratchet & Clank: Nexus
Jede Waffe steigt in ihrem Level, während wir sie benutzen - aber auch nur dann. Man muss sich als entscheiden...

Clank wurde mit einem Radar-System ausgestattet, das es ihm ermöglicht, Rift Cracks zu öffnen, die ihn in eine Art 2D-Jump'n'Run versetzen, in dem die Gravitation mit dem rechten Analog-Stick gesteuert wird. Doch nicht nur Crank wird durch die Gravitationsanpassungen beeinflusst. Um Feinden zu entkommen, müssen wir deshalb sowohl Geschicklichkeit wie Reflexe beweisen, um bestimmte Aufgaben zu absolvieren.

In der Rolle von Ratchet geht es eher ums Schießen, das nun stärker in den Vordergrund gerückt wurde. Das heißt aber nicht, dass sich nichts geändert hat. Der Waffennachschub in der ersten Phase des Spiels ist alles andere als flüssig im Vergleich zu den vorherigen Titeln. Die Entscheidung ist so aber wohl bewusst getroffen worden.

Jede Waffe steigt in ihrem Level, während wir sie benutzen - aber auch nur dann. Viel wichtiger ist aber, dass es nun ausschweifendere Fähigkeitenbäume als früher gibt. Wir entscheiden selbst, in welche Richtung sich der Baum entwickelt. Dabei sollte man allerdings ein bisschen vorausschauend arbeiten, denn freigeschaltete Fertigkeiten schalten wiederum Geheimnisse und neue Optionen frei. Bevor wir aber die einzelnen Fähigkeiten der Waffe entdecken können, müssen wir fleißig Raritanium sammeln. Weil davon nicht gerade Unmengen herumliegen, gilt es mehr als je zuvor zu entscheiden, welche Waffe wir verbessern wollen und welche Knarren auf der Strecke bleiben.

Nach der halbstündigen Session mit Ratchet & Clank: Into the Nexus habe ich keine Zweifel mehr daran, dass Insomniac Games die Essenz der Serie neu entdeckt haben. Die vielen verschiedenen Rätselelemente wirken stimmig und sind herausfordernd. Für frischen Wind sorgt auch, dass wir bei der Wahl der Waffen und ihrer Verbesserung mehr gefordert werden. Mit anderen Worten: das Konzept funktioniert. Es ist so, als hätten Galaxisretter Lombax und seine Freunde endlich die Fortsetzung bekommen, auf die sie (und wir) schon seit dem wunderbaren Ratchet & Clank: A Crack in Time gewartet haben. Da fällt es umso schwerer, noch bis zum 13. November zu warten. Dann nämlich erst erscheint das Adventure bei uns.

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