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Persona 4: Arena

Persona 4: Arena

Hardcore-Prügelspiel trifft auf Nerdcore-Rollenspiel. Und das Beste ist, dass dieses Ergebnis eine echte Bereicherung für die Spielelandschaft sein könnte.

  • Martin Eiser

Die Persona-Serie ist in Europa nicht unbedingt besonders bekannt. Als Spinoff zur Shin Megami Tensei-Reihe hat man zwar einige sehr treue Anhänger, aber im Grunde bleibt das Thema eines für die Nische. Es geht in Persona um eine Gruppe von Jugendlichen, welche die Fähigkeit haben, Teile ihrer Persönlichkeit - auch genannt Personas - heraufzubeschwören. Gerade die letzten beiden Spiele leben stark von der Handlung und ihrem Erzählstil. Im letzten Jahr wurden Persona 4 sogar als Anime in Japan veröffentlicht.

Obwohl Persona 4, der beliebteste und auch letzte Teil der Serie, bereits vier Jahre her ist, tut man sich schwer mit der Fortsetzung. Atlus will es eben richtig machen. Und daher kam wohl auch die Idee, den Anhängern neues Futter zu geben, ohne bezüglich des bereits angekündigten fünften Teils unnötig Druck zu machen. Der japanische Entwickler arbeitet dafür eng mit dem persönlichen Liebling Arc System Works zusammen, die sich etwa mit der Guilty Gear- und der BlazBlue-Serie im großen Prügelspiel-Himmel ein Denkmal gesetzt haben.

Es gibt nur wenige Entwickler, die sich so sehr den Beat'em Up verschrieben haben. Arc System Works bietet bei den Spielmechaniken eine ungeheure Tiefe, auch wenn die Zahl der Kämpfer gering sein sollte. Zudem wird ihr Online-Modus sehr gelobt, auch wenn beim Japan-Start des Spiels in dieser Woche einige Probleme aufgetreten sind. Die Jungs haben es wirklich drauf und haben daher ihre Stärken mit denen von Atlus zusammengetan. Einfache Arbeitsteilung: Von Arc System Works stammt die Spielmechanik und die Animationen für die Charaktere. Atlus hat die Handlung, Zwischensequenzen und den Stil geliefert.

Persona 4: Arena
Durch die Handlung treffen erstmals Charaktere von Persona 3 und Persona 4 aufeinander.

Persona 4: Arena ist hinsichtlich der Handlung eher wie eine Fortsetzung zu verstehen und spielt zwei Monate nach den Ereignissen in Shin Megami Tensei: Persona 4. Dort sind Jugendliche um Mitternacht über ein bestimmtes Fernsehprogramm verschwunden. Dieser Kanal soll nun wieder in Betrieb sein - allerdings läuft dort nur die Werbung für einen Arenakampf. Wir können uns also in etwa ausmalen, wohin das Ganze führt. Überraschend ist aber, dass nicht nur Figuren aus Persona 4, sondern auch aus Persona 3 im Spiel auftauchen werden.

Der Kampf funktioniert nun so, dass elf Charaktere der Serie und ein brandneuer an nachempfundenen Orten gegeneinander kämpfen. Die Spielmechanik funktioniert wie in einem 2D-Prügler und jeder Charakter hat als Unterstützung einen Persona, der in Combos eingeflochten werden kann. Aus Persona 4 sind in spielbarer Form mit an Bord: Yu Narukami, Yosuke Hanamura, Chie Satonaka, Yukiko Amagi, Kanji Tatsumi, Naoto Shirogane und Teddie. Dazu kommen Aigis, Mitsuru Kirijo, Akihiko Sanada und Elizabeth. Neu mit dabei ist das Roboter-Mädchen Labrys und zudem gibt es weitere bekannte, aber eben nichtspielbare Figuren.

Die Steuerung wurde versucht möglichst einsteigerfreundlich zu gestalten und gewisse Kombos lassen sich auch automatisiert ausführen. Das ist ein Kompromiss an das Persona-Publikum, das nicht zwangsläufig auch Prügelspiele mögen muss. Allerdings sollten sich Beat'em Up-Anhänger nicht sofort wegen eines faulen Kompromisses echauffieren. Der Anspruch von Arc System Works war es ein zugängliches Spiel abzuliefern, dass aber am Ende trotzdem die bekannte Tiefe bietet.

Von den vier Aktions-Tasten sind jeweils zwei für unseren Charakter und zwei für eingreifende Handlungen durch den Persona vorgesehen. Persona-Attacken sind mächtig, aber brauchen auch mehr Zeit um ausgeführt zu werden und können daher unterbrochen werden. Es gibt außerdem eine Burst-Leiste, welche sich im Spielverlauf füllt und die für bestimmte Spezialattacken nötig ist. Besonders fies ist die Attacke Mortal Blows, die es unter ganz bestimmten Voraussetzungen möglich macht, den Gegner einfach direkt aus dem Kampf zu kegeln.

Hat ein Charakter nur noch ein Drittel oder weniger seiner Energie zur Verfügung, wechselt er in einen besonderen Zustand. In diesem wird die Burst-Leiste für Spezialattacken um 50 Prozent erhöht. Außerdem kassieren wir für Treffer weniger Schaden und können zudem ein oder zwei besondere Attacken ausführen. Die Duelle bleiben so bis zum Ende immer spannend.

Persona 4: Arena
Das Prügelspiel sind fantastisch aus und bietet zugängliche Spielmechaniken, aber auch erstaunlich viel Tiefe.

Hintergrund ist, dass es grundsätzlich auch Einsteigern möglich sein soll, den Story-Modus zu beenden. Dieser ist daher auch etwas weniger fordernd. Wettmachen will der Entwickler dies mit den zusätzlichen Modi im Spiel - dazu gehören etwa der Score-Attack- und der Challenge-Modus. Die sollen auch die Profis richtig herausfordern, aber auch für Interessierte an das Genre heranführen. Denn die wirklich interessanten Kombos bestehen natürlich nicht nur aus ein paar Tasten, sondern sind kleine Symphonien auf dem Gamepad.

Wer sich darauf einlässt, wird merken, wie er mit der Zeit immer besser wird. Und die echte Herausforderung wartet dann ohnehin gegen einen menschlichen Gegner - offline oder online. Hier hat Arc System Works bisher immer gute Arbeit geleistet. Der Japan-Start des Spiels lief nicht ganz reibungslos, aber ein Patch ist bereits in Arbeit.

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