Merz sagt zu Rubio: Selbst die USA "können nicht allein gehen" in einer neuen Ära der Machtrivalität | Münchner Sicherheitskonferenz
Merz wechselte ins Englische, um die US-Delegation direkt anzusprechen, und argumentierte, dass die NATO für beide Seiten des Atlantiks einen Wettbewerbsvorteil darstelle.
Bundeskanzler Friedrich Merz überbrachte Washington auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine gezielte Botschaft und warnte, dass "in der Ära der Großmachtenrivalität selbst die Vereinigten Staaten nicht mächtig genug sein werden, allein zurechtzukommen." Merz wechselte ins Englische, um die US-Delegation direkt anzusprechen, argumentierte, dass die NATO für beide Seiten des Atlantiks ein Wettbewerbsvorteil sei, und forderte erneuertes Vertrauen zwischen Europa und Amerika als Nachkriegsglobalisierung Ordnung steht unter Druck.
Merz sagte, die Weltordnung, "wie wir sie kennen, existiere nicht mehr" und räumte ein, dass Europa das, was er als eine "selbstverschuldete" Abhängigkeit von den USA bezeichnete, korrigieren müsse. Er versprach, die europäische Säule der NATO zu stärken, betonte dabei gleichzeitig die Solidarität mit Dänemark angesichts der US-Rhetorik über Grönland. Gleichzeitig warnte er, dass Russland die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine noch nicht ernst meine, und sagte, der Konflikt werde erst enden, wenn Moskau keinen weiteren Vorteil darin sehe, ihn fortzusetzen.
Seine Äußerungen kommen vor einer wichtigen Rede des US-Außenministers Marco Rubio, während die Spannungen über Verteidigungsausgaben, Handel und Washingtons langfristiges Engagement für Europa schwelen. Da die Führungskräfte alles von der Ukraine bis zu globalen Handelsregeln diskutieren, entwickelt sich das diesjährige Münchner Treffen zu einem entscheidenden Moment für das transatlantische Bündnis und dafür, wie sich beide Seiten an eine zunehmend fragmentierte geopolitische Landschaft anpassen...
