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Mass Effect 2

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Commander Shepard hat bis jetzt überlebt. Aber wir können ihn vielleicht doch noch ins Grab bringen. Jedenfalls dann, wenn wir die Karten in Mass Effect 2 falsch ausspielen.

  • Bengt Lemme

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Das Original von Mass Effect war ein Unikat. Es hatte Fehler (unvergessen: mit dem Mako über die Berge fahren), aber insgesamt zeigte es sehr deutlich, wo die Zukunft von Rollenspielen mit starker Actionkomponente und tiefer Story liegt.

Als Mass Effect zur X05 in Amsterdam angekündigt wurde, hatte es bereits etwas mit dem glücklosen Too Human von Silicon Knights gemeinsam. Beide wurden nämlich eher arrogant als Trilogien angekündigt. Während bezweifelt werden darf, dass es von Too Human je einen zweiten Teil auf der Xbox 360 oder einer anderen Plattform geben wird, ist es eine sichere Bank zu behaupten, dass Mass Effect 2 als mittleres Kapitel der Saga von Mr. Shepard für Furore sorgen wird. Als "Das Imperium schlägt zurück" der Mass Effect-Trilogie sozusagen.

Bevor ich das Original spielte, habe ich den Roman Mass Effect: Die Offenbarung gelesen. Und nun bereits Mass Effect: Der Aufstieg verschlungen, in ungeduldiger Erwartung der Fortsetzung. Der erste Roman gab uns die Hintergründe zur Geschichte von John Anderson und fügte viel Tiefe zur Story des Spiels hinzu. Hoffentlich wird der zweite Roman auf eine ähnliche Weise mit dem fertigen Spiel korrespondieren.

Das Universum ist jedenfalls vom üblen Reaper Sovereign befreit. Wir könnten glauben, alles sei prima und Commander Shepard schlürft einen Asari-Cocktail (mit Regenschirm) auf einem exotischen Ferien-Planeten. Ist aber nicht der Fall. Stattdessen taucht eine mysteriöse Bedrohung gegen die Menschheit zwei Jahre nach dem Angriff auf die Citadel auf. Menschliche Kolonisten werden aus ihren Häusern in weit entfernten Kolonien entführt und niemand weiß, was diese Bedrohung gegen die Menschheit überhaupt ist. Könnte es mit dem Reaper zu tun haben? Gibt es eine Art unheilvolle antimenschliche Tagesordnung? Sind es vielleicht die mysteriösen Sammler aus dem zweiten Roman? Uns wird an diesem Punkt nichts erzählt, außer das Commander Shepard eine Mannschaft von Elitesoldaten versammeln muss, um auf einer letzten Selbstmordmission die Menschheit zu retten.

Der erste Trailer von Mass Effect 2 deutete an, dass Shepard getötet wird. Während er anfangs noch quicklebendig ist, können wir also während der Kampagne aus selbiger wirklich ein Selbstmordkommando machen, an dessen Ende Commander Shepard stirbt. Oder wir retten den tapferen Recken. Unsere Wahl, denn wie schon im ersten Teil ist sehr viel möglich, und die eigenen Handlungen in Mass Effect 2 werden natürlich auch Auswirkungen auf den dritten Teil haben. Aber wollen wir uns lieber nicht selbst links überholen, bevor wir den zweiten Teil überhaupt gespielt haben.

Während der E3-Präsentation wurde uns ein Blick auf eine Mission gewährt, in der Shepard versucht, den Drell-Assassin Thane zu rekrutieren (eine neue Rasse in Mass Effect 2). Der Plan lautet, ihn abzufangen, weil Thane versucht, einen alten Bekannten von Shepard auszuradieren. Neben den Drell haben Bioware auch Information über die Vorcha veröffentlicht, eine primitive und äußerst aggressive Rasse, die Shepard und seinem Team auf ihrer Reise bestimmt mehrmals ordentlich einheizen werden.

Eine interessante Szene, die Teil der Präsentation war, zeigte eine völlig zerstörte SSV Normandie, während Shepard und seine Mannschaft das kollabierende Schiff verlassen. War es eine mögliche Wendung der Ereignisse? War das das Ende des Commanders? Es gab keine erhellenden Infos zu diesen Fragen. Aber es ist klar, dass dieses mittlere Kapitel unser Vorwissen über das Mass Effect-Universum und Commander Shepard ziemlich durchschütteln wird.

Während das Kampfsystem von Mass Effect eine Weile brauchte, um es zu verinnerlichen, war es am Ende doch unglaublich ausgereift. Das Verwenden von Biotik-Talenten, um Feinde in die Luft zu befördern und dann abzuknallen, hat nie seinen Reiz verloren. Die Steuerung war jedoch ein bisschen hakelig und hat sich einigen grundlegenden Prinzipien von Actionspielen vehement entgegen gestemmt.

Besonders diesen Punkt will Bioware in der Fortsetzung ausmerzen. Die Steuerung wird direkter, ein Volltreffer ist einfach ein Volltreffer und zwar genau dort, wohin wir gezielt haben. Wir können das Spiel immer noch temporär pausieren, um eine gute Übersicht der Situation zu bekommen und die Spezialangriffe zu definieren. Aber Bioware flirten am Ende doch sher offensichtlich mit den an Action interessierten Zockern.

Mass Effect 2 ist wahrscheinlich das Spiel, was ich mir dieses Jahr am meisten herbeiwünsche. Nicht nur, weil ich mehr über die Geschichte erfahren will, sondern auch wegen all der neuen Optionen und Verbesserungen, die Bioware einbauen will, besonders in puncto Erforschung und Kampf. Ich habe das Original echt einige Male durchgespielt. Der Gedanke, Shepard auszurotten, um die Mission zu erfüllen oder eben alles zu tun, um ihn zu retten, wird mich zwingen, die Fortsetzung mindestens zweimal zu spielen. Und das ist vermutlich ein sehr guter Zwang...

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