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Killzone: Shadow Fall

Killzone: Shadow Fall

Unsere Anspielsession war kurz, aber lang genug, um uns einen Vorgeschmack auf den kommenden Launchtitel für die Playstation 4 zu geben. Wir haben ordentlich Vorfreude getankt.

  • Mike Holmes

Wer mit der Hintergrundgeschichte nicht vertraut ist, für den fassen wir kurz die relevanten Ereignisse zusammen. Dreißig Jahre sind seit dem letzten Krieg mit den Helghast vergangen. Nachdem deren Planet zerstört wurde, zogen sie kurzerhand zu ihrem Nachbarvolk, den Vektan. Nun trennt eine gigantische Mauer innerhalb der Stadt beide Parteien. Bisher konnte der zerbrechliche Frieden erhalten werden. Doch schon die ersten Minuten der Demo-Version auf der Playstation 4 machen klar: Mit dem Frieden ist es vorbei. Die Helghast gehen mal wieder in die Offensive und es herrscht wieder Krieg.

Urbane Umgebungen bekommen wir während unserer Anspielzeit leider nicht zu sehen. Stattdessen werden wir gleich ein paar Level später ins Spiel geworfen. Einen Kontext zum Geschehen auf dem Bildschirm gibt es nicht. Freundlich werden wir nur darauf hingewiesen dieses oder jenes zu tun, hier und dort hinzugehen. Nicht dass uns das stören würde, denn heute geht es nicht um die Geschichte von Killzone: Shadow Fall - dafür wird später noch genug Zeit sein. Heute geht es für Guerilla Games einzig und allein darum, die grundsätzlichen Spielmechaniken vorzustellen. Und diesem Zweck wird das heutige Event alle mal gerecht.

Killzone: Shadow FallKillzone: Shadow Fall
Urbane Umgebungen bekommen wir während unserer Anspielzeit leider nicht zu sehen, aber hübsch sind sie trotzdem.

Das erste, was wir davon zu sehen bekommen, ist OWL. Hinter der sperrigen Abkürzung verbirgt sich ein fliegender Roboter-Freund, der eine Vielzahl taktischer Optionen bietet, während wir uns unseren Weg durch die verschiedenen Gebiete bahnen. Der Zugriff erfolgt über das Touchpad des Playstation 4-Controllers. Obwohl man sich daran erst einmal gewöhnen muss, wird das Streichen über die Touchpad-Oberfläche ziemlich schnell intuitiv und kinderleicht.

Wir finden uns auf einer Plattform wieder. Unter uns grunzt ein Helghast einen anderen an - Ja, sie scheinen nur drauf zu warten, von uns aufgemischt zu werden. Statt aber aus der Ferne zu zuschlagen, nutzen wir unseren neu gewonnenen Roboter-Gehilfen, um uns an einer Leine nach unten gleiten zu lassen. Von der aus sollen wir unseren neuen "Dead from Above" also "Tod von Oben"-Move ausprobieren. Leider verpatzen wir das ziemlich. Entgegen des eigentlichen Plans landen wir hinter dem Soldaten und führen lediglich einen Nahkampfangriff aus. Das Ergebnis ist vielleicht nicht ganz so beeindruckend, aber auch nicht minder effektiv.

Später im Spiel werden wir uns von allen erhöhten Positionen abseilen können. Und zwar ganz einfach indem wir von rechts nach links über das Touchpad streifen. Dann erscheint ein durchsichtiges Symbol. Das ziehen wir zu jedem beliebigen Ort in unserer Reichweite und schon wird es weiß. Ein kurzes Tippen auf L2 genügt nun, um die Action ins Rollen zu bringen und uns auf den Weg nach unten in den Kampf zu schicken.

Killzone: Shadow Fall
Wir werden uns von allen erhöhten Positionen abseilen können, um beim Angriff ein Überraschungsmoment nutzen zu können.

Klar, ist das nicht die einzige Neuerung, an die wir heute herangeführt werden. Der OWL hat vier unterschiedliche Funktionen. Die offensichtlichste - und vermutlich auch meistgenutzte - ist die Attacken-Option. In dem wir unsere Drohne zu einer Position schicken, lenken wir unsere Gegner zunächst von vorn ab und verschaffen uns so selbst genügend Zeit, um uns von der Seite an unser Opfer anzuschleichen.

Für eine frontalere Attacke steht uns ein Schild zur Verfügung, das ansausende Projektile blockt. Es ist nicht gerade dezent, aber effektiv. Um ehrlich zu sein, waren die gegnerischen Angriffe aber nie so heftig, dass es den Einsatz des Schildes gerechtfertigt hätte. Sicherlich hätten wir es klüger und damit sinnvoller einsetzen können. Im späteren Verlauf des Spiels wird es uns bestimmt noch ziemlich nützlich sein.

Der OWL kann Schaden einstecken; aufgefüllt wird seine Gesundheit aber nur auf unserem Rücken. Wir sollten uns den Einsatz des kleinen Kumpels deshalb gut überlegen und nicht zu sehr auf die Unterstützungsoptionen verlassen. Deswegen sollen die restlichen Optionen aber nicht unerwähnt bleiben. Mit Hilfe der Drohnen lassen sich nämlich auch Fallen entschärfen und Alarme deaktivieren.

Killzone: Shadow Fall
Wir haben eine Roboter-Helfer, aber wer sich zu sehr auf seine Einsatzmittel verlässt, ist am Ende verlassen.

Weitere nützliche Neuerungen finden sich auf dem Steuerkreuz. Es gibt einen Scanner, der von Gegnern in unserer Nähe ein Wärmebild zeichnet. Das Drücken und Halten der Hoch-Taste sendet dafür einen Impuls aus, der die Helghast aufspürt. Allerdings führt der all zu Lange Einsatz dazu, dass wir dem Feind unsere eigene Position verraten. Wieder gilt: Wer sich zu sehr auf seine Einsatzmittel verlässt, ist am Ende verlassen. Finden wir uns dann in einer brenzligen Situation wieder, verhilft der Druck auf die Unten-Taste zu einem Gesundheitsschub. Inklusive gibt noch ein bisschen Adrenalin oben drauf, das die Zeit verlangsamt und uns deshalb präzise Schüsse ermöglicht.

Das Schnellfeuergewehr, das wir heute benutzen, hat ein Alternativ-Feature. Wird das ausgewählt, verwandelt sich unser Kampfwerkzeug in eine mächtige Ein-Schuss-Waffe. Allerdings muss die erst geladen werden, bevor wir feuern. Der beste Weg, um einen Angriff zu beginnen, ist deshalb, einen ordentlich Schuss auf den stärksten Gegner abzugeben und dann zum Schnellfeuer zu wechseln, um die restlichen Soldaten zu beseitigen.

Wir müssen eine Menge neue Eindrücke während dieser Demo verarbeiten. Und trotzdem sind wir mehr als beeindruckt. Es gibt eine große Bandbreite taktischer Optionen auf dem Schlachtfeld. Wir können unsere Umgebungen nutzen, um Fallen auszuweichen oder wir springen auf Plattformen, um von dort aus Manöver auszuführen. Am Ende wird es aber auf das weitere Level-Design ankommen. Wenn es Guerrilla gelingt, Schauplätze zu kreieren, die es diesen Features ermöglicht, sich voll und ganz zu entfalten, dann könnte Killzone: Shadow Fall ein richtig, richtig guter Shooter werden.

Killzone: Shadow Fall
Es scheint ein großartiger Launchtitel für die Playstation 4 zu werden, wenn die neuen Features konsequent genutzt werden.

Die bisherigen Umgebungen sind zumindest vielversprechend. Nicht gerade überragend im Vergleich zu dem, was wir derzeit auf dem PC bewundern können, aber der Schritt nach vorne für die Konsole ist beachtlich. Es gibt sogar Partikel-Effekte auf dem Bildschirm. Nach einem Schuss mit dem Scharfschützengewehr beispielsweise schweben kleine Aschepartikel durch die Luft. Auch die Details im Blätterwerk und den Strukturen sind beeindruckend. Das besondere Etwas verleiht dem gezeigten Level der ein oder andere tolle Blickfang - wie eine riesige Statue und ein Unfallort, von dem noch aus der Ferne Rauch aufsteigt. Wir hatten heute oft die Gelegenheit, die neuen Tricks und Kniffe von Killzone: Shadow Fall auszutesten und zwar auf unterschiedlichen Untergründen, Strukturen, Plattformen und Umgebungen.

Killzone: Shadow Fall scheint ein großartiger Launchtitel für die Playstation 4 zu werden. Es sieht großartig aus, es gibt viele Möglichkeiten und die neuen Features wurden wunderbar mit dem neuen Controller verbunden. Und eine kleine Randnotiz: Der neue Dualshock 4 fühlt sich unserer Meinung sogar noch wesentlich besser an als der Vorgänger. Wir werden noch ein Weilchen warten müssen, bis wir endlich unsere Hände an den fertigen Titel legen können. Die kurze aber knackige Zeit, die wir heute mit Killzone: Shadow Fall verbracht haben, macht aber schon jetzt neugierig auf mehr. Der November kann kommen.

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