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Gods Eater Burst

Gods Eater Burst

Monster jagen ist immer gut. Eine einfache Lebensweisheit, die in diesem PSP-exklusiven Action-RPG potenziert wird. Denn das Leben als Teil der Anti-Aragami-Punitive-Force bringt viele gesellschaftliche Vorteile mit sich, wird mir versprochen. Na denn, umso besser.

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Doch ohne Leid kein Preis. Zuerst wird mir ein Armband ans Handgelenk geschweißt, um fortan die Waffe konstant mit merkwürdigen Orakelzellen und damit mit Energie zu versorgen. Die Waffe verschmilzt mit mir, dem ersten New-Type Gods Eater. Dann gibt's bereits den unvermeidlichen Moment eines japanischen Rollenspiels: die dominante Frau mit den großen Brüsten kommt. Sie heißt Tsubaki Amamiya und ist meine Anweiserin. Ich lerne, dass ich in der Fenrir Far East Branch gelandet bin. Deren Chef heißt Johannes van Schicksal, der hier im Auftrag der Fenrir Corporation das Aegis-Projekt leitet. Hach, diese lustigen, folkloristischen Deutsch-Interpretationen der Japaner. Ich sag' nur Eric der Vogelweid...

Herr Schicksal erklärt derweil mein Schicksal. Ich darf fortan Aragami jagen, erlegen und Materialien sammeln, um das Aegis-Projekt zu unterstützen und die Menschheit zu retten. Meine Prinzessin biegt später auch noch die Ecke, natürlich. Die Aragami bestehen komplett aus Orakelzellen und sind sehr anpassungsfähige und angriffslustige Monster. Alles was sie essen, können sie auch verkörpern. Und sie werden mit jedem Bissen schlauer.

Bereits im ersten Kampf wird deutlich, dass Gods Eater Burst ein Spiel über Waffen ist, übertrieben große Waffen. Aus den Schwerter kann sogar im Kampf ein Monster entfacht werden, das den Gegner anknabbert und dabei Items aus ihm herausfrisst. Echt hübsch gemacht ist das, und auch die Monster sind optisch gelungen, vor allem die größeren. Dazu gesellen sich diverse Angriffskombinationen mit Schwerter und Schusswaffen, die sich wiederum in Nah, Mittel und Fernangriffe aufteilen. Genau das wird man dann auch die meiste Zeit machen: Monster suchen, angreifen und erlegen - in ziemlich übersichtlichen Levels. Dort finden sich übrigens auch seltene Gegenstände, die verführerisch schon von weitem wie Edelsteine flunkern.

Gods Eater Burst
Aus den Schwerter kann im Kampf ein Monster entfacht werden, das den Gegner anknabbert und dabei Items aus ihm herausfrisst

Gods Eater Burst wird als Antwort von Namco Bandia auf die vor allem in Japan extrem populäre Monster Hunter-Serie des konkurrenten Capcom gehandelt. Passt ziemlich gut. Ein bisschen Phantasy Star Online steckt auch noch drin, weil man meist zu viert auf die Jagd geht. In der Solokampagne übernehmen CPU-gesteuerte Mitspieler diese Nebenrollen. Je nach deren Ausrichtung greifen sie im Nahkampf mit an oder unterstützen den Angriff mit Heilzaubern oder Schüssen aus dem Hinterhalt. Im Onlinemodus können bis zu vier reale Spieler gemeinsam loslegen. Immer gilt: Die Angriffe aller vier Kämpfer mit Schusswaffen sind über gemeinsame Link-Attacken kombinierbar.

Das Kampfsystem ist oberflächlich betrachtet trotzdem relativ schlicht. Ein klassisches Action-RPG eben, das aber ohne stupides Kloppen und Ballern auskommt, denn die Gegner reagieren sensibel auf Angriffe ihrer diversen Körperteile mit bestimmten Waffentypen. So lassen sich selbst mächtige Gegner mit der richtigen Strategie einigermaßen schnell in die Knie zwingen. Wer nur kloppt, braucht dagegen meist eine ganze Weile. Ein bisschen langatmig wird's mit der Zeit schon, da die Gegnervielfalt relativ gering ist. Aber über 100 Missionen sind für so einige Stunden Monsterjagd gut. Die sind für alle Ungeduldigen deutlich sichtbar in storyrelevante und freie Missionen getrennt.

Gods Eater Burst
Teamwork ist der Schlüssel zum Erfolg, vor allem um größere Aragami zu erlegen.

Ziemlich nervig ist leider die Kamera geraten, die kommt nämlich nicht immer mit den Aktionen des Kämpfers mit. Zwar lässt sie sich jederzeit per Knopfdruck hinter dem Helden zentrieren, aber übersichtlich ist anders. Überhaupt hat die Steuerung so ihre kleinen Problemchen mit den vielen Funktionen. Das Heilen mit Pillen aus dem Inventory wird in der Hektik des Gefechts zur absurden Fingerübung. Weil die Waffen so riesig sind, werden sie natürlich schnell unhandlich im Kampf. Dadurch bleibt häufiger das Gefühl, mit den monströsen Schwertern daneben zu schlagen.

Schlichtheit ist ohnehin nicht die größte Stärke des Spiels. In den Menüs verirrt man sich aus ähnlichen Gründen und ähnlich leicht wie ein europäisches Landei in Tokio: nicht wegen der Unübersichtlichkeit, sondern wegen der Fülle an Möglichkeiten. Items sammeln, umlagern und in den Kampfrucksack packen. Die Ausrüstung umrüsten, aufrüsten oder gleich neue Waffen bauen aus den gefundenen und den Monster entrissenen Gegenständen.

Oder die Kugeln für die Schusswaffen selbst bauen. Einstellbar sind neben Art der Kugel (Feuer, Eis, Blitz, Technik, Heilen) auch deren horizontale und vertikale Flugbahn. So lassen sich wirklich interessante Nah- und Fernkampfwaffen basteln. Zum Glück darf die gebastelte Kugel in einem Echtzeittest vor dem Bezahlen ausprobiert werden - manchmal sind die Resultate der teils wenig erhellenden Beschreibungen nämlich ziemlich ungewöhnlich. Wer will, findet eine mit Textwüsten gefüllte Datenbank über jeden Stein der fernen Welt.

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