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EA Sports UFC

EA Sports UFC

Wir haben den MMA-verrückten Thomas das neue EA Sports UFC auschecken lassen. Der Experte äußert viel Kritik, freut sich aber trotzdem auf die Next-Gen-Prügeleien.

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EA Sports UFC ist das erste Kampfspiel des Videospielgiganten mit der offiziellen Lizenz im Rücken. Die UFC-Jungs haben für die Ultimate Fighting Championships jahrelang mit THQ zusammengearbeitet, waren aber rechtzeitig vor dem Bankrott des US-Publishers mit EA ins Bett gehüpft. Die hatten mit EA Sports MMA kurz vorher einen veritablen Flop abgeliefert, vom Thema Kampfsport aber nicht genug.

Wir durften nun EA Sports UFC erstmals auschecken und stellen fest: Es ist ein Erlebnis der komplexeren Art und Weise, selbst für einen Fan von Mixed Martial Arts. Die Sportart wird in Europa nach und nach beliebter. Seit die Brüder Lorenzo und Frank Fertita aus Las Vegas und ihr Kumpel Dana White die Marke 2001 gekauft hatten, wurden immer mehr Regeln implementiert, um die wilden Prügeleien zu einem echten Sport zu machen. Seither wurde die UFC mit derart viel Leidenschaft vermarktet, dass die Popularität des Sports plötzlich explodierte.

Diese Leidenschaft, die als Brennstoff für die UFC-Popularität gedient hat, sie lodert auch in Creative Director Brian Hayes, der uns das neue Spiel präsentiert. Man merkt es schnell, denn quasi sofort befinde ich mich mit dem Entwickler mitten in einer hitzig geführten Diskussion darüber, ob Jon Jones bei den UFC 165 gegen den Schweden Alexander Gustafsson zu recht gewonnen hat.

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Man merkt, dass die Entwickler sich auf die Erfahrungen mit der Fight Night-Reihe verlassen können.

Genau diesen Kampf kriegen ich auch als Einstieg in die Spielsession serviert. Ich habe Dutzende Stunden mit den UFC Undisputed-Spielen von THQ und mit dem schlimmen EA Sports MMA verbracht - aber das hier spielt sich offenkundig anders. Die vier Tasten auf der Vorderseite des Controllers sind jeweils einem Arm und einem Bein zugeordnet, während die Kraft sowie der Winkel der Schläge und Tritte mit dem linken Analog-Stick und Schultertasten definiert werden. Alle Griffe und die Schlacht im Clinch werden mit dem rechten Analog-Stick gesteuert und kann zusätzlich mit den Schultertasten beeinflusst werden.

Ein bisschen überraschend, als ich zum ersten Mal das Katz-und-Maus-Puzzle sehe, das sie als System für die Submissions gewählt haben. Wir sehen eine Art kleines Achteck, in dem wir mit dem Analogpad eine von vier Richtungen anklicken, die dann der verteidigende Spieler vorhersagen muss, um sie zu verteidigen. Es ist ehrlich gesagt eine etwas seltsame Art und Weise, optisch eine Submission darzustellen. Der Kampf zwischen den beiden Spielern ist in der realen Version gekennzeichnet dadurch, dass ein Fehler den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Aktion und mehrere Sekunden sinnloser Anstrengung bedeutet.

Beim Kämpfen im Stehen ist das Erlebnis gelungener. Man merkt, dass die Entwickler sich auf die Erfahrungen mit der Fight Night-Reihe verlassen können. Jedem Spieler ist ein deutlich spürbares Gewicht zugeordnet, so dass jeder Schlag und Tritt sehr glaubwürdig rüberkommt. Umgekehrt scheint es aber nicht so zu sein, als ob die Mechanik für die räumliche Bewegung der Spieler schon verbessert bzw. angepasst wurde, obwohl es sich ja jetzt nicht mehr um ein Boxspiel handelt. Weil es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, in einem UFC-Match anzugreifen, sind die Kämpfe deutlich mehr auf Bewegung und angelegt. Aber EA Sports UFC scheint sich darauf fokussieren zu wollen, zwei Athleten beim Kampf in einer Telefonzelle zu zeigen, die versuchen, sich gegenseitig zu schlagen.

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Die Optik überzeugt, jeder Kämpfer scheint in der Tat ein individuelles Projekt für die Entwickler zu sein.

Hayes hat uns wiederholt darauf hingewiesen, dass sie es wirklich darauf angelegt haben, die vielen UFC-Kämpfer bis ins letzte Detail korrekt zu reproduzieren. Mit der Kraft der neuen Konsolen sehen wir jetzt selbst die Muskeln unter der Haut in Bewegung. Besonders eindrucksvoll ist das in der Zeitlupe gelungen. Es scheint echt so zu sein, als ob sie nicht einfach paar Charakter-Modelle genommen haben, die dann jeweils für eine Gruppe von Kämpfern benutzt wurden. Stattdessen scheint jeder Kämpfer in der Tat ein individuelles Projekt für die Entwickler zu sein, die den Detailgrad sichtbar erheblich erhöht haben.

Ich habe wenig Zweifel, dass Brian Hayes und sein Team wirklich die Absicht haben, das beste UFC-Spiel zu machen. Es ist eindeutig viel Leidenschaft selbst in dieser frühen Version spürbar. Aber es sieht auch aus wie ein Spiel, das noch lange nicht fertig ist, obwohl es der Plan ist, es noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Gleichzeitig spürt man auch, dass die Entwicklungszeit ein bisschen gequetscht wirkt, weil doch einige Elemente bei EA Sports MMA ausgeliehen wurden, auch wenn diese natürlich stark modernisiert wurden.

Als MMA-Fan habe ich mir in der Vergangenheit mehrfach die Hände verbrannt bei der Suche nach einem Spiel, das eine einigermaßen spielbare Version des Sports liefert. Vielleicht gehe ich deshalb extrakritisch mit EA Sports UFC ins Gericht. Es ist eine frühe Version, klar. Darum bleibt es trotz der vielen Mängel an der Steuerung eines der Spiele, auf das ich mich wirklich freue in diesem Jahr.

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