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Dragon Ball Z: Kakarot

Dragon Ball Z: Kakarot - in Stockholm angespielt

Wir waren in Stockholm, um die ersten drei Stunden des kommenden Dragon-Ball-Z-Action-Rollenspiels zu spielen.

Es ist schon eine Weile her, dass uns Akira Toriyama Son Goku und seine Freunde vorgestellt hat, dennoch ist Dragon Ball noch immer eine Marke, die in der Populärkultur eine wichtige Rolle spielt. Dank der neuen Filme und der Anime-Reihe Dragon Ball Super hat das Franchise in den letzten Jahren eine kleine Renaissance erlebt, die die Marke sowohl für neue als auch für alte Fans (wieder-)aufblühen ließ.

Dragon Ball und Videospiele sind seit den Anfängen Hand in Hand gegangen. Mehr als 70 Games brachte Toriyamas Universum bereits auf Heimkonsolen hervor, begonnen hat das alles auf dem guten alten NES. Viele neue Titel versuchen sich an neuen Geschichten (Dragon Ball Xenoverse) oder sind herausragende 2D-Kampfspiele (Dragon Ball FighterZ), doch es ist eine Weile her, seit wir das letzte Mal strikt der Vorlage gefolgt sind. Das ist etwas, was Bandai Namco nun nachholen möchte, weshalb Mitte nächsten Monats Dragon Ball Z: Kakarot veröffentlicht wird. Das Spiel soll Gokus Geschichte im Stil eines Videospiels (neu) erlebbar machen.

Interessant an Dragon Ball Z: Kakarot ist, dass es ein RPG ist und nicht in erster Linie ein Brawler (obwohl wir hier immer noch von Dragon Ball sprechen und da wird nun einmal viel gekämpft). Das Spiel bietet eine offene Welt, in der wir nach Haupt- und Nebenquests suchen und uns währenddessen frei über die Weltkarte bewegen. Die zentrale Geschichte wird sich größtenteils an der etablierten Dragon-Ball-Z-Rahmenhandlung orientieren, aber es gibt viele Details, die zwischen den Szenen erzählt werden können. Es ist also etwas, das das Spiel sowohl für alte als auch für neue Fans interessant machen könnte.

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Das Spiel soll als Einstiegspunkt für diejenigen dienen, die mit der ursprünglichen Geschichte von Dragon Ball Z noch nicht vertraut sind. Wer schon immer neugierig war, worum es in den mehreren hundert Folgen des Anime oder alternativ in den 42 Manga ging, sollte in den kommenden Wochen nach diesem Spiel Ausschau halten. Der Titel wird den gesamten Handlungsstrang nacherzählen, begonnen bei der Einführung von Gokus Sohn Gohan kurz bevor die letzten Saiyajin die Erde angreifen, bis hin zum ultimativen Kampf gegen Majin Buu. Wir können nicht genau sagen, wie lange das Spiel dauert, doch nach etwa drei Stunden waren wir beim Kampf zwischen Nappa und Vegeta. Wir gehen deshalb davon aus, dass das Spiel mindestens 25 bis 30 Stunden solides Gameplay bieten dürfte - je nachdem, wie viel Zeit ihr in die Nebenaktivitäten steckt (aber nagelt mich nicht daran fest).

Apropos Nebenmissionen: Laut Bandai Namco ist Akira Toriyama selbst an der Entwicklung neuer Materialien und Charaktere für das Spiel beteiligt gewesen, was für alte Fans eine wichtige Neuigkeit sein dürfte. Wir sollten jedoch keine literarischen Meisterwerke erwarten, denn was wir diesbezüglich in den ersten drei Stunden gesehen haben, gehörte zur alten Schule: Wir mussten unseren Freunden nur dabei helfen, jemanden oder etwas in den Hintern zu treten. Einige der Nebenquests geben hingegen Hinweise auf die bevorstehenden Hauptereignisse oder verleihen einer bekannten Wendung zusätzlichen Kontext. Abseits der Nebenaufgaben kämpfen wir gegen wilde Monster und böse Roboter oder zerstören die verbleibenden Festungen der bösen Red-Ribbon-Armee. Manchmal können wir sogar einen härteren Gegner mit höherem Level bekämpfen, was weitere, modifizierte Gegner auf der Karte erscheinen lässt.

Dragon Ball Z: Kakarot beinhaltet Nebenaktivitäten, wie Kochen oder Angeln. Mit Goku gemütlich am Teich zu stehen ist lustiger, als es sich vielleicht anhört. Fans der allerersten Comic- und Manga-Episode (aus der ursprünglichen Dragon-Ball-Reihe) können sich vielleicht noch daran erinnern, wie Goku als Kind mit seinem Schwanz gefischt hat - eine Fähigkeit, die er natürlich an seinen Sohn weiterreichen möchte. Doch da Goku keinen Affenschwanz mehr hat, muss er kreativ werden, um Gohan diese nützliche Technik beizubringen. Bulma erfindet dafür einen Prothesenschwanz, mit dem wir uns als Angler versuchen dürfen. Es ist seltsam, absurd und wunderbar lächerlich, dem muskulösen Goku dabei zuzusehen, wie er seinen Schwanz ins Wasser taucht und mit dem Hintern Leviathan-große Monsterfische anlockt.

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Das neue Dragon-Ball-RPG spiel wie gesagt in einer offenen Welt, in der wir fliegen oder mit diversen Vehikeln aus der Serie (wie zum Beispiel der Nimbus-Wolke von Goku) reisen. Die Umgebung revolutioniert diese Art von Spiel nicht, auch weil uns zu Beginn des Abenteuers noch viele Fähigkeiten fehlen, doch die ersten drei Stunden waren für uns zumindest nicht langweilig. Die Einführung der Open-World- und RPG-Mechaniken fühlte sich nach einer netten Abwechslung für die Dragon-Ball-Spiele an: Es macht Spaß, die offenen Bereiche zu erkunden, denn überall sticht das unverwechselbare Toriyama-Design hervor. Verschiedene Arten von kreativen und seltsamen Wesen finden wir überall, obwohl die Welt auf dem ersten Blick etwas leer erscheint - es gibt trotzdem eben viel Raum für aufregende Auftritte und Aktivitäten. Natürlich müssen wir das finale Spiel abwarten, um sagen zu können, ob die Welt mehr zu bieten hat, als man auf dem ersten Blick erkennt.

Die stärkste Karte, die Dragon Ball Z: Kakarot ausspielen kann, ist die Tatsache, dass es sich um ein Dragon-Ball-Spiel handelt. Wenn man Erinnerungen an den Original-Anime hat, braucht es nur den Eröffnungsbildschirm und den Titelsong "Cha-La Head Cha-La", der aus den Lautsprechern tönt, bevor ein breites Grinsen einsetzt. Es ist ein Vergnügen, die klassische Geschichte und die alten Charaktere noch einmal zu sehen. Selbst wenn man bereits weiß, wie die Erzählung abläuft.

Alles ist in einem visuellen Stil verpackt, der das ursprüngliche Toriyama-Design hervorhebt, obwohl das Spiel anscheinend die gleiche Grafik-Engine verwendet, die Bandai Namco für die meisten ihrer aktuellen Anime-Spiele verwendet. Es kann sich durchaus behaupten, doch Dragon Quest XI hat uns deutlich lebendiger gezeigt, wie schön Toriyamas Stil auf dem Videospielbildschirm aussehen kann. Trotzdem läuft das Spiel reibungslos und ohne Probleme, was bereits ein gutes Zeichen für die bevorstehende Veröffentlichung ist. Die actiongeladenen Zwischensequenzen bringen das Beste aus der Engine zum Vorschein und schaffen einige schöne Momente aus dem Anime.

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Wenn man Dragon Ball auf die Grundlagen reduziert, wird es immer nur um die Kämpfe gehen. Extrem starke Kämpfer, die schneller fliegen als das Auge, hauen sich ihre unfassbare Power um die Ohren - das wird nie langweilig. Bandai Namco kennt dieses Gebiet mittlerweile und deshalb scheint sich auch Kakarot nicht wesentlich von den früheren, dreidimensionalen Iterationen der Dragon-Ball-Spiele zu unterscheiden. Wir kämpfen in der Luft, blocken mit speziellen Tasten feindliche Angriffe ab, führen Ausweichmanöver aus und lassen Explosionen auf den Feind niederregnen, wenn wir unser inneres Ki kanalisieren. Wer die linke Schultertaste gedrückt hält, lädt Spezialangriffe auf, die wir im Verlauf der Geschichte und bei der Erkundung der Spielwelt Zugriff erhalten. Während der Geschichte unterstützen uns manchmal Teamkollegen, die wir mit der rechten Schultertaste herbeirufen dürfen. Das System scheint auf dem ersten Blick einfach zu sein, erfordert jedoch eine Menge Aufmerksamkeit. Die richtigen Bewegungen zur richtigen Zeit auszuführen ist besonders wichtig bei den Bosskämpfen, die sich als ziemliche Herausforderung erwiesen haben.

Dieses Spiel ist die meiste Zeit von 2019 unter unserem Radar geflogen, doch im Januar wird Dragon Ball Z: Kakarot das sein, was Anime-Fans am meisten beschäftigt. Es könnte das perfekte Spiel für alte und neue Fans sein, vor allem wenn ihr die klassische Geschichte erleben wollt. Die Open-World-Struktur macht die Serie zugänglicher als die Prügelspiele, die wir in den letzten Jahren gesehen haben. Alte Fans wie wir können ein freudiges Wiedersehen mit den vielen bunten Charakteren der Serie erwarten, weshalb ich während meiner Reise nach Stockholm sogar noch einmal darüber nachgedacht habe, meine Schachtel mit den alten Mangabüchern vom Dachboden zu holen...

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