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Diablo Immortal

Diablo Immortal - Impressionen aus der Closed-Beta

Wir haben viel Zeit mit Blizzards mobilem Rollenspiel verbracht und freuen uns deshalb auf den Start im kommenden Jahr.

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Vor ein paar Wochen startete die nächste Testphase von Diablo Immortal, wodurch ausgewählte Spieler in Kanada, Australien, Südkorea und Japan in der Lage sind, die Legionen der Hölle auch von unterwegs aus Santuary zu vertreiben. Diese geschlossene Beta bietet im Vergleich zur Alpha-Phase, die ich mir schon vor einiger Zeit angesehen habe, zusätzliche Charakterklassen, noch mehr erkundbare Orte und viele kleine Detailverbesserungen. Ich konnte mir diese Version bereits näher ansehen und herausfinden, wie sich Blizzards legendäres Action-Rollenspiel auf dem Smartphone schlägt.

Ich habe schon einige Stunden in das Spiel gesteckt und stelle beruhigt fest, dass sich die Kaufoptionen gerade zu Beginn ausbalanciert und moderat anfühlen. Das Battle-Pass-Fortschrittssystem steht aktuell im Mittelpunkt, aber das kann sich bis zur Veröffentlichung natürlich alles noch verändern. Vermutlich werdet ihr nicht so schnell das Gefühl bekommen, Geld auszugeben zu müssen, damit das Spiel sich weiter für euch öffnet. Falls die Beta wirklich ein Indiz dafür ist, wie es zum Launch aussehen wird, dann scheint Blizzard ein vernünftiges Finanzierungsmodell gewählt zu haben.

Das Gameplay von Diablo Immortal ist für ein Android-Spiel wirklich hochwertig. Viele Aspekte des Spiels wirken durchdacht und das sorgt für eine insgesamt knackige Spielerfahrung, ohne große Probleme (obwohl ich auf einem kanadischen Server mit 200er-Ping spielen musste). Die Touch-Steuerung geht leicht von der Hand und fühlt sich nicht wie eine Einschränkung an. Das Spiel selbst läuft auch richtig gut, zumindest auf meinem Oneplus 9 Pro (danke an Oneplus für das Testgerät). Das Smartphone kommt mit dem Spiel bestens klar, es zaubert tolle Grafik auf den Bildschirm und ermöglicht 60 fps (allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit).

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Diablo ImmortalDiablo Immortal

Der Großteil des Gameplays ist typisch Diablo: Wir laufen durch die Welt und metzeln Monster nieder, um an bessere Ausrüstung zu bekommen, mit der wir dann wiederum härtere Monster besiegen können. Diese Spirale bekommt der Titel sehr gut hin und es gibt viele einzigartige Orte, die wir bereisen. Da wären zum Beispiel Shassar Sea und die Dark Woods, die mit vielen Quests, Kopfgeldern, Herausforderungen und diversen anderen Möglichkeiten, an Erfahrungspunkte, Beute und Ausrüstung zu gelangen, aufwarten.

Das mag sich nach Power-Leveling anhören, doch ab Level 20 dauert es schon wesentlich länger, den nächsten Rang zu erreichen. Hauptquests, neue Orte und klassenspezifische Fähigkeiten schaltet ihr übrigens mit Erreichen bestimmter Ränge frei, deshalb müsst ihr vermutlich auf die Challenge-Rifts (spezielle Dungeons, die innerhalb eines Zeitlimits abgeschlossen werden müssen), normale Kerker, Kopfgelder und die anderen Möglichkeiten zum Leveln zurückgreifen, bevor es für euch richtig weitergeht.

Das ist keineswegs öde, da das Spiel eine ständige Quelle für Beute ist. Eure Macht nimmt ständig zu und ihr werdet immer tödlicher, selbst wenn der nächste Levelaufstieg mal etwas auf sich warten lässt. Ich habe mich schnell dabei ertappt, „nur noch einen Dungeon" abzuschließen oder </em>„noch ein letztes Kopfgeld"</em> sammeln zu wollen und dann doch wieder eine halbe Stunde mit der Suche nach besserer Beute verbracht zu haben - eben typisch Diablo.

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Diablo Immortal ist ganz offensichtlich ein Action-Rollenspiel und deshalb können wir unseren Charakter auf unterschiedliche Art und Weise weiterentwickeln und an bestimmte Umstände anpassen. Die Ausrüstung kann mit Edelsteinen aufgewertet werden, um zusätzliche Attributboni zu erhalten, die verschiedene Vorteile gewähren. Das System hat viele Feinheiten und lässt euch tief in Statistiken versinken, was aber auch zu einem guten Teil ignoriert werden kann, wenn ihr nicht die härtesten Herausforderungen auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad meistern wollt.

Bei Diablo war das Endgame schon immer sehr wichtig und die Beta hat uns erste Einblicke in diesen Bereich gewährt. Beispielsweise wurde der Circle of Strife überarbeitet, um PvP-Kämpfe zwischen den besten Spielern eines Servers spannender zu gestalten. Das Paragon-Levelsystem ist ebenfalls zurück und wird dabei helfen, euch an die herausforderndsten PvE-Szenarien zu heranzuführen, die mit fetter Beute locken. Dafür braucht ihr aber einen hohen Rang und das dauert natürlich. Für die Mehrspielersegmente, egal ob PvP oder PvE, gibt es übrigens Matchmaking, einen Text-Chat und verschiedene andere Methoden, um andere Spieler zu finden und mit ihnen zu kommunizieren. Das System funktioniert schon in dieser geschlossenen Beta-Phase zufriedenstellend.

Diablo Immortal stellt uns vier Charakterslots für verschiedene Helden zur Verfügung und somit können wir den Nekromanten, den Barbaren, den Mönch und den Dämonenjäger parallel spielen. Die Charaktere sind alle einzigartig und bringen ihre eigenen Fähigkeiten mit auf den Tisch. Manch eine Klasse kann ordentlich einstecken oder viel Schaden bei einem einzigen Ziel anrichten, während andere gut Gruppen mit schwachen Feinden in Schach halten und unter Kontrolle bekommen. Ich fand den Dämonenjäger alleine etwas schwer zu spielen, aber der Nekromant eignet sich mit seinen drei Skeletten dafür umso besser für einsame Wölfe.

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Diablo Immortal hat noch nicht mal einen festen Erscheinungstermin, aber für mich ist es tatsächlich schon eines der besten Spiele, die ich bisher auf dem Smartphone gespielt habe. Das Gameplay macht Spaß, die Leistung und die Grafik ist fantastisch, das Spiel hat viel Tiefe und der Titel macht insgesamt einen vielversprechenden Eindruck. Bis zur Veröffentlichung werden noch ein paar Dinge, wie zum Beispiel die Controller-Unterstützung, verbessert, denn momentan ist dieses Segment ausbaufähig.

Blizzard arbeitet an einem komplexen Rollenspiel für unterwegs, das neue Standards setzen könnte. Für ein kostenlos spielbares Spiel macht Diablo Immortal erstaunlich viel Spaß und es ist hervorragend umgesetzt worden. Ich hatte Angst vor den optionalen Mikrotransaktionen und den Einschränkungen durch die Plattform, aber mit diesem Game scheint das Entwicklerstudio etwas ganz Besonderes vorzubereiten. Ich bin jedenfalls gespannt darauf, wie sich das fertige Spiel schlägt, wenn es 2022 erscheint.

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