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Chernobylite

Chernobylite

The Farm 51 sucht auf Kickstarter nach Unterstützern, wir haben uns das neue Projekt der Polen bereits angesehen.

Keiner würde abstreiten, dass The Farm 51 interessante Spiele macht. Get Even ist - trotz all seiner Fehler - ein fantastischer Egoshooter, der sich auf dem schmalen Grat zwischen klassischem Shooter und Walking-Simulator bewegt. Dann ist da noch World War 3, ein Weltkriegs-Shooter, angesiedelt in der nahen Zukunft, der sich auf Steam im Early Access schlägt und interessante Ideen bietet. Nun hat das Studio seine neuste Kreation enthüllt, ein Survival-Horrorabenteuer in der radioaktiv verseuchten Zone rund um Tschernobyl.

Chernobylite ist stilistisch nicht so weit von Get Even entfernt. Der Anfang des Spiels wird durch Szenen bestimmt, in denen wir unsere Knarre weglegen und Erinnerungen in abstrakten Sequenzen erkunden. Gleich wenn wir Chernobylite starten, finden wir uns an einem Ort außerhalb von Zeit und Raum wieder. Wir laufen auf einem merkwürdigen grünen Material, das direkt aus Matrix stammen könnte. Am Ende jedes Weges müssen wir durch ein Portal schreiten und werden dadurch immer wieder in neue Gebiete teleportiert.

Während der Einführung, die gleichzeitig als Tutorial dient, hatten wir ein paar gröbere Probleme. Wir mussten das Spiel mehrmals neu starten, weil einige Dinge nicht wie erwartet ins Spiel geladen wurden, was wiederum die Sequenzen unterbrach, die zum Start der Demo erforderlich sind. Es handelt sich hier um einen Pre-Alpha-Buil (daher muss man bei solchen Dingen nicht übermäßig kritisch sein), trotzdem fallen die technischen Probleme an vielen Stellen eben negativ auf. Das Spiel hat aktuell noch einen weiten Weg vor sich.

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Um zu überleben müssen wir in einer überwachsenen Sperrzone nach nützlichen Dingen suchen. Es können Kräuter, Pilze, Schrottteile und weitere Ressourcen gefunden werden. Wir können einfach darüber stolpern oder wir suchen mit unserem Scanner danach. Das Teil hat eine kurze Abklingzeit, wir müssen es also überlegt einsetzen und uns auch auf unsere Augen verlassen. Der Scanner ist nur eines der Werkzeuge, die uns bei unseren Erkundungstouren in den verschiedenen Gebieten unterstützen, die auf realen Orten der verlassenen Stadt Pripyat basieren.

Ressourcen zu sammeln ist überlebenswichtig und es dauerte nicht lange, bis wir unsere ersten Heiltränke gebraut und Schrott in nützliche Dinge für unsere Basis verwandelt haben. Die Basis wurde uns schon im Tutorial als zentrales Hub-Areal vorgestellt. Es ist ein alter, verlassener Bunker, in dem unser Kamerad Oliver auf uns wartet. Missionen erhalten wir über Funk und nachdem wir unsere Vorräte aufgestockt hatten, zogen wir los, um ein paar Server zu hacken.

Es standen eine ganze Reihe Missionen zur Verfügung und wir können verschiedene Charaktere mit individuellen Aufgaben betrauen. Mikhail - die Stimme aus dem Funkgerät - schickt uns beispielsweise auf eine Mission, die uns bei der Suche nach einem verlorenen Freund weiterhelfen könnte. Aus Gründen, die uns bisher noch unbekannt sind, sucht unser Protagonist - ein Wissenschaftler mit dem Namen Igor - in den Überresten Tschernobyls nach seiner lange vermissten Liebe. Mal schauen, wo uns das hinführt.

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Igor und Olivier haben ein nützliches Gerät bei sich, mit dem sie einen Riss in der Realität verursachen und zwischen verschiedenen Orten hin- und herreisen können. Farm 51 nutzt diese Sequenzen für Dialoge zwischen den Charakteren, die unsere Reise mit dem nötigen Kontext versorgen. Das wirkt alles noch sehr gewöhnungsbedürftig, aber es wird traditioneller, sobald es zum Kampf kommt.

Nur mit einer Pistole bewaffnet trafen wir irgendwann auf Soldaten. Chernobylite bietet keine offene Welt, sondern eher mittelgroße Level, in denen wir Markern zum nächsten Ziel folgen und währenddessen die Orte erkunden, die wir unterwegs entdecken. Die ersten Gegner zielen langsam, was aber verdammt gut ist, wenn man ihre heftige Feuerkraft bedenkt. Wir haben versucht die automatischen Knarren der Gegner zu nutzen, allerdings fehlte uns die Technik, um sie einzusetzen. Deshalb waren wir also dazu gezwungen, die Demo mit unserer Pistole zu bestreiten. Wenn ihr euch in einer ähnlichen Lage befindet und euch euer Leben lieb ist, verteilt besser Kopfschüsse.

Ebenso gefährlich wie die Soldaten sind die radioaktiven Gebiete, auf die wir regelmäßig stoßen. Ein Geigerzähler beginnt zu ticken, sobald die Gefahr zu bedrohlich wird. Radioaktive Strahlenschäden können wir mit der richtigen Medizin umkehren, was den Survival-Aspekt stärkt. Herstellen können wir die jedoch nur an bestimmten Orten, weshalb Heiltränke und Salben sehr wichtige Ressourcen werden.

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Außerdem erwarten uns noch Rätsel in Chernobylite. Einen Computerterminal mussten wir mit einem kleinen Minispiel hacken, das auf Wortspielen basierte. Auf der offiziellen Webseite des Spiels ist zu lesen, dass wir auf „wilde Kreaturen aus einer alternativen Realität" stoßen werden, aber davon war in der Demo noch nichts zu sehen. Vielleicht sind damit aber auch die mysteriösen Kreaturen gemeint gewesen, von denen wir immer mal wieder einen kurzen Blick erhaschen konnten. Ganz eindeutig steckt da mehr dahinter.

Chernobylite ist noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase und das Studio will sich via Kickstarter finanzieren lassen. Es ist noch ein weiter Weg für das Team, aber die Demo hat das Potential der Geschichte offenbart. Wir hoffen erst einmal darauf, dass dieser Anfangsabschnitt im Laufe der Zeit nuancierter ausfällt, denn von Get Even wissen wir, dass das Studio dazu durchaus in der Lage ist.