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Batman: Arkham Knight

Batman: Arkham Knight

E3-Anspielsession: Die Demo von Rocksteadys letztem Teil der Batman-Reihe hinterlässt uns ganz schwindelig vor Begeisterung.

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Manchmal wird es schwer, vor Überraschung und Begeisterung noch die eigentlich erwartete Professionalität aufrecht zu erhalten. Die besten Spiele sind darauf ausgelegt, starke emotionale Reaktionen auszulösen und bei den ersten Begegnungen auf den Preview-Events lassen sich diese dann auch nur sehr schwer unterdrücken.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mich nach dem ersten Alien-Angriff in Alien: Isolation schweißgebadet an den Entwickler von Creative Assembly gewandt habe und ihm mit allem Respekt gesagt habe - go fuck yourself - weil mir das Spiel so eine Heidenangst eingejagt hat. Bei einer morgendlichen Anspielsession von Elite: Dangerous haben die Entwickler gekichert, als mir während ders ersten Hypersprungs durch das Solarsystem ein "Verdammt" herausgerutscht ist, einfach weil es so großartig war. Die Entwickler haben sich natürlich nicht persönlich angegriffen gefühlt und waren sich der Ehrlichkeit der Reaktion bewusst, schließlich war ihr Spiel ja der Auslöser.

Batman: Arkham Knight hat mich schon während Sonys Pressekonferenz mit der Großaufnahme von Gotham begeistert. Als ich gegen Ende der E3 in die Anspielsession hinter verschlossenen Türen schleichen durfte, war ich einfach verblüfft.

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Batman: Arkham KnightBatman: Arkham Knight
Auf der E3 mit vielen großartigen Spielen gehörte Batman: Arkham Knight mit Sicherheit zur grafischen Elite.

Wir wussten schon, dass Rocksteady den dritten Akt der Arkham-Reihe etwas anders als die Vorgänger gestalten würde. Aber das Londoner Studio hat so viel mehr drauf gepackt. Ein Batmobil, das auf Knopfdruck vom Dragster zum Panzer wird und ferngesteuert beim Lösen von Rätseln hilft. Es kann sogar während der Nahkämpfe in die Combos eingebaut werden kann und Takedown-Finisher für uns ausführen. Die Augen werden angesichts des Detailreichtums von Next-Gen-Gotham immer größer und jeder Bereich hat auch noch mehrere Ebenen. Die neue Vertikalität vergrößert die Areale, die wir erkunden können, um ein vielfaches. Während wir in unserem Batmobil durch die Stadt rasen oder über ihr gleiten, bleiben jedes Gebäude, jedes Straßenschild oder die Silhouette der Stadt stets lebendig und voller Details. Das ist die neue Generation, auf ganz großer Leinwand.

Obwohl man Batman schon gut kennt, das hat mich schon sehr beeindruckt. Mit heruntergeklapptem Kiefer lässt es sich allerdings nur schwer fluchen. Also drehe ich mich kurz um und sehen die Entwickler von Rocksteady grinsen. Zu recht. Auf der E3 mit vielen großartigen Spielen gehörte Batman: Arkham Knight mit Sicherheit zur grafischen Elite.

In dem Gameplay-Auschnitt muss Batman einen ACE-Fabrikarbeiter retten und wird mit dem Arkham Knight konfrontiert, einer mysteriöse Figur, die speziell für das Spiel entwickelt wurde und eine Art Militärversion von Batman zu sein scheint. Nach ein wenig Geplauder kommt es zum Kampf mit dessen Schergen und es wird gezeigt, wie großartig das immer noch führende Kampfsystem dieses Genres nach wie vor funktioniert- jetzt aber mit den neuen Combos des Batmobils.

Batman: Arkham Knight
Das Batmobil ist ähnlich gut ausgerüstet wie sein Erbauer.

Batman befreit den Arbeiter und verfrachtet ihn auf den Rücksitz seines Batmobils, um ihn in Sciherheit zu bringen. Dies könnte übrigens ein erster Hinweis auf Escort-Missionen in der Hauptgeschichte sein. Autos und gepanzerte Fahrzeuge patrouillieren auf den Straßen und beantworten unsere Frage, wie die Angriffsmöglichkeiten des Batmobils mit Batmans Ausrichtung auf "nicht-tödliche""Kampfhandlungen zusammengeht. Um zwischen Fahr- und Angriffsmodus zu wechseln, muss ein Knopf gedrückt und gehalten werden. Die Räder ermöglichen dann eine 360-Grad-Bewegung - wie bei einem sehr beweglichen Panzer.

Die Schüsse der Angreifer müssen sich kurz aufladen und die Schussbahn wird durch einen roten Strahl angedeutet - so bleibt etwas Zeit, um sich aus der Schusslinie zu bewegen und das Batmobil verfügt über einige Ausweich-Funktionen. In einem offenen Areal stehen wir einer ganzen Flotte von Fahrzeugen gegenüber und müssen uns die ganze Zeit durch ein Netz von roten Strahlen in Sicherheit bringen - selbst in den größeren Schlachten kann es sich Rocksteady nicht verkneifen, einige zeitbasierte Puzzle-Elemente einzubauen.

Das Batmobil ist ähnlich gut ausgerüstet wie sein Erbauer. Mit einem Greifhaken können ganze Wände eingerissen werden oder er wird dazu benutzt, einen alten Fahrstuhl zu bewegen, während Batman in ihm steht. Man kann davon ausgehen, dass diese Fernsteuerung im Laufe des Spiels noch eine wichtige Rolle in weitaus größeren und schwierigeren Rätseln spielen wird.

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Man muss sich wohl keine Sorgen machen, dass Rocksteady es nicht schafft, die riesige Karte mit Nebenmission, Ablenkungen und interessanten Situationen lebendig zu halten.

Auch wenn der Fahrzeugkampf nicht so spektakulär aussieht wie der Rest des Spiels, im schlimmsten Fall ist es eine solide Idee neben vielen großartigen. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass das Gameplay zum ersten Mal stark von anderen Games inspiriert wurde und weniger eine Verfeinerung von Rocksteadys eigenem Konzept ist. Auch wenn sich Batmans Aufgabenbereich größentechnisch verzehnfacht hat - man muss sich wohl keine Sorgen machen, dass Rocksteady es nicht schafft, die riesige Karte mit Nebenmission, Ablenkungen und interessanten Situationen lebendig zu halten.

Das Einzige, was ich persönliche vermisse, ist die Befriedigung, nachdem in Batman: Arkham Asylum die gesamte Insel von allen Schurken befreit war. Arkham City hat immer wieder Kriminelle auf subtile Weise neu in der Spielwelt platziert. Das ergab im Kontext auch Sinn, hinterließ aber auch das Gefühl, dass man die Unterwelt von Gotham nie wirklich richtig zurückdrängen kann.

Abgesehen davon, habe ich kaum Bedenken, dass bei Batman: Arkham Knight etwas schief gehen könnte. Das Vertrauen hat sich Rocksteady mit zwei brillanten Spielen hart erarbeitet. Das Batman: Arkham Origins einem anderen Entwickler anvertraut wurde, hatte den Vorteil, dass sie drei volle Jahre Zeit gewonnen haben, für dieses Spiel. Genug Zeit für Finetuning und um Ablenkungen wie den Multiplayer, der nicht wieder zurückkehren wird, zu ignorieren. Und statt dessen Gotham mit genügend Inhalten zu füllen, damit wir den gottverdammten Batman bis weit ins Jahr 2015 hinein spielen werden.

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