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Okamiden

Der 3DS steht in den Startlöchern, der Nintendo DS arbeitet also langsam auf den Ruhestand hin. Aber wie bei jeder erfolgreichen Plattform ist natürlich so schnell nicht Schluss. Im Gegenteil. Gerade gegen Ende einer…
Martin Eiser 30 August 2010

Der Titel ist der Nachfolger des für Playstation 2 und Wii erschienen Action-Adventures. Der Held ist nun der himmlische Wolf Chibiterasu, Sohn von Amaterasu, dem Wolf aus dem Vorgänger. Das Spiel wird ganz ähnliche Spielmechanismen bieten, wozu natürlich auch das Malen mit dem Pinsel gehört. Das passt sowieso viel besser auf ein Gerät wie den Nintendo DS. Viel intuitiver zeichnet man sich dank des Touchscreens mit der magischen Tinte seinen Weg durch die Welt.

Liegt ein Stein im Weg, mit einem Pinselstrich ist er durchschnitten. Fehlt es den Bäumen an Kraft, ist der Kreis schnell gezeichnet, der sie wieder in voller Blüte stehen lässt. Zwar funktioniert das Malen nur in einem pausierten Zeichenmodus, aber der Wechsel heraus aus der Echtzeit und wieder zurück geht kinderleicht mit einem Tastendruck von der Hand. Je nachdem wie schnell gezeichnet wird, desto stärker ist der Pinselstrich. Nach und nach also wird es also auf dem DS bunter in Flora und Fauna.

Der weiße Wolf ist zurück im fernen Japan und bringt den Charme des Erstlings mit.

Neu ist, dass wir beim Lösen von Puzzles und dem Kämpfen gegen Feinde einen Partner dabei haben. Dieser reitet auf dem Wolf, kann aber nicht direkt bewegt werden, sondern nur mit dem Pinsel geführt werden. Das ist nötig, wenn Hindernisse im Weg sind, die Chibiterasu nicht selbst überqueren kann. Und auch beim Kämpfen ist das praktisch, weil der junge Wolf noch nicht ausgewachsen ist und es ihm manchmal an Kraft fehlt. Einer der bereits bekannten Partner ist Kuninushi, der Sohn des legendären Schwertkämpfers Susano aus Okami.

Das Kampfsystem wurde radikal vereinfacht. Zwar gibt es noch die Extra-Arenen in denen einige der Kämpfe stattfinden. Aber den Nahkampfangriff führt man nur noch mit einem Tastendruck aus und nutzt für den Rest den Pinsel. Theoretisch hätte auch das ganze Spiel mit einem Pinselstrich umgesetzt werden können, aber das wäre dann vermutlich wirklich ein wenig zu träge geworden. So bleibt gerade noch genug Action-Anteil enthalten, während die Steuerung auch auf dem Nintendo DS kinderleicht und erstaunlich flüssig von der Hand geht.

Es fehlt an Farbe? Also den Pinsel geschwungen und schon blüht die Welt wieder.

Aber das allein ist es nicht, was Okamiden so gut macht. Besonders beeindruckend ist tatsächlich die Optik. Wo einige Titel auf dem DS durch unscharfe Kanten und mangelnde Details unangenehm auffallen, wirkt dieses Spiel so unglaublich sauber, fast perfekt. In der Demo gab es zwar keine großen, weitläufigen Landschaften, aber allein der Fakt, dass sich der Titel so nah an der Konsolen-Fassung bewegt, ist großartig. Sicher, der Comicstil ist gerade bei den Texturen hilfreich. Aber uns kann es am Ende doch egal sein, wie der Entwickler eine glaubwürdige Welt baut. Hauptsache, sie ist da.

Natürlich wirkt das Spiel für den DS wie die Kinderversion des Erstlings. Das betrifft einerseits die Story, wo man eine Menge bekannter "Kinder"-Gesichter wiedersieht als auch die Optik, die natürlich am Ende Abstriche gegenüber dem Original hinnehmen muss. Wir sind trotzdem gespannt, wie sich das Partner-Prinzip im weiteren Verlauf von Okamiden entwickelt. Das, womit Okami begonnen hat, könnte der Grundstein für eine ganze Serie werden. Eine Serie, die eben am Ende nur auf einem Handheld zu Hause ist.

Zweite Meinung

Ob Okamiden das bessere The Legend of Zelda wird auf dem Nintendo DS wird, das muss sich erst noch zeigen. Ganz schlechte Karten hat Capcom da nicht in der Hand. Hoffen wir, dass der Wunsch nach einem echten Okami-Nachfolger hiermit befriedigt werden kann und es sich für Capcom nun auch kommerziell auszahlt.

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1998 Erscheint seit Durchgehend unabhängig geführt.
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