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Motorola Razr 70 Ultra

Motorola liefert weiterhin erstklassige Leistungen.
Magnus Groth-Andersen Aktualisiert 15 Juni 2026

Wir waren schon immer große Fans von Motorolas Razr-Handys in der Redaktion – nicht nur, weil faltbare "Klapphandys" unglaublich spaßig, taktil und kompakt sind, sondern auch, weil Motorolas einzigartige Mischung aus leichterer, stockinspirierter Android-Software und verspielterem Motorola-Design diese Telefone zu einer Freude auf unserem Schreibtisch macht.

Jetzt ist es Zeit für die Motorola Razr 70 Ultra, Teil der breiteren 70er-Serie, die erneut die Grenzen bei Materialien und Design erweitert, während die Preise leider den steigenden Bauteilkosten zum Opfer gefallen sind. Lohnt es sich also für das zusätzliche Geld?

Die technischen Daten sind "erstklassig", daran besteht kein Zweifel. Im Inneren finden wir einen Snapdragon 8 Elite SoC, kombiniert mit 16 GB LPDDR5X RAM, 512 GB UFS 4.0 Speicher, einem 5000mAh Akku mit Unterstützung für 68W kabelgebundenes Laden und 30W kabellosem Laden (es gibt sogar 5W Rückwärts kabelloses Laden). Hier haben sie einfach keine Kosten gescheut, und der Razr 70 Ultra ist ein Flaggschiff auf einer Stufe mit den großen Modellen.

Auch das Display wurde modernisiert. Das Frontpanel, das noch zwei kleine Ausschnitte für die Kameraobjektive hat, aber ansonsten über die gesamte Vorderseite reicht, ist ein 4" LTPO Extreme AMOLED mit einer Auflösung von 1272x1080 bei 165 Hz und einem Maximum von 3000 Nits. Es ist sogar mit Corning Gorilla Glass Ceramic gebaut. Wie Sie wahrscheinlich schon wissen, können Sie alle Funktionen des Telefons "hier draußen" nutzen, und es gibt wirklich keine Einschränkungen.

Drinnen ist es sogar noch besser. Wir sprechen immer noch von einem wirklich hochwertigen 6,96" LTPO Extreme AMOLED-Display mit 1,5K-Auflösung (1224x2992) bei 165Hz, diesmal mit Dolby Vision-Unterstützung bei 5000 Nits. Es wird zunehmend schwieriger, Farbgenauigkeit, Bildwiederholfrequenz, Schwarzwerte und Ähnliches zu testen, da die meisten großen Hersteller mittlerweile wirklich beeindruckende, gesättigte und reaktionsschnelle Displays bieten. Was wir jedoch sagen können, ist, dass Motorola definitiv zu Samsung, Apple, Oppo und Google gehört, wenn es um großartige Display-Technologie geht.

Das Telefon selbst wiegt 199 Gramm und ist glücklicherweise immer noch in lustigen Farben und Materialien erhältlich. Sie können zwischen einem Modell in Orient Blue mit Alcantara-Rückseite oder einer Holzmaserung in der Farbe Cocoa wählen. Wir haben Letzteres getestet und können nur sagen, dass es fantastisch ist, ein modernes Flaggschiff zu halten, das es wagt, mehr Risiken mit seinen Materialien einzugehen. Es ist außerdem IP48-zertifiziert.

Auch das Kamerasystem wurde aufgerüstet. Diesmal verfügt sie über ein 50-Megapixel-f/1,8-Standardweitwinkelobjektiv, das sogenannte "LOFIC"-Objektiv ist. Das steht für "Lateral Overflow Integration Capacitor" und dient dazu, Überbelichtung zu bekämpfen, die man vielleicht als ausgewaschene Highlights erkennt. Es gibt sehr technische Erklärungen, die sogenannte "Pixel-Bins" betreffen, daher erspare ich dir diese Details. Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann, ist, dass der Unterschied hier ziemlich dramatisch ist. Gerade bei anspruchsvolleren Lichtverhältnissen liefert das Standardweitwinkelobjektiv der Razr 70 eine Goldmedaille-Leistung, da es Hinweise darauf gibt, dass sie nicht nur eine neue Technologie verwenden, sondern sie feinabgestimmt haben, um einen besseren Dynamikumfang und einen dramatischeren Kontrast zwischen Licht und Schatten zu gewährleisten. Außerdem bekommt man ein 50-Megapixel f/2.0 122-Grad-Ultraweitwinkelobjektiv. Es ist schön, dass wir das immer noch anstelle eines Teleobjektivs haben, aber es gibt keine optische Stabilisierung, was Aufnahmen anfälliger für Unschärfe macht. Allerdings ist dieses Kamerasystem für mich völlig in Ordnung.

Der größte Kritikpunkt ist erneut, dass Motorola einfach nicht denselben Support bietet wie andere konkurrierende Marken. Drei große Android-Plattform-Upgrades und fünf Jahre Sicherheitsupdates sind nicht unbedeutend, aber sie hinken hinterher.

Dennoch festigt Motorola seinen Ruf mit dem Razr 70 Ultra, einem Flaggschiff, auf das sie wirklich stolz sein können. Ja, der Preis ist hoch – es kostet jetzt etwa 1.200 Pfund, was viel ist –, aber selbst mit diesem Hintergrund fallen diese Modelle tendenziell schneller als zum Beispiel Samsungs Flip-Familie, und noch wichtiger: Das ist einfach ein verdammt gutes Handy in jeder Hinsicht.

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