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Serien-Kritiken
Obi-Wan Kenobi

Obi-Wan Kenobi: Kritik zu den ersten zwei Episoden

Einige spannende Überraschungen sorgen für Vorfreude auf den Rest der Staffel, obwohl die Serie die Fehler der neuen Star Wars-Filme wiederholt.

Mir hat die neue Trilogie nicht wirklich gefallen. Das war kein Fan-Service - das war Fanboy-Service. Die Referenzen und die allgemeine Formel waren so drüber und vorhersehbar (oder einfach völliger Blödsinn), dass alles einfach wirkungslos verpuffte. Das Gleiche gilt ein bisschen auch für Das Buch von Boba Fett und die zweite Staffel von The Mandalorian. Ich war also entsprechend zurückhaltend mit meiner Vorfreude auf Obi-Wan Kenobi, obwohl die Prämisse vielversprechend klingt.

Obi-Wan Kenobi

Zum Glück haben Disney und Lucasfilm dazugelernt, denn die ersten zwei Episoden von Obi-Wan Kenobi waren wirklich packend und machen richtig Lust auf den Rest der Staffel. Die Richtung, in die sich die Serie entwickelt, hat mich wirklich überrascht. Ich will euch die Geschichte hier nicht verderben, aber die Story widmet sich Dingen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie mich interessieren würden. Regisseurin Deborah Chow, Ewan McGregor und die Crew machen zwar die gleichen Fehler, wie die bereits erwähnten Filme, aber was zwischen diesen Abschnitten passiert, ist wirklich faszinierend.

McGregor ist sehr überzeugend, als der alte Jedi, der quasi alles aufgegeben hat, bis auf den einen Job - sich um Luke zu kümmern, während die neuen Gesichter die ganze Bandbreite - von großartig bis ein bisschen zu theatralisch - anbieten. Es wird die typische Star Wars-Checkliste abgearbeitet: Der typische, eindimensional böse Schurke und der niedliche Druide, bei dem es kaum auszuhalten ist, wenn er „verletzt" wird. Aber die Höhepunkte überwiegen, die meisten Hauptfiguren haben überzeugende Darsteller und die Mischung aus Action, Drama und Humor lassen die ersten 90 Minuten wie im Flug vergehen.

Die Serie fühlt sich wie eine Kinder-Serie aus den Achtzigern an und das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Zweimal sehen wir einem Kind bei seiner langen Flucht zu, die nur erfolgreich ist, weil die Verfolger theatralisch dämliche Fehler machen. Ein Teil von mir wollte etwas Neues und war von diesen Szenen gelangweilt, während der andere Teil den Realismus einfach über Bord werfen und die Action geniessen will. Aber eins wird langsam klar: Disney bekommt das Tempo seiner Marvel und Star Wars Serien bisher nicht so richtig in den Griff.

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Daher bin ich wirklich froh, dass der Rest der ersten zwei Episoden so viel besser ist. Natürlich wissen wir schon wie das Ganze endet, aber die Reise beginnt großartig - mit interessanten Twists und einer faszinierenden Ausarbeitung des bekannten Universum. Ein wirklich schöner Mix aus Alt und Neu. Obi-Wan Kenobi lässt mich mit seinen ersten zwei Episoden eine Erschütterung der Macht spüren und das ist mehr als ich erwartet habe.

07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
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