Kontroverse in Deutschland über die Regel, die Männer verpflichtet, längere Auslandsaufenthalte zu melden
Das neue, militärisch verknüpfte Gesetz stößt auf Kritik, da die Regierung unter Friedrich Merz die Maßnahme aus Sicherheitsgründen verteidigt.
Eine wenig bekannte Bestimmung in der neuen deutschen Militärgesetzgebung hat nach Bekanntwerden Kontroversen ausgelöst: Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren könnten verpflichtet sein, die Behörden zu informieren oder eine Genehmigung einzuholen, wenn sie planen, länger als drei Monate im Ausland zu bleiben.
Die Regel ist Teil einer umfassenderen Reform der Wehrpflichtgesetze in Deutschland, die darauf abzielt, die Landesverteidigung angesichts zunehmender Spannungen in Europa zu stärken. Laut dem Verteidigungsministerium soll die Anforderung im Notfall genaue Aufzeichnungen gewährleisten.
"Im Notfall müssen wir wissen, wer sich für längere Zeit im Ausland aufhält", sagte ein Sprecher des Ministeriums (über El Mundo) und stellte die Maßnahme als Vorbereitungsvorstellung und nicht als Einschränkung dar.
Obwohl ähnliche Ideen während des Kalten Krieges existierten, wurden sie in Friedenszeiten nie vollständig umgesetzt. Bislang waren solche Verpflichtungen typischerweise für nationale Notfälle reserviert.
