Sehen Sie sich das erste Bild von Maduro in US-Gewahrsam an (geteilt von Trump auf Truth Social)
Das vom US-Präsidenten geteilte Foto zeigt den venezolanischen Führer an Bord eines US-Marineschiffs.
US-Präsident Donald Trump hat das erste Bild von Nicolás Maduro nach seiner Gefangennahme durch amerikanische Streitkräfte veröffentlicht und damit die erste visuelle Bestätigung des venezolanischen Führers in US-Gewahrsam nach nächtlichen Angriffen in Caracas geliefert.
Das Foto, das am Samstag auf Trumps Truth Social-Account geteilt wurde, scheint Maduro an Bord eines US-Marineschiffs zu zeigen, gefesselt und flankiert von einem bewaffneten Offizier mit einer Weste mit der Aufschrift "DEA". Seine Augen sind bedeckt und er trägt Kopfhörer, ein Sicherheitsprotokoll, das häufig bei der Überstellung hochrangiger Gefangener verwendet wird. Maduro ist außerdem zu sehen, wie er eine kleine Wasserflasche hält, sitzend und ausdruckslos.
Trump sagte, Maduro und seine Frau Cilia Flores seien während einer seiner Definition als "Präzisionsoperation" der US-Spezialeinheiten festgenommen worden. Laut US-Behörden war der Einsatz detailliert geplant, einschließlich Proben mit Nachbildungen des Ortes, an dem Maduro vermutlich sich aufhielt. Das Paar wurde per Hubschrauber evakuiert und auf ein Schiff der United States Navy gebracht, ohne dass amerikanische Todesopfer gemeldet wurden, obwohl ein Flugzeug angeblich unter Beschuss geriet.
Die US-Behörden haben bestätigt, dass Maduro in New York wegen Drogenterrorismus, Korruption und Drogenhandel angeklagt wurde. Der Fall steht im Zusammenhang mit langjährigen Ermittlungen, für die US-Behörden zuvor Multimillionenbelohnungen für Informationen angeboten hatten, die zu seiner Festnahme führten. Maduro und Flores werden voraussichtlich in den kommenden Stunden nach New York verlegt, um sich den Anklagen zu stellen.
Die Veröffentlichung des Bildes hat schnelle politische Reaktionen ausgelöst. Venezuelas Vizepräsident Delcy Rodríguez hatte die Operation zuvor als schwerwiegende Verletzung der Souveränität verurteilt und einen Lebensnachweis für den Präsidenten gefordert. Oppositionsfiguren, darunter María Corina Machado, bezeichneten die Entwicklung als Wendepunkt und forderten einen schnellen politischen Übergang.
In der gesamten Region sind die Reaktionen stark gespalten. Kolumbien und Chile verurteilten das Vorgehen der Vereinigten Staaten und forderten dringende internationale Konsultationen, während Argentiniens Präsident Javier Milei Maduros Absetzung offen begrüßte. Berichte aus Caracas beschrieben Verwirrung und Angst unter den Bewohnern, nachdem über Nacht Angriffe auf militärische Einrichtungen getroffen wurden.
Während Maduros Haft in das US-Justizsystem übergeht, steht Venezuela nun vor einer Phase tiefgreifender Unsicherheit. Trump hat gewarnt, dass Persönlichkeiten, die dem ehemaligen Präsidenten loyal sind, nicht erwarten sollten, die Macht zu behalten, was die Frage aufwirft, ob Washingtons Eingreifen über die Festnahme hinaus reicht.