Anfang März ist Tomb Raider erschienen. Es war der stärkste Launch in diesem Jahr und in den ersten 48 Stunden wurden bereits eine Million Spiele verkauft und bis zum Ende des Monats solles es 3,4 Millionen werden - Downloads ausgenommen. Für Square Enix ist dies aber nicht genug. Selbst hatte man mit deutlich stärkeren Zahlen gerechnet. Fachleute sprechen davon, dass fünf bis zehn Millionen Einheiten verkauften werden müssen, damit der Titel als Erfolg gewertet werden kann.
Gleiches Problem trifft übrigens auch die anderen Konsolenspiele von Square Enix. Hitman: Absolution gehört zu den besten Spielen des letzten Jahres. Bis Ende März rechnet Square Enix mit 3,6 Millionen verkauften Spielen und ist enttäuscht. Für die 1,75 Millionen Einheiten von Sleeping Dogs trifft dasselbe zu. Beide Spiele bleiben hinter der Erwartungen. Das Publisher selbst macht vor allem eine Schwäche in Nordamerika dafür verantwortlich. Dort wurden nur rund zwei Drittel so viele Spiele verkauft wie in Europa. Aber auch der Preisdruck dürfte eine Rolle spielen.
Square Enix rechten für das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von umgerechnet 108 Millionen Euro - eigentlich sollte da ein Gewinn von rund 29 Millionen Euro stehen. Der Umsatz soll bei etwa 1,2 Milliarden Euro liegen. Aufgrund der schlechten Ergebnisse ist Square Enix-Chef Yoichi Wada zurückgetreten.