Yoichi Wada tritt als Präsident des japanischen Riesen zurück. Das gab der japanische Hersteller heute offizielle bekannt. Vollzogen wird der Rücktritt im Juni. Nachfolger wird sein Stellvertreter Yosuke Matsuda.
Wada kam zu Squaresoft und arbeitete in verschiedenen Positionen. Am 1. April 2003 fusionierte der Entwickler mit dem Konkurrenten Enix zu Square Enix und Wada wurde Präsident. Eine große Stärke hat der fusionierte Publisher aber nie richtig ausspielen können und zuletzt schwächelte vor allem das Japan-Geschäft und der Start von Final Fantasy XIV wurde zum absoluten Desaster.
Durch den Zukauf von Eidos im Jahr 2009 sicherte man sich aber ein starkes Standbein im Westen. Als sehr gelungen darf etwa der Start von Tomb Raider bezeichnet werden, aber auch starke Serien wie Batman und Just Cause werden geholfen haben, die Schwäche in Fernost auszugleichen.
Offiziell wird als Grund die Erneuerung des Unternehmens angegeben. Warum dann aber Yosuke Matsuda neue Chef werden soll, der nur ein Jahr nach Wada zu Squaresoft gekommen ist, leuchtet nicht ganz ein. Hinter vorgehaltener Hand werden aber auch die schlechten Geschäftsergebnisse genannt, die Square Enix erwartet. Und ein Stück weit wird es eben auch die Bilanz sein, die nach zehn Jahren Yoichi Wada gezogen werden kann. Und die fällt leider nicht nur positiv aus.