Disneys Neuinterpretation von Schneewittchen verlief nicht ganz so, wie sie es sich vorgestellt hatten. Er wurde schnell zu einem der umstrittensten Hollywood-Filme, wobei sich viele Diskussionen um Hauptdarstellerin Rachel Zegler drehten.
In einem aktuellen Interview spricht Zegler über die Reaktionen von Fremden im Internet und wie intensiv das Ganze manchmal wurde. Zegler, die ihren Durchbruch in Steven Spielbergs West Side Story erzielte, sagt, sie fand die ganze Debatte sowohl seltsam als auch widersprüchlich. Die Kritik kam von allen Seiten. Zegler sagt:
"Man sagte mir, ich sei nicht genug von einer Sache für West Side Story und zu viel von etwas anderem für Schneewittchen. Es war wirklich verwirrend."
Trotz der Kontroverse scheint Zegler jedoch nicht besonders begierig darauf zu sein, sich für das zu entschuldigen, was sie ist oder was sie denkt. Im Gegenteil, sie sagt, ihre Werte seien Teil ihrer Identität und sie habe nicht vor, sie nur zu ändern, um bestimmte Kritiker zufriedenzustellen.
"Ich weigere mich, mich für den Komfort anderer zu assimilieren. Ich habe gesagt, was ich fühle, und das wird immer ein Beweis für meine Grundüberzeugungen als Mensch sein."
Schneewittchen, inszeniert von Marc Webb und mit Gal Gadot als böse Königin, wurde schon vor seiner Premiere zum Symbol der modernen Disney-Debatte: Wie sehr sollten klassische Märchen verändert werden, wenn sie für ein neues Publikum abgestaubt werden? Am Ende war der Film jedoch ein großer finanzieller Misserfolg für Disney und kostete das Unternehmen Berichten zufolge etwa 170 Millionen Dollar.
