Europäische Union will Steuerbefreiung für Billigsendungen abschaffen
Brüssel beschleunigt seine Bemühungen, Schlupflöcher zu schließen, von denen chinesische E-Commerce-Giganten profitieren.
Da der United States Postal Service Paketsendungen aus China mit neuen Regeln aussetzt, die die Art und Weise ändern, wie kleine Pakete aus China in die Vereinigten Staaten verschickt werden, folgt die Europäische Union diesem Beispiel und geht mit ihrem eigenen Vorgehen gegen steuerfreie Importe von chinesischen Einzelhändlern wie Shein und Temu vor.
Nach Angaben der Europäischen Kommission gelangten im Jahr 2024 mehr als 4,6 Milliarden Low-Cost-Pakete – hauptsächlich aus China – in die Europäische Union, ohne Zölle zu zahlen, ein Schlupfloch, das das explosive Wachstum dieser Plattformen angeheizt hat. Nun beschleunigt Brüssel eine Verordnung, die die Steuerbefreiung für Sendungen unter 150 Euro aufheben würde, und begründet dies mit unlauterem Wettbewerb und Bedenken hinsichtlich der Verbrauchersicherheit.
Darüber hinaus wird gegen Shein wegen angeblicher Verstöße gegen das europäische Wettbewerbsrecht ermittelt, während Temu wegen irreführender Rabatttaktiken unter die Lupe genommen wird. Um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, erwägt die Kommission eine Bearbeitungsgebühr für außereuropäische Verkäufer, um die Kosten für die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften zu decken. Da sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union hart durchgreifen, bleibt abzuwarten, wie sich dies auf den Welthandel auswirken wird.
