Hochgeschwindigkeitsunfall in Südspanien fordert mindestens sieben Todesopfer
Zwei Züge entgleisen in der Nähe von Adamuz in der Provinz Córdoba, wobei Dutzende verletzt werden und der Zugverkehr zwischen Madrid und Andalusien eingestellt werden muss.
Ein verheerender Zugunglück im Süden Spaniens hat mindestens sieben Menschen ums Leben gekostet und rund 100 verletzt, nachdem zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Sonntagabend in der Nähe der Stadt Adamuz in der Provinz Córdoba entgleisteten, berichtete der spanische staatliche Sender RTVE. Mindestens 25 der Verletzten sollen sich in ernstem Zustand befinden.
Der Unfall ereignete sich kurz nach 18:40 Uhr, etwa zehn Minuten nachdem ein Hochgeschwindigkeitszug aus Iryo Málaga in Richtung Madrid abgefahren war. Der spanische Eisenbahnnetzbetreiber Adif teilte mit, dass der Zug entgleiste und auf ein angrenzendes Gleis krachte, wodurch auch ein zweiter Zug von Madrid nach Huelva entgleiste.
Rettungsdienste eilten zum Einsatzort und setzten Krankenwagen, medizinische Teams und Rettungsfahrzeuge ein, da der gesamte Zugverkehr in der Gegend gestoppt wurde. Bilder, die von Passagieren und Journalisten an Bord geteilt wurden, zeigten Waggons, die auf die Seiten geneigt waren, während verblüffte Reisende evakuierten und sich bei Einbruch der Nacht auf die Gleise setzten.
Adif hat alle Zugverbindungen zwischen Madrid und Andalusien eingestellt, während die Behörden den Schaden bewerten und die Unfallursache untersuchen. Iryo, der italienische private Eisenbahnbetreiber, der an dem Unfall beteiligt war, erklärte, er arbeite mit den Rettungsdiensten zusammen. Die Behörden haben die Ursache der Entgleisungen noch nicht bestätigt, und die Zahl der Opfer könnte weiter steigen, da die Rettungsaktionen weitergehen...