Busunglück im Westen Afghanistans fordert 79 Tote
Überfülltes Fahrzeug mit abgeschobenen Afghanen geht nach Autobahnkollision in Flammen auf.
Die neuesten Nachrichten über Afghanistan. Bei einem tragischen Busunfall im Westen Afghanistans sind mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen, nachdem ein überfülltes Fahrzeug mit aus dem Iran ausgewiesenen Afghanen auf der Autobahn Herat-Kabul mit anderen Fahrzeugen kollidiert war.
"Wir fordern die Verkehrsbehörden auf, so schnell wie möglich genaue Informationen über den Unfall bereitzustellen und ihre Erkenntnisse über den Verursacher mitzuteilen", sagte Zabihullah Mujahid, Sprecher der afghanischen Regierung.
Bei dem Unfall, der sich in der Nähe von Herat ereignete, fing der Bus Feuer und hinterließ nur seinen verkohlten Rahmen. Unter den Toten sind nach Angaben der örtlichen Behörden Frauen und Kinder, wobei Überlebende das Chaos beschreiben, das folgte, als die Rettungskräfte gegen die Flammen kämpften.
In Afghanistan kommt es nach wie vor häufig zu Verkehrsunfällen, die durch unsichere Straßen, starke Migrationsströme und jahrelang unterentwickelte Infrastruktur verursacht werden. Herat, eine afghanische Grenzprovinz, beherbergt derzeit Zehntausende von aus dem Iran ausgewiesenen Migranten.
