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Bergsteiger wegen Totschlags angeklagt, nachdem er seine Freundin auf Österreichs höchstem Gipfel sterben ließ

Die Staatsanwaltschaft sagt, der erfahrene Bergsteiger trägt die Verantwortung für den tödlichen Anstieg des Großglockner.

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Ein österreichischer Bergsteiger steht wegen grober fahrlässiger Tötung vor Gericht, nachdem seine Freundin nahe dem Gipfel des Großglockner, dem höchsten Berg des Landes, erfroren ist. Kerstin G, 33, starb im Januar 2025 an Unterkühlung nach einem anstrengenden 17-stündigen Aufstieg bei sich verschlechternden Wetterbedingungen.

Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass Thomas P., 36, als erfahrener Bergsteiger, eine Reihe kritischer Fehler gemacht hat, darunter die Fortsetzung des Aufstiegs trotz harter Vorhersagen, unzureichender Ausrüstung und der Erschöpfung seines Partners. Sie behaupten, er habe sie etwa 50 Meter unter dem Gipfel ungeschützt zurückgelassen, als er hinabstieg, um Hilfe zu suchen.

Laut BBC bestreitet er die Anklage und bezeichnet die Tragödie als Unfall. Wenn er verurteilt wird, drohen ihm bis zu drei Jahre Gefängnis, in einem Fall, der in Österreich eine Debatte über Verantwortung und Risiken im Bergsport ausgelöst hat, insbesondere wenn ein Bergsteiger als erfahrener Entscheidungsträger gilt...

Bergsteiger wegen Totschlags angeklagt, nachdem er seine Freundin auf Österreichs höchstem Gipfel sterben ließ
Großglocknerstraße // Shutterstock


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