Offenbar schafft es Nintendo doch nicht, zum Launch am 30. November ausreichend Wii U-Konsolen und auch eigene Software in den Handel zu stellen. Von einem Gamereactor-Partnershop wissen wir, dass dort 20 Konsolen direkt bei Nintendo vorbestellt wurden, aber nur zwei geliefert werden. Die verzweifelte Nachfrage dieses Partnershops bei einem Großhändler ergab, dass dieser 4000 Wii U-Konsolen aller drei Varianten (8 GB, 32 GB und Zombi U-Bundle) bestellt hat, aber zum Launch nur 40 Geräte geliefert bekommt.
Über genaue Liefermengen zum Launch schweigt sich Nintendo aus. In den gesamten USA wurden in der ersten Woche nach dem Launch 400.000 Konsolen verkauft - und es hätten viel mehr sein können. Auf Nachfrage von Gamereactor hatte der Publisher vor einigen Tagen zu den Vorwürfen der Lieferprobleme Stellung genommen und gesagt, dass die Nachfrage vor der Markteinführung einer neuen Konsole sehr schwer einzuschätzen sei. Wegen weltweit positiver Signale habe man die Produktionskapazitäten hochgefahren. Man werde den Handel vor Weihnachten mit ausreichenden Stückzahlen beliefern können.
Nintendo Deutschland legt nach eigenen Angaben größten Wert darauf, dass es bei der Verteilung der Liefermengen an die Handelspartner gerecht zugeht. Darum halte man sich "seit je her konsequent an das Fair Share-Prinzip. Das heißt: Wir berücksichtigen die Umsätze der Vergangenheit und liefern zum Launch entsprechend dieser Anteile aus", sagte die deutsche Nintendo-Pressesprecherin Silja Gülicher.
Bleibt die Frage, wie viele Konsolen in Deutschland angekommen und wer die verkaufen darf. Viele kleinen Händler jedenfalls dürften große Probleme haben, ihren Teil vom Umsatz mitzunehmen. Denn auch bei der Software sieht die Liefersituation offenbar nicht viel besser aus - zumindest nicht bei den Spielen von Nintendo selbst. Wobei die Liefermengen bei Nintendo Land noch geringer sein sollen als bei New Super Mario Bros. U.