Seit vielen Jahren werden Spiele zum Einheitspreis von ca. 60 Euro verkauft, obwohl die Produktionskosten im gleichen Zeitraum erheblich gestiegen sind. Entwickler und Publisher haben aus diesem Grund alternative Finanzierungsmodelle gefunden, die bei den Spielern nicht sonderlich gut ankamen (Stichwort Lootboxen und Mikrotransaktionen). Viele Verbraucher sind deshalb der Meinung, dass sie lieber einen dauerhaften Anstieg des Verkaufspreises sehen würden, als eine weitere, aggressive Monetarisierungswelle.
Doch wird das auch geschehen? NBA 2K21 war das erste Spiel, das einen UVP von 70 Euro eingeführt hat, die lästigen Mikrotransaktionen jedoch beibehält... Wie Xbox-Chef Phil Spencer dazu steht, verrät er nicht, doch er hofft darauf, dass die Verbraucher den richtigen Weg finden werden. Im Gespräch mit der Washington Post sagte er Folgendes:
"Als Branche können wir Dinge preislich bewerten, wie auch immer wir wollen. Der Kunde wird entscheiden, was der richtige Preis [eines Produkts] ist. Ich bin nicht negativ gegenüber Leuten eingestellt, die einen neuen Preis für Spiele festlegen, weil ich weiß, dass jeder seine eigenen Entscheidungen basieren auf den eigenen Geschäftsanforderungen beschließen wird. Aber Spieler haben heute mehr Auswahl als je zuvor. Letztendlich weiß ich, dass der Kunde die Kontrolle über den Preis hat, den sie zahlen, und ich vertraue diesem System."
Es ist noch nicht bekannt, ob andere Entwickler und Publisher dem Beispiel von NBA 2K21 folgen werden.
