Habt ihr auch am Wochenende via EA Access schon Star Wars Battlefront gespielt? Vermutlich, wir jedenfalls haben das gemacht. Nun fragt ihr euch, wo unsere Kritik zum Game bleibt, wenn man es schon live und komplett spielen kann? Nun, unsere Review erscheint morgen früh um sechs Uhr an dieser Stelle hier. Für diesen Termin gibt es Gründe.
Electronic Arts hat mal wieder die Sympathiekeule rausgeholt und der gesamten Videospielbranche eine spannende Strategie für die Arbeit an der Kritik zu Star Wars Battlefront serviert. EA hatte selektierte Medien (in Deutschland gehörte Gamereactor nicht dazu, in Skandinavien dagegen schon, darum sind wir nun als Unternehmen an das Embargo gebunden) zu einem Review-Event nach Stockholm eingeladen. Der Publisher zahlt Flüge, Hotel und Verpflegung, damit die Journalisten an zwei Tagen das Game zocken können vor dessen Veröffentlichung. Solche Events sind unbeliebt insbesondere bei kritischen Videospielmedien, primär wegen der kontrollierten Umgebung und gerade bei einem Multiplayer-Erlebnis. Aber wer ein gedrucktes Heft macht, kommt kaum drum herum.
Absurd war nur: Dieses Mal fand das zweitätige EA-Event zeitgleich mit dem Start der EA Access-Phase von Star Wars: Battlefront statt. Diese ermöglichte jedem Besitzer einer Xbox One, dass fertige Game zehn Stunden lang zu spielen für 4,99 Euro. Mit zwei Accounts werden 20 Stunden draus. Ab dem 12. November wohlgemerkt. Auf dem Event gab es rechnerisch rund 14 Stunden Spielzeit und die teilnehmenden Medien hatten unterschrieben, die Kritik erst morgens am 17. November zu veröffentlichen. Was EA mit damit bezweckt, ist unklar. Um Vertrauen geworben bei den Videospielkritiker wurde damit jedenfalls nicht... sehr schade bei einem derart feinen Game.




