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Tropico 6

Tropico 6 - Konsolen-Kritik

El Presidente ist zurück, nur dieses Mal auf den Konsolen.

El Presidente ist zurück! Tropico 6 ist jetzt endlich auch auf den Konsolen zugange und wir dürfen einmal mehr die Kontrolle über unser eigenes Inselparadies übernehmen, das wir mit eiserner Faust oder als kommunistische Bastion führen.

Wir haben uns in den letzten Wochen mit der PS4- und Xbox-One-Version beschäftigt und die Steuerung wurde gut für den Controller umgesetzt. Die meisten Befehle lassen sich intuitiv ausführen und nach dem Tutorial waren wir soweit gut gerüstet. Alle Baumenüs befinden sich in einem übersichtlichen Radialmenü, das mit Dreieck/Y geöffnet wird. Mit Kreuz/A wird etwas platziert, drücken wir stattdessen Quadrat/X bauen wir gleich in Serie. Das ist alles natürlich ein wenig umständlicher, als mit Maus und Tastatur, man fuchst sich aber mit der Zeit da rein.

Die Tropico-Reihe existiert jetzt bereits seit 15 Jahren und hat optisch stets eine unverkennbare Aufmachung - das Inselparadies erinnert an die Karibik - vielleicht an Kuba - und es gibt diesen bärtigen Diktator. Nach sechs Spielen, in denen sich die grundsätzliche Idee nie gewandelt hat, zeigt die Formel langsam ein paar Abnutzungserscheinungen, doch auf der anderen Seite fühlt man sich immer schnell wie zuhause, sobald ein neuer Teil erscheint.

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Die Ökonomie von Tropico 6 ist anfangs verwirrend, deshalb standen wir häufig kurz vor dem finanziellen Bankrott.

Wir führen unsere Insel aus der Kolonialzeit in die Gegenwart, müssen uns mit Fraktionen, Wahlen, ausländischen Mächten und Invasionen auseinandersetzen und natürlich die komplizierte Ökonomie zum Laufen bringen. Es beginnt mit dem Bau von Plantagen und Farmen, deren Waren wir dann an andere Nationen verkaufen, bis wir am Ende Atomreaktoren bauen und uns um die Touristenscharen kümmern müssen. Es ist ein weiter und sehr befriedigender Weg.

In Tropico 6 finden wir viele Gebäude, die mal Zusatzinhalte waren. Die Karten mit einer einzigen Insel sind weg und wurden durch Archipel ersetzt, die wir mit Brücken und Tunneln verbinden können. Das fügt der Formel eine interessante neue Dynamik hinzu. Wir müssen klug planen, wo die Inselbewohner arbeiten und wo sie leben sollen und brauchen dann die entsprechenden Busrouten. Einige alte Bekannte geben uns nebenbei Tipps oder neue Aufträge. Die Inselgruppen sind wohl der Hauptverkaufsgrund, ein paar weitere Neuerungen hätten da sicher nicht geschadet.

Es gibt sogar die Möglichkeit "Weltwunder", wie Stonehenge oder die Freiheitsstatue zu stehlen, um noch mehr Touristen anzulocken. Wir dürfen in Forschungsbaum Gebäude aufwerten oder neue Edikte erwerben, was auch gut funktioniert, letztlich sind es aber einfach zu wenige neue Features. Tropico 6 besteht aus ein paar eigenständigen Missionen mit verschiedenen Quests. Manche machen richtig Spaß, wie die eine mit der Piratenbasis, bei der wir verschiedene Höhlen ausbauen mussten, um die Ozeane zu plündern. Gefallen hat mir auch die Schmuggelmission, bei der wir Gold in Kokosnüssen transportieren. In solchen Momenten ist Tropico am besten.

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Tropico 6 bietet ein paar eigenständige Missionen mit verschiedenen Quests, die ganz lustig sind.

Den meisten Spaß hatten wir jedoch im Sandkastenmodus, der auf vorgegebenen oder frisch generierten Karten gespielt wird. Wir dürfen Parameter, wie Startgeld, die Häufigkeit von Katastrophen und Siegesbedingungen anpassen. Das sorgt für stundenlangen Spielspaß, aber wer das schon in Tropico 5 ausgiebig gemacht hat, bekommt eine sehr ähnliche Spielerfahrung. Wir hatten Spaß, aber Teil 7 muss die Formel dann endlich mal ein wenig aufmischen...

Die Ökonomie von Tropico 6 ist anfangs verwirrend und deshalb standen wir anfangs häufig kurz vor dem finanziellen Ruin. Mit der Zeit fällt der wirtschaftliche Aufschwung leichter, obwohl einige Dinge immer noch ohne ersichtlichen Grund schiefgehen. Ein Feature aus Tropico 5 scheint ebenfalls zu fehlen: die Möglichkeit Gebäude "auszuschalten". Wenn ihr Zucker exportieren wollt und eine Rumfabrik besitzt, könnt ihr nicht verhindern, dass die Fabrik weiter Zucker geliefert bekommt. Vielleicht gibt es auch eine andere Möglichkeit, aber wir konnten uns nur mit dem Abriss der Fabrik aus einer blöden Situation befreien.

Komischerweise scheinen die Straßen nie dorthin zu führen, wo wir sie haben wollen und es lassen sich keine kurzen Straßen platzieren. Deshalb braucht es viel Trial&Error, bis alles richtig aussieht und auch praktikabel läuft. Natürlich sind die Latino-Rhythmen wieder dabei und passen hervorragend zum Insel-Setting. Es gibt einen DJ, der die Ereignisse auf der Insel kommentiert, aber uns hat die Erzählstimme aus Tropico 5 doch besser gefallen. Insgesamt ist das Game ein solider Neuzugang für die Reihe, aber für Tropico 7 müssen endlich ein paar echte Neuerungen auf dem Programm stehen. Für Neueinsteiger ist es aber ein großartiger Einstieg und ein guter Port.

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Nach sechs Spielen, in denen sich die grundsätzliche Idee nie verändert hat, zeigt die Formel langsam ihre Abnutzungserscheinungen.
07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
Sieht ebenso gut aus, wie es klingt. Bekanntes Spielgefühl, viele Stunden Spielspaß, mehrere Inseln, läuft auf den Konsolen reibungslos.
-
die Straßen führen nie ans Ziel...
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