Jonathan Blow hat drei Jahre damit verbracht Braid zu perfektionieren. Nach dem großen Erfolg könnte man meinen, dass sein nächstes Spiel mit einer größeren Ankündigung erstmals in spielbarer Form präsentiert werden würde. Aber nichts da, stattdessen wurde es still und heimlich irgendwo auf einem kleinen Stand auf der Pax-Messe (Penny Arcade Expo) am letzten Wochenende gezeigt.
In seinem Blog verriet der Entwickler nun, warum er sich für so einen unscheinbaren Stand entschieden hat, aber trotzdem wollte, dass die Leute sein neues Spiel einmal ausprobieren - ganz ohne Hype und voreingenommenen Positionen. Es war wohl eine Art Experiment.
"Ich hatte verschiedene Gründe dafür, warum ich das Spiel in der Form auf der Messe zeigen wollte. Erstens: Auf einer Messe mit lauter Unternehmen, die versuchen Aufmerksamkeit zu erzeugen und etwas zu verkaufen, wollte ich etwas machen, dass subtil und überraschend ist - wenn man den Stand bemerkt hat und sich dafür entschieden hat, sich die Sache genauer anzuschauen, sollte man etwas Unerwartetes vorfinden.
Außerdem wollte ich, dass Leute das Spiel so lange spielen können, wie sie wollten - ohne den Druck aufhören zu müssen, weil sich hinter einem eine riesige Schlange voller nervöser Menschen gebildet hat."
The Witness wird von Jonathan Blow und ein paar Freunden entwickelt. Es ist bisher sehr wenig über das Spiel bekannt, aber wir können uns sicher sein, dass es erst veröffentlicht wird, wenn man wirklich zufrieden damit ist. Er beendete seinen Blog-Beitrag mit den folgenden Zeilen:
"Ich bin sehr zufrieden damit, wie die Testspiel-Reihe gelaufen ist. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, das Spiel direkt zu den Spielern zu bringen - als Überraschung.
Unter Spieledesignern gibt es eine gebräuchliche Weisheit, die besagt, dass in dem Moment, in dem man das Spiel erstmals in die Hände von Spielern gibt, alles total daneben geht und nicht so funktioniert wie es sollte. Glücklicherweise ist das hier nicht passiert. Das Spiel hat so funktioniert wie erwartet, obwohl es etwas verrückt und experimentell war und die Leute haben es genossen."
Alles was nun noch bleibt, ist die ganze harte Arbeit, die es für die Fertigstellung des Spiels braucht."