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The Surge 2

The Surge 2

Wir haben uns für euch durch Deck13's Sci-Fi Souls-like The Surge 2 gekämpft und dabei eine Menge Gliedmaßen abgetrennt.

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Das Souls-like Genre boomt und seine Fans bekommen auch neben den Titeln von Pionier From Software viel geboten. Nioh, Salt and Sanctuary und Ashen sind nur einige Beispiele, die diesen brutal-schweren Kampfspielen ihren eigenen Stempel aufgedrückt haben. The Surge widmete sich dem Science Fiction-Thema und bot ein VAT-artiges Zielsystem, um den Gegnern strategisch klug die Gliedmaßen abzuhacken. Wir haben den Titel von 2017 in angenehmer Erinnerung und waren bereits gespannt auf den Nachfolger.

Ohne eine Zusammenfassung der vorangegangenen Ereignisse, beginnt The Surge 2 mit dem Absturz eines Flugzeugs über der Metropole Jericho City. Wir enden im Koma und kommen erst zwei Monate später im Krankenhaus eines alten Gefängnisses wieder zu Bewusstsein. Mit zwei Defibrillatoren an unserer Brust, steigen wir aus unserem Bett und erfahren vom sogenannten „Defrag Virus", der einen Großteil der Menschheit befallen und in wütende Amokläufer verwandelt hat.

Der Protagonist des ersten Teils spielt hier keine Rolle - wir dürfen diesmal unseren eigenen Charakter erstellen. Wir wählen Geschlecht, Alter, Kleidung und kreieren unser Gesicht, aber eigentlich ist das völlig überflüssig, denn wenn wir unsere Rüstung anziehen, werden all diese Dinge sowieso überdeckt. Unser Charakter hat keine Sprachausgabe, was die Dialoge seltsam einseitig wirken lässt, weil wir nur die eine Seite des Gesprächs hören und uns den Rest denken müssen.

The Surge war eher ein Nischentitel, also erklären wir vielleicht besser ein wenig die Grundlagen des Kampfes, denn in der Fortsetzung wird ähnlich gekämpft. Wir können einzelne Gliedmaßen ins Ziel nehmen und sie abtrennen, um so an neue Rüstungsteile und Waffen zu gelangen. Wie in Dark Souls, müssen wir unsere Ausdauer im Auge behalten. Es gibt auch die Möglichkeit ungepanzerte Stellen anzugreifen, um den Gegner schneller zu besiegen, aber dann gibt es auch keine Beute. Um unsere Gesundheit wieder herzustellen, müssen wir mit schnellen Treffern zuschlagen, während der eigentliche Kampf methodischer zugeht.

The Surge 2

Um die frisch-geernteten Teile in unseren Kampfanzug einzusetzen, braucht es die richtige Anzahl an freien Power-Cores (die wir beim Level-Up erhalten). Jede Komponente braucht eine bestimmte Anzahl - es liegt also ein wenig Grind vor euch, oder ihr müsst Kompromisse machen. Der Grind ist eigentlich Pflicht, wenn ihr nicht im nächsten Bosskampf vom ersten Schlag getötet werden wollt. Das clevere Level Design sorgt jedoch dafür, dass ihr immer nur kurze Wege zur nächsten Med-Bay habt und euch dort aus- und umrüsten könnt.

An den Grundlagen hat sich in The Surge 2 wenig geändert, ein paar Veränderungen gab es trotzdem. Euer Drohnen-Begleiter ist nun beispielsweise wesentlich nützlicher.

The Surge 2

Unser fliegender Begleiter kann Gegner mit einem Magneten heranziehen, Laserstrahlen abfeuern und Granaten und Molotov-Cocktails werfen. Die Drohne kann nun von alleine bestimmte Gliedmaßen anvisieren und ist dadurch generell viel besser strategisch einsetzbar. Die abgefallenen Teile haben jetzt eine heilende Aura, was in schwierigen Situationen eine wirklich große Hilfe ist.

Jericho City fühlt sich viel lebendiger an, als die alte CREO Fabrik aus dem Original und es gibt mehr NPCs mit eigenen Shops und Nebenquests. Es gibt nun ebenfalls Möglichkeiten zur sozialen Interaktion mit anderen Spielern, denen wir mit einem Graffiti (ähnlich wie in Bloodborne) Nachrichten zukommen lassen können.

Die Straßen von Jericho City sind voller Graffiti, ausgedehnter und offener, es gibt weitere, völlig unterschiedliche Gebiete, wie die Wälder von Gideons Rock. Es gibt neue, kampffreie Zonen, wie die alte Mall und den Nachtclub - hier finden sich die Shops und die optionalen Nebenquests.

The Surge 2

Insgesamt fühlt sich das Spiel ausgereifter an, einige Probleme des Originals bleiben trotzdem erhalten. Die Animationen beim Abtrennen der Gliedmaßen stottern häufig und die Kamera bleibt häufig hängen, wenn wir ausweichen wollen. Die Ladezeiten sind unerträglich lang und wir haben keinen freien Zugang zu einer Karte der Zonen, wenn wir unseren nächsten Zug planen wollen. Das zerstört nicht den Spielspaß, doch Deck13 sollte sich diesen Problemen unbedingt widmen, wenn sie an einem weiteren Teil arbeiten.

The Surge ist eins dieser Spiele gewesen, die schnell übersehen werden und viel mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Das Sequel hat die gleiche Magie und einige Verbesserungen zu bieten. Die Umgebungen sind offener und abwechslungsreicher, die Nebenquests erleichtern den Grind. Außerdem gibt es subtile und angenehme Veränderungen beim Kampf und dem Verhalten unserer Drohne. Die Kamera nervt immer noch und der stumme Protagonist schadet ein wenig der Story, doch uns hat dieser unerwartete Nachfolger viel Freude bereitet und wir sind gespannt, was wohl als nächstes kommen wird.

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08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
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Umgebungen sind abwechslungsreich, die Welt fühlt sich durch NPCs und Nebenquests lebendiger an, der Kampf wurde ausgebaut.
-
Unzuverlässige Kamera, Ladebildschirme sind sehr lang, fade Story.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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