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Gamereactor Kritiken The Flying Hamster
Kritiken The Flying Hamster

The Flying Hamster

Die Playstation Minis sind nur für zwischendurch gedacht und da passt auch The Flying Hamster prima hin. Tatsächlich ist der fliegende Hamster unfassbar knuddelig, sodass er sofort unser Herz erobert - dabei will er am Ende doch nur unser Geld.
Martin Eiser Getestet auf PS3/PSP 28 September 2010

Der Hamster Newton und seine Weggefährtin Miss Sookie spazieren voller Freude am Strand entlang. Der Manga-Look weiß wirklich zu gefallen - wie üblich stark überzeichnet und dabei so unfassbar knuddelig. Am Strand findet die Hamster-Dame einen Pflanzensamen, der furchtbar lecker ausschaut. Doch bevor die beiden sich richtig darüber freuen können, wird die Gute von einem Adler entführt. Newton ist außer sich vor Wut. Aber wer wird denn gleich in die Luft gehen?

Der kleiner Hamster kann es jedenfalls, denn er ist der einzige fliegende Hamster der Welt. So putzig schaut er mit Fliegerkäppchen und Pflanzenpropeller aus, dass sich allein schon deswegen die relativ hohe Investition von 6,99 Euro ins Spiel lohnt. Eigentlich jedoch versteckt sich hinter The Flying Hamster ein Shoot'em Up - also ein Ballerspiel, das statt Raumschiffen im Weltraum eben die Natur als Vorbild hat.

So süß schaut er aus, der kleine Hamster - zum Knuddeln und liebhaben.

Neben der hübschen Comic-Grafik gibt es einen typisch euphorischen Soundtrack, der ebenfalls genauso wahnsinnig klingt wie die Idee, einen Hamster zum fliegenden Schlachtschiff zu machen. Gekämpft wird in sechs abwechslungsreichen Welten mit je drei bis vier Abschnitten, wozu auch die Bossgegner gehören. Vögel, Maulwürfe, Insekten - alle scheinen sich gegen dich verschworen zu haben. Aber ein Hamster muss eben tun, was ein Hamster tun muss.

Also spuckt er Körner, Bienen oder Früchte und kann, wenn es hart auf hart kommt, auch seine Attacke aufladen, um einen kräftigen Stoß auszusenden oder, wenn er denn gerade Bananen als Munition verwendet, einen Schutzwall aus ihnen aufbauen. Das Gameplay variiert in den Abschnitten nur wenig, aber dennoch gibt es auch geheime Wege zu entdecken. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei für das reguläre Spiele okay, da es zwar nur drei Leben pro Versuch gibt, aber davon gibt es immerhin sechs. Für den Highscore ist es natürlich absolut schädlich, einen Versuch zu verlieren, denn der fängt immer wieder von vorn an zu zählen.

Zudem kann im Hauptmenü der bereits bereits durchgespielte Abschnitt auch als Start des Spiels festgelegt werden. So können sich selbst die unbegabten Spieler langsam durch das Spiel kämpfen. Nachdem Durchspielen werden sie jedoch kaum Freude mit dem Schweren Modus haben, der dann freigeschaltet wird. Der nämlich muss mit den gegebenen Versuchen am Stück durchgespielt werden.

Die Jagd nach dem persönlichen Highscore ist aber tatsächlich das einzige, was motiviert. Etwas anderes hat das Spiel leider nicht vorgesehen. Und obwohl das Thema wirklich zauberhaft, die Level sowie Gegner recht abwechslungsreich sind und der Titel optisch trotz des simplen Stils etwas hermacht, der Preis von 6,99 Euro ist echt herb. Darüber, dass unter der Schale nur ein 08/15-Shooter steckt, tröstet selbst die witzige Auflösung am Ende kaum hinweg.

Zusätzliche Wertungen

Grafik
8 / 10
Sound
8 / 10
Spielbarkeit
8 / 10
Langzeitmotivation
7 / 10
7
Gut von 10 · Gamereactor Deutschland
Pro ein fliegender Hamster, hübsche Präsentation
Contra kurz, null Innovationen, keine Online-Bestenliste
Vollständiges Profil 13.607 veröffentlichte Artikel
7
Gut Netzwerk-Wertung über 1 Ausgaben
Fakten zum Spiel
Entwickler Game Atelier
Termin 8 September 2010
Getestet auf PS3/PSP
Genre Arcade
Plattformen
PSP PS3
Warum Gamereactor vertrauen
23 Ausgaben Jede mit eigener Redaktion und eigenen Wertungen.
1998 Erscheint seit Durchgehend unabhängig geführt.
100% Selbst gespielt Geschrieben aus Zeit mit dem Spiel, nie aus Pressematerial.
1–10 Netzwerk-Wertung Die Wertung jeder Ausgabe, gemittelt und ausgewiesen.