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The Dark Knight Rises

Vor vier Jahren, als der Joker Gotham City in die Anarchie stürzte und es Batman nur mit Mühe gelang, die Ordnung wiederherzustellen, fragten wir uns: Was kommt da noch?!
Volker Zepperitz Aktualisiert 27 Februar 2013

Heute wissen wir, dass das, was in The Dark Knight wie ein Endzeitkampf wirkte, doch nur der Auftakt zur eigentlichen Apokalypse war. The Dark Knight Rises begnügt sich nicht mehr damit, einer moralisch überkommenen Gesellschaft aus Kapitalisten von einem Clown auf die Füße treten zu lassen - das Ende der Batman-Trilogie zeigt den ultimativen Versuch des Bösen, diese Gesellschaft ein für alle Mal zu vernichten. Ohne Gnade, ohne Comic Relief.

Wobei Gut und Böse hier längst nicht mehr so klar getrennt sind wie bisher: Zwar ist die martialische Kampfmaschine Bane (Tom Hardy) hinter seiner Atemmaske zunächst klar der Feind, der Gotham City von der Außenwelt abschneidet, die Wall Street in die Luft jagt und eine Neutronenbombe im Truck durch die Straßen fahren lässt wie ein mobiles Damoklesschwert. Sein eigentliches Verbrechen aber ist, dass er Bruce Wayne (Christian Bale) die moralische Erhabenheit als Beschützer seiner Stadt nimmt. Der Batman als gebrochener Held, der selber nicht mehr sicher ist, ob seine Rolle das Gute verteidigt oder nicht doch das Böse stärker macht.

The Dark Knight Rises ist schwere Kost, ein bedrückendes Gefühl von Verzweiflung liegt über dem 164-Minuten-Epos. Das liegt zum Einen an der gewollten Nähe zur Realität: Gotham City ist klar erkennbar New York City, was den Film unweigerlich mit Erinnerungen von 9/11 bis zur Finanzkrise auflädt. Zum Anderen ist es aber die - besonders in der ersten Hälfte - oft zähe Handlung, die einen auf der Couch bisweilen verzweifeln lässt. The Dark Knight Rises ist der pathetischste und gleichzeitig politischste Teil der Trilogie - diesen Spagat kann wohl nur Christopher Nolan.

Und wer sich nun wieder fragt, was jetzt eigentlich noch kommen kann, der verlasse sich ganz auf den neu eingeführten Charakter John Blake (Joseph Gordon-Levitt). Von dem Polizisten ohne Fledermauskostüm, aber dafür mit großem Gerechtigkeitssinn, werden wir noch viel hören. Wetten?!

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