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Tales from the Borderlands wurde intern als Fehler angesehen

Wir hören nur selten, dass Entwickler ehrliche Geschichten aus der Videospielentwicklung Preis geben, doch einige ehemalige Telltale Games-Entwickler haben sich in Campo Santos vierteljährlicher Review genau dazu entschieden. Nick Herman, der ehemalige Season-Director von…
Anne Zarnecke 10 August 2017

Wir hören nur selten, dass Entwickler ehrliche Geschichten aus der Videospielentwicklung Preis geben, doch einige ehemalige Telltale Games-Entwickler haben sich in Campo Santos vierteljährlicher Review genau dazu entschieden. Nick Herman, der ehemalige Season-Director von Tales from the Borderlands, enthüllte, dass die Serie beinahe ein sehr anderes Ende gefunden habe. Gerade bei der Fertigung der finalen Episode war die Stimmung im Team nicht allzu munter:

"Zu diesem Zeitpunkt waren die Verkaufszahlen von Tales from the Borderlands nicht sonderlich gut. Sie waren okay, es war nicht so dass wir Geld verloren hätten, aber es war ein anderes Level als The Walking Dead. Tales war für zwei Jahre lang mein Leben und intern wurde es als Fehler angesehen. Von der Kritik ausgehend war es ein riesiger Erfolg, aber aus der Sicht der Verkäufe und Produktion war es nicht gut."

Aus diesem Grund forderte 2K das Studio auf, so schnell wie möglich die Arbeiten zu beenden, um sich Projekten zu widmen die mehr Profit abwerfen würden. Herman, der seit zwei Jahren an der Serie arbeitete, wollte seine Vision nicht aufgeben und machte deswegen einen interessanten Schritt:

"Auf dem halben Weg machten wir einen Deal mit dem Studio, dass wenn sie uns weitermachen ließen, wir 95 Prozent unserer Angestellten aufgeben würden, solange wir die Hauptbesetzung behalten dürften. Mindestens eine Person aus jedem Bereich hat am Spiel gearbeitet. Doch das ist ein sehr kleines Team für eine Episode".

Das Team musste mit dieser geringen Menge an Arbeitskräften lange Nächte im Büro kompensieren, doch Herman konnte der Lage etwas Gutes abgewinnen:

"Wenn es eine gute Seite bei all dem gibt, dann dass jeder freiwillig mit dabei war. Sie sagten 'Ich bin sehr stolz auf [unsere Arbeit], ich will es aushalten und es zu Ende bringen'. Jeder der Arbeit hineinsteckte, wollte das auch."

Es ist interessant daran erinnert zu werden. dass sich die meisten von uns wahrscheinlich gar nicht vorstellen können, wie kompliziert und fordernd es ist, ein Videospiel zu entwickeln und dass viele Faktoren in die Produktion mit hineinfließen. Wir haben auf jeden Fall keine negativen Aspekte im Finale feststellen können, ihr etwa?

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