Um die Welt zu retten, natürlich. Vor Drogendealern und zur Not auch mal vor denen, die sich ganz feist in der Warteschlange der Kinokasse nach vorne drängeln. Diese Aktion könnte eigentlich charmant sein, ist sie aber nicht. Und das liegt nicht nur daran, dass ich mich immer noch frage, warum Frank D'Arbo alias Crimson Bolt, dieser selbstgenähte Superheld, dem Typen in der Warteschlange einfach komplett stumpf mit einem Schraubenschlüssel den Schädel zertrümmert. Natürlich macht er das nicht einfach so, sondern auf eine ironische, kunstblutige Art. Muss man ja, sonst ist es nicht cool. Aber der Akt bleibt - und er passt so überhaupt nicht zur Story.
Der Film will das Schicksal von Frank erzählen, der im Imbiss Burger grillt und der Servicekraft Sarah das Leben retten will. Denn Sarah steckte im Drogensumpf und sucht nun wohl ein geregeltes Leben. Der Grund für Franks Anstrengungen indes scheint eine Mischung aus Zufall und biblischer Erleuchtung zu sein. Natürlich rennt ihm das für ihn viel zu schöne Mädchen kurz nach der überstürzten Hochzeit weg. Natürlich gerät sie in die Fänge des Drogendealers Jaques. Natürlich nimmt das Schicksal seinen Lauf. Crimson Bolt kriegt für die finale Rettungsaktion noch einen Sidekick serviert. Die hyperaktive Comic-Verkäuferin Libby wird zu Boltie, gibt ihm vorher Tipps zur Waffenauswahl und verliert auf ekelige Art ihr Leben am Ende des Rachefeldzugs gegen den Drogendealer (schön unsympathisch gespielt von Kevin Bacon).
Zwischen ein paar wie aus dem Nichts niederpreschenden Gewaltexzessen der ironisch, kunst-blutigen Art (sorry, ich wiederhol' mich hier mal, so wie der Film das ungeniert auch macht) mäandern immer wieder laaaaaaaaangweilige Läääääängen über den Schirm. Natürlich will ich ausschalten, widerstehe aber dem inneren Drang, weil auch die Hoffnung auf eine tiefere Nachricht ja bekanntermaßen zuletzt stirbt. Ich hätte ausschalten sollen... natürlich!