Starcraft-Wettskandal in Südkorea
Spielverschiebungen erschüttern die Liga
An Wettskandale haben wir uns ja hierzulande praktisch schon gewöhnt. Seit der Geschichte um den Fußball-Schiedsrichter Robert Hoyzer glauben nur noch wenige an die Integrität von Profisportlern. Wettskandale im E-Sport gab es bisher keine, zumal das Interesse am virtuellen Kräftemessen in unseren Breitengraden recht gering ist. Hier ließe sich damit kaum Geld verdienen.
In Südkorea allerdings, wo E-Sport live im Fernsehen übertragen wird, sich große Sponsoren an Massen-Events beteiligen und die Großen der Szene wie Popstars gefeiert werden, wären Spielmanipulationen ähnlich erschütternd, wie der in der Fußball-Bundesliga.
Ein solcher Wettskandal zeichnet sich dort nun ab. Wie Kotaku und Gamepron berichten, soll es bei professionellen Stracraft-Spielen seit 2006 zu Spielverschiebungen gekommen sein. Mehrere Spieler sollen absichtlich Partien verloren haben und auch Trainer sollen ihre Teams absichtlich schlecht aufgestellt haben. Die meisten Manipulationen sollen im Jahr 2008 stattgefunden haben.
Ma Jae-Yoon, einer der besten und bekanntesten Starcraft-Spieler des Landes, soll Teil des Wettskandals sein. Jae-Yoons vermeintliches Formtief in den Jahren 2007 und 2008, in dem er viele wichtige Spiele verlor, fügt sich in den Betrugsverdacht.





