Bekannt war bisher, dass Nintendo und Sony gemeinsam an einer Konsole mit CD-Technik gearbeitet haben, die allerdings in der Form nie erschienen ist, weil Nintendo den Deal hat platzen lassen. Sony hat dann 1994 im Alleingang diese Konsole als Playstation veröffentlicht. Wie nun bekannt, wurde, gab es aber auch Pläne zwischen Sega und Sony, eine gemeinsame Konsole zu bauen. Dies erzählte Tom Kalinske, ehemaliger Präsident und Chef von Sega of America zwischen 1990 und 1996, in einem Interview mit GamesIndustry.
Er, Mickey Schulhof (Präsident und CEO von Sony Corporation of America) und Olaf Olafsson (CEO von Sony Interactive) wollten die Konsole gemeinsam bauen und die Entwicklungskosten sowie mögliche Verluste in den Anfangsjahren teilen. Von der Software hätte jeder selbst profitiert. Sega war damals hervorragend aufgestellt in dem Bereich und hätte daher stärker von dem Deal profitieren können. Für den Mann, der zuvor schon Barbie und Hot Wheels wiederbelebt hatte, war das eine fantastische Chance.
"Wir gingen zu Sony und sie haben zugestimmt, "Großartige Idee." Ob wir es nun Sega-Sony oder Sony-Sega genannt hätten, wen hätte das interessiert? Wir gingen also zu Sega und der Vorstand lehnte ab, was ich noch immer für die dämlichste Entscheidung halte, die je in der Geschichte des Unternehmens getroffen wurde. Und von dem Moment an, hatte ich nicht das Gefühl, sie wären noch länger dazu in der Lage, in Japan die richtigen Entscheidungen zu treffen", so Kalinske.
In dem Gespräch sagt er, dass dies einer der Gründe gewesen wäre, warum er Sega verlassen habe. Zwar sei das Unternehmen heute noch gut aufgestellt, aber blickt auf zwanzig Jahre mit vielen falschen Entscheidungen zurück. Und er hofft nicht, dass Sega irgendwann wie Atari endet. Vor ein paar Jahren hatte Kalinske bereits gesagt, dass er damals gegen die viel zu frühe Veröffentlichung vom Sega Saturn gewesen sei, die sich schließlich auch als Flop entpuppte.