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Platformines

Platformines

Magiko Gaming schien eine Mischung aus 2D-Borderlands und Terraria abzuliefern. Leider aber hat das Ergebnis sein Ziel viel zu deutlich verfehlt.

Über dieses Spiel habe ich sehr gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist es ziemlich unterhaltsam und bietet sehr leicht zu lernende Spielmechaniken, die trotzdem schwer zu meistern sind. Auf der anderen Seite gibt es einfach nicht mehr, als schon der Name des Spiels verrät. Es handelt sich um einen Plattformer, der als Schauplatz eine Mine wählt. Das sagt eigentlich alles. Es ist ein bisschen so, als würde man Call of Duty einfach Korridor-Shooter nennen.

Platformines stammt vom Indie-Entwickler Magiko Gaming und beginnt damit, dass wir in einer Mine gefangen sind und versuchen herauszukommen. Um das zu erreichen müssen wir eine Reihe von Block-Kanonen einsammeln, um daraus eine große Bohrmaschine zu bauen, die wir bei unser Flucht aus dem Untergrund brauchen. Und das ist schon alles. Wir springen und schießen uns durch automatisch generierte Minenlevel, sammeln alle Waffen, lösen Puzzle und schon haben wir gewonnen.

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Der Anfang des Spiels ist noch ziemlich witzig und die Mischung aus Jump'n'Run und Shooter macht Spaß.

Platformines macht eine Menge richtig. Es trifft voll ins Schwarze bei den Jump'n'Run- und Shooter-Elementen, die sich sehr vertraut anfühlen. Wir sammeln Geld, um unseren Rucksack und unsere Gesundheit aufzurüsten, und wir finden auf dem Weg immer wieder neue Waffen. Es gibt eine nette Balance zwischen Erkundung, Schatzsuche und stupiden Schießen, das in der ersten Stunden wirklich Spaß macht. Leider wird aber nur allzu schnell deutlich, dass unsere anfänglichen Eindrücke auch schon alles sind, was man über dieses Spiel sagen kann. Die Gegner werden durch die gleichen Gegner ersetzt und bekommen lediglich eine andere Farbe. Und das gleiche gilt dann auch für die vier verschiedenen Arten von Waffen im Spiel.

Neue Gebiete bedeuten immer auch schwerere Gegner. All unsere Bemühungen, uns stärker zu machen, fühlen sich auf einmal so nichtig und sinnlos an. Wir hätten viel lieber neuartige Waffen oder Ausrüstung bekommen, um damit neue, ganz andere und kreative Wege im Kampf gegen Feinde zu nehmen. Aber an Stelle dessen bekommen wir einfach nur die immergleichen Monster, die einfach mehr Energie haben.

Die Mine in dem Spiel ist riesig und es gibt viele Truhen, die wir finden können und auch ein paar topographische Eigenheiten, wie etwa eine große Höhle in Form eines Halbmondes. Leider ist auch hier alles in ähnlichem Maße wiederholend. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen den verschiedenen Zonen - abseits von der verwandten Farbpalette. Wenn wir das mit Terraria vergleichen, bietet das Spiel in den verschiedenen Zonen und Tempeln komplett neue Gegner und Herausforderungen. Platformines fällt weit dahinter zurück.

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Leider wird das Spiel viel zu schnell eintönig und beginnt sich hoffnungslos zu wiederholen.

Eine andere Kleinigkeit, die uns ein bisschen enttäuscht hat, war der Fakt, dass wir nur in vier Richtungen schießen konnten und nicht diagonal. Dabei ist so etwas doch eigentlich ziemlich offensichtlich in deinem 2D-Shooter. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von Kopfbedeckungen, die wir sammeln können, aber diese haben kaum einen Wert. Und ohne einen Multiplayer können wir diese auch nicht unseren Freunden präsentieren.

Wir hatten große Hoffnungen in Platformines gesetzt. Auf den ersten Blick sieht es wie eine zweidimensionale Version von Borderlands aus - oder Terraria als Shooter. Die Wirklichkeit ist jedoch, dass uns das Spiel kaum länger als eine Stunde interessiert hat. Es hat sein Potential einfach nicht genutzt. Auch in seiner aktuellen Form hätte es ein unterhaltsames Spiel sein können. Wenn es beispielsweise eine Mehrspielermodus beinhaltet hätte, in dem man gegeneinander oder gemeinsam daran arbeitet, den Bohrer zu reaktivieren. Stattdessen kämpfen wir allein gegen Horden von Fledermäusen, nur damit wir später gegen etwas stärkerer Fledermäuse in einer anderen Farbe kämpfen können.

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04 Gamereactor Deutschland
4 / 10
+
starker Start, Erkundung macht Spaß, vervierfachte Sprünge
-
schnell langweilig, wenig Neues,
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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KRITIK. Von Adrian Berg

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