Patrice Désilets scheint seinen Fortgang von Ubisoft im Jahre 2010 nicht zu bereuen. Der Kanadier der viele Jahre lang bei Ubisoft teilweise eigenverantwortlich an Titeln wie Assassin's Creed und Prince of Persia mitgewirkt hat, sprach nun in einem Interview mit Gameology über die Trennung von dem Unternehmen. Sein größtes Problem sei es immer gewesen, "der Typ im Mittelpunkt oder am Ende" der Hierarchie zu sein. Denn in einer so großen Firma wie Ubisoft wird die Position, die Désilets inne hatte (Creative Director), ständig mit Entscheidungen und Kommentaren wichtigerer Entscheider konfrontiert. Das beinhaltet auch die Anwendung und Handhabung "politischer Lügen", wie er gesteht. Er sei noch nie ein guter Lügner gewesen, deshalb wollte er aufhören.
"Denn in einer großen Organisation geht es darum, Kompromisse zu machen. Wenn du in meiner Rolle bist, also der Creative Director, ist es hart mit den Entscheidungen anderer zu leben und diese vor der Kamera [wiederzugeben]. Ich sagte, ich wär kein wirklich guter Lügner, also kann ich das nicht mehr machen. Dann habe ich erkannt, dass, wenn du ein wirklich großes Franchise machst, dann machst du Geld für andere Leute und die interessieren sich nicht wirklich für dich. Also habe ich gesagt, genug!"
Der kreative Kopf verrät Gameology auch, dass er bei Ubisoft später nicht mehr glücklich war, es ihm heute aber wieder sehr viel besser gehe.