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Nintendo zu Gewinnwarnung gezwungen

Die Ziele, die sich Nintendo für das aktuelle Geschäftsjahr gesteckt hat, waren sehr ambitioniert. Nun kassiert das Unternehmen die Quittung und muss die Prognosen sehr deutlich nach unten reduzieren. Betroffen davon ist nicht nur…
Martin Eiser 17 Januar 2014

Die Ziele, die sich Nintendo für das aktuelle Geschäftsjahr gesteckt hat, waren sehr ambitioniert. Nun kassiert das Unternehmen die Quittung und muss die Prognosen sehr deutlich nach unten reduzieren. Betroffen davon ist nicht nur die Wii U. Auch beim Nintendo 3DS hatten die Japaner zu großzügig geplant.

Von der Wii U wollte Nintendo bis Ende März eigentlich neun Millionen Geräte verkaufen. Nach den katastrophalen Zahlen für das erste Quartal des Jahres schien das unrealistisch. Und tatsächlich, inzwischen rechnet Nintendo nur noch mit 2,8 Millionen verkauften Konsolen. Die Wii U würde dann weltweit bei 6,25 Millionen Einheiten liegen. Bei der Software geht es ebenfalls deutlich nach unten. Statt 38 Millionen sollen nun nur noch 19 Millionen Spiele verkauft werden.

Enttäuscht hat Nintendo auch der Nintendo 3DS. Eigentlich wollte man bis März 2014 weltweit 18 Millionen glückliche Käufer gefunden haben. Doch nur 13,5 Millionen werden sich wohl finden lassen. Möglich, dass der Nintendo 2DS weniger Interessenten gefunden hat, als geplant. In Deutschland zumindest scheint das Gerät wie Blei in den Regalen liegen zu bleiben. Der Verkauf von Software reduziert sich entsprechend von 80 Millionen verkauften Spielen auf "nur" noch 66 Millionen Einheiten.

Und wird wohl auch das laufende Geschäftsjahr mit katastrophalen Ergebnissen belastet. Nintendo glaubt nur noch an einen Umsatz von umgerechnet etwa 4,15 Milliarden Euro statt der ursprünglich geplanten 6,48 Milliarden Euro. Eigentlich sollte ein Gewinn von 387 Millionen Euro rausspringen. Jetzt prognostiziert das Unternehmen einen Verlust von etwa 176 Millionen Euro. Der Aktienkurs von Nintendo brach um 2,76 Prozent ein, während der Aktienindex Nikkei in Tokyo stabil blieb.

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