Große Unternehmen in der Videospielbranche kaufen derzeit verstärkt kleinere Studios oder ganze Franchise auf, um aggressiv zu wachsen. Heute Morgen kündigte auch Nintendo die bevorstehende Übernahme einer anderen Firma an, allerdings hat die Akquise von SRD Co. mit den großen Ambitionen der Konkurrenz nichts zu tun.
Diese kleine Firma, die in den späten 1970er-Jahren gegründet wurde, spezialisiert sich auf die "Entwicklung von Videospiel- und Websystem-Software". Die beiden Organisationen arbeiten seit den NES-Tagen zusammen, zum Beispiel am frühen Donkey Kong. Der Manager (Toshihiko Nakago) ist bereits beim in Kyoto ansässigen Unternehmen beschäftigt und auch die Büros von SRD befinden sich physisch im Gebäude von Nintendos Entwicklungszentrum in Japan.
Nintendo selbst unterstreicht in den Übernahmeunterlagen in Bezug auf die "zukünftige Geschäftsprognose", dass "diese Übernahme nur eine geringe Auswirkung auf die Ergebnisse von Nintendo haben wird". Die Übernahme wird am 1. April, mit Beginn des neuen Geschäftsjahres, abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt werden sich 100 Prozent der SRD-Aktien im Besitz von Nintendo befinden.
Diejenigen, die Nintendo seit Jahren verfolgen, haben vielleicht angenommen, dass SRD bereits Teil der Organisation war, aber im Gegensatz zu anderen japanischen Studios, wie Monolith Soft, bedeutet die Beteiligung noch nicht die volle Kontrolle. In der gleichen Situation befinden sich übrigens HAL Laboratory oder Intelligent Systems, die überhaupt kein First-Party-Studios von Nintendo sind.