Mindestens 30 Tote und rund 200 Verletzte nach wochenlangem starkem Schneefall in Japan
Der Notfall ereignet sich kurz vor den Parlamentswahlen in Japan am kommenden Sonntag.
Zwei Wochen mit ungewöhnlich starkem Schneefall haben in ganz Japan mindestens 30 Todesopfer und rund 200 Verletzte gefordert, wobei die Behörden warnen, dass die Zahl steigen könnte (laut The New York Times). In manchen Gebieten wurden Häuser vom Schnee bedeckt, tödliche Unfälle verursacht und Reisende gestrandet, woraufhin Soldaten eingesetzt wurden, um Dächer zu räumen und gefährdeten Bewohnern zu helfen.
Die Präfektur Niigata wurde besonders stark getroffen, mit 12 gemeldeten Todesfällen, darunter ein Mann in seinen 60ern, dessen Haus unter dem Schneegewicht eingestürzt ist. In Aomori, oft als die schneereichste Stadt der Welt bezeichnet, erreichte der Schneefall am Sonntag 183 Zentimeter (72 Zoll), den höchsten Wert seit fast 40 Jahren. Die örtlichen Behörden warnten vor "unmittelbar bevorstehenden lebensbedrohlichen Krisen" durch einstürzende Dächer und fallenden Schneefall.
Das extreme Wetter hat den Verkehr stark beeinträchtigt. Tausende Passagiere waren am New Chitose Airport in Hokkaido gestrandet, und der öffentliche Nahverkehr in den nördlichen und westlichen Präfekturen hatte wiederholt Verspätungen. Online kursierende Videos zeigen Autos, Bäume und Häuser, die von massiven Schneeverwehungen umgeben sind.
Der Notstand findet vor der japanischen Parlamentswahl an diesem Sonntag statt. Premierminister Sanae Takaichi sagte, die Regierung führe Maßnahmen zur Katastrophenhilfe um und forderte die Bewohner auf, die Prognosen genau zu beobachten, da in den kommenden Tagen weitere Schneeschauer erwartet werden...
